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09.09.2010
 

Kurzpässe

Bayern in Europa beliebt, Evra bleibt gesperrt

Jubelnder Schweinsteiger: Bayern München sehr beliebt in EuropaZur Großansicht
Getty Images

Jubelnder Schweinsteiger: Bayern München sehr beliebt in Europa

Der FC Bayern zählt zu den fünf beliebtesten Vereinen in Europa. Englands Nationaltrainer will seine Trainerlaufbahn nach der EM 2012 beenden, Real Madrid kann beim Champion-League-Auftakt auf einen Einsatz von Christiano Ronaldo hoffen. Patrice Evra ist mit seinem Einspruch gescheitert.

Hamburg - Der Deutsche Meister Bayern München gehört seit der vergangenen Saison zu den fünf beliebtesten Clubs Europas. Das geht aus einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Sport+Markt hervor. Die Bayern haben durch den Finaleinzug in der vergangenen Champions-League-Saison vor allem in den Niederlanden zugelegt: Mit insgesamt knapp 21 Millionen Fans verbesserten sich die Münchner vom neunten auf den fünften Platz.

Spitzenreiter ist weiterhin der spanische Meister FC Barcelona. Trotz einer Saison ohne internationale Titel können sich die Katalanen über einen kräftigen, europaweiten Fanzuwachs freuen. Vizemeister Schalke 04 liegt als Nummer zwei der Bundesliga mit insgesamt fünf Millionen Anhängern auf Rang 21. Für die Studie wurden über 10.000 Fußballfans in 17 europäischen Ländern befragt. Anhand der Ergebnisse wurde entstand eine Hochrechnung, vergleichbar einer Wahlumfrage.

Frankreichs Nationalmannschaftskapitän Patrice Evra bleibt für fünf Länderspiele gesperrt. Der Einspruch des Abwehrspielers von Manchester United gegen die vom französischen Fußball-Verband FFF verhängte Sperre wurde von der Berufungskommission des Verbandes abgelehnt. Neben Evra waren nach den Vorfällen bei der WM in Südafrika auch Bayern Münchens Star Franck Ribery (3 Spiele) sowie Nicolas Anelka (FC Chelsea/18) und Jeremy Toulalan (Olympique Lyon/1) gesperrt worden. Anelka hatte die beispiellosen Vorfälle während der WM am Kap ausgelöst. Der Stürmerstar beschimpfte in der Halbzeitpause des Gruppenspiels der Franzosen gegen Mexiko (0:2) Nationaltrainer Raymond Domenech aufs Übelste. Anelka war daraufhin nach Hause geschickt worden. Vor dem letzten Spiel gegen Südafrika blieb die Mannschaft deshalb dem Training fern.

Englands Nationalcoach Fabio Capello will nach Auslaufen seines Vertrages 2012 als Trainer aufhören. "Ich werde dann zu alt sein. Ich will mein Leben anschließend wie ein Rentner leben", sagte der 64-Jährige. Er habe absolut nicht vor, nach der Europameisterschaft in zwei Jahren einen neuen Kontrakt abzuschließen. Der englische Verband FA hatte bereits im August angedeutet, nach der Europameisterschaft 2012 wieder einen englischen Coach engagieren zu wollen.

Capello betreut die "Three Lions" seit Januar 2008 und war trotz des enttäuschenden Abschneidens bei der WM in Südafrika im Amt geblieben. Der Auftakt zur EM-Qualifikation geriet mit einem 4:0 gegen Bulgarien und einem 3:1 in der Schweiz hingegen erfolgreich. Vor seinem Engagement auf der Insel hatte der Italiener Top-Clubs wie Real Madrid, den AC Mailand und Juventus Turin zu Titeln geführt.

John Toshack hat sein Amt als walisischer Nationaltrainer nach sechs Jahren niedergelegt. Der ehemalige Coach von Real Madrid gab seine Entscheidung bei einer Pressekonferenz in Cardiff bekannt. Als Stürmer spielte er in den 70er Jahren für den FC Liverpool und erzielte dort 96 Tore.

Superstar Cristiano Ronaldo wird dem spanischen Rekordmeister Real Madrid zum Auftakt der Champions League am Mittwoch gegen Ajax Amsterdam voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen. Der portugiesische Nationalspieler hat seine Knöchelprobleme weitgehend überstanden. "Ich bin bei fast 100 Prozent und heiß auf mein Comeback. Ich will so schnell wie möglich wieder spielen", sagte Ronaldo. Gegen Ajax wird er wohl zumindest auf der Bank Platz nehmen. Wenn Real am Samstagabend mit den deutschen Nationalspielern Mesut Özil und Sami Khedira auf CA Osasuna trifft, fehlt der Offensivspieler aber noch.

Nationalspieler Mario Balotelli droht eine längere Verletzungspause. Der Stürmer von Manchester City wird mit einer Knieverletzung bis zu sechs Wochen ausfallen, teilte der Premier League-Club mit. Der 28-Millionen-Euro-Mann muss sich einer Operation unterziehen, nachdem er sich in der Europa-League-Qualifikation verletzt hatte. Für die weitere medizinische Versorgung ist der 20-jährige Italiener nach Mailand geflogen, wo er in der vergangenen Saison noch für Inter spielte. Bei den wichtigen Partien gegen Arsenal und Chelsea wird Manchester somit auf Balotelli verzichten müssen.

Carlos Tevez denkt über einen Rücktritt aus der argentinischen Nationalmannschaft nach. "Ich bin müde. Müde davon, immer um meinen Platz im Team kämpfen zu müssen. Ich weiß nicht, ob ich an der WM 2014 noch teilnehmen werde. Ich denke schon lange über einen Abschied nach - aber es ist einfacher, das zu sagen als es zu tun", sagte der 26-jährige Stürmer der englischen Zeitung "Daily Telegraph". Tevez steuerte zum 4:1-Sieg der Argentinier gegen Weltmeister Spanien in einem Test-Länderspiel am Dienstag einen Treffer bei, sagte aber: "Ich bin mehr wegen der anderen Leute und meiner Familie hier als für mich." Ob er die Ankündigung wahr machen und sich tatsächlich frühzeitig aus der Albiceleste verabschieden wird, weiß der Angreifer von Manchester City aber selbst noch nicht: "Ich weiß nicht, ob ich die Eier dazu habe."

Die italienische Serie A will ihren Clubs einen Sparkurs auferlegen. Die Liga-Verantwortlichen haben einen Acht-Punkte-Plan veröffentlicht, der den Vereinen als Basis für eine mittelfristige Reduzierung der Kosten dienen soll. Das von Ligachef Maurizio Beretta vorgestellte Konzept sieht vor, die Spielergehälter künftig stärker an die sportlichen Leistungen und an die Clubeinnahmen zu binden. Über das Modell sollen die Vereine am kommenden Montag bei einem Treffen in Rom abstimmen. Zuvor hatte Uefa-Präsident Michel Platini die italienischen Vereine aufgefordert, ihre Ausgabenpolitik zu überdenken. Der Franzose reagierte damit auf Berichte, wonach die Clubs in dieser Saison über eine Milliarde Euro an Spielgergehältern zahlen sollen.

Nach der zweiten Niederlage in der EM-Qualifikation will Bulgarien nun mit der Zahlung von zwei Millionen Euro einen neuen Trainer anlocken. Der Verband in Sofia wolle die Prämie als Belohnung zahlen, sollte das Nationalteam doch noch die Teilnahme an der Europameisterschaft 2012 schaffen. Das berichtete die Zeitung "24 Tschassa". Nationaltrainer Stanimir Stoilow hatte unmittelbar nach dem 0:1 gegen Montenegro am Dienstagabend in Sofia seinen Rücktritt erklärt.

met/dpa/rtr/sid

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