Hamburg - Frankreichs WM-Trainer Raymond Domenech ist nun auch seinen Posten als Trainerausbilder beim Französischen Fußball-Verband (FFF) los. Die FFF habe Domenech bereits am Donnerstag in einem Schreiben über die Entlassung informiert, berichtete der TV-Sender "France 3" am Sonntag. Grund für die Kündigung ist der desaströse Auftritt der von Domenech angeführten "Équipe tricolore" bei der Weltmeisterschaft in Südafrika.
Drei "schwerwiegende Fehler" sollen zur Kündigung des Trainers geführt haben, hieß es in dem TV-Bericht. Kritisiert wurde der Umgang des Trainers mit dem Rauswurf von Stürmer Nicolas Anelka während des WM-Turniers und dem darauffolgenden Spielerstreik. Daneben stieß die Weigerung Domenechs übel auf, seinem Gegenüber Carlos Alberto Parreira nach der 1:2-Niederlage gegen Südafrika die Hand zu schütteln.
Während vier Nationalspieler, darunter Bayern-Profi Franck Ribéry, für ihr Verhalten in Südafrika zum Teil empfindliche Spielsperren vom Verband erhielten, war das Turnier für den Trainer bislang ohne Folgen geblieben. Domenech war nach der Weltmeisterschaft wie geplant als Nationalcoach von Laurent Blanc abgelöst worden. Bei der "Direction Technique Nationale" des FFF, der er seit 1993 angehörte, blieb er weiter angestellt. Medienberichten zufolge soll Domenech für diese Tätigkeit 12.000 Euro monatlich kassiert haben.
Bundesligist Eintracht Frankfurt wird in der laufenden Saison mehrere Millionen Euro Verlust einfahren. "Wir haben uns in diesem Jahr wirklich weit aus dem Fenster gelehnt und werden in dieser Saison wahrscheinlich einen Verlust von drei bis fünf Millionen Euro machen", sagte der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen in der TV-Sendung "Doppelpass". Als einen Grund für das Defizit gab Bruchhagen die Personalpolitik von Trainer Michael Skibbe an.
Ohne Bastian Schweinsteiger hat die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag ihr erstes Training vor dem zweiten EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) absolviert. Schweinsteiger leidet seit dem 1:0-Erfolg gegen Belgien in Brüssel an einem Pferdekuss im linken Oberschenkel, soll aber gegen das Team des ehemaligen Bundestrainers Berti Vogts einsatzbereit sein. Anstatt mit den übrigen 19 Nationalspielern an der Einheit im Kölner Südstadion teilzunehmen, machte der 26-Jährige im Teamhotel Aqua-Jogging und weitere Bewegungsübungen.
Zweitligist Arminia Bielefeld hat auf der Jahreshauptversammlung des Clubs am Sonntag in der Bielefelder Stadthalle einen neuen Spieler vorgestellt. Trainer Christian Ziege präsentierte Stürmer Morike Sako, der bei den Arminen einen Einjahresvertrag unterschrieb. Der 29-Jährige war zuletzt vereinslos und stand bis zum Ende der abgelaufenen Saison beim FC St. Pauli unter Vertrag.
ulz/sid/dpa
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