Hamburg - Manchester United ist englischer Meister. Dank eines 1:1 (0:1) am Samstag bei den Blackburn Rovers kann die Mannschaft von Trainer Alex Ferguson trotz noch eines ausstehenden Spieltags nicht mehr eingeholt werden. Es ist der 19. Titel für Manchester, damit ist der Club nun alleiniger Rekordmeister vor dem FC Liverpool (18 Meisterschaften).
"Momente wie diese sind eine Freude. Dieser Titel ist herausragend. Der Saisonbeginn verlief etwas schleppend, aber jetzt sind wir ein verdienter Meister", sagte Ryan Giggs, für den es die zwölfte Meisterschaft seiner Karriere ist.
Eine Woche nach dem vorentscheidenden 2:1-Sieg gegen Verfolger FC Chelsea sorgte Angreifer Wayne Rooney per Foulelfmeter für den Ausgleichstreffer (73. Minute). Brett Emerton hatte Blackburn in Führung gebracht (20.). "Ich wusste, dass ich treffe, das Tor habe ich für unsere Fans geschossen. Wir sind jetzt die erfolgreichste englische Mannschaft. Das ist eine ganz tolle Leistung", sagte Rooney.
Die Meisterschaft ist gerade für Trainer Alex Ferguson, der im November sein 25-jähriges Jubiläum bei ManUtd feiert, ein ganz besonderer Triumph. 1986 hatte er sich bei seinem Amtsantritt vorgenommen, den damals in England konkurrenzlosen FC Liverpool "von seinem verdammten Sockel zu stoßen". Nach dem Abpfiff gegen Blackburn umarmte er jeden Spieler ausgiebig.
Dem historischen Erfolg soll nun auch noch die europäische Krönung folgen. Nach dem souveränen Champions-League-Halbfinalsieg gegen Bundesligist Schalke 04 wartet auf Manchester nun der kürzlich gekürte spanische Meister FC Barcelona im Finale. Das Endspiel findet am 28. Mai in London statt.
Manchester City holt den FA-Cup
Einen Grund zum Feiern hatte auch Uniteds Lokalrivale Manchester City: Der Club gewann zum fünften Mal in seiner Vereinsgeschichte den FA-Cup. Gegen Stoke City mit dem deutschen Verteidiger Robert Huth siegte das Team von Trainer Roberto Mancini dank eines Treffers von Yaya Toure 1:0 (0:0). City hatte den FA-Cup zuletzt im Jahr 1969 gewonnen. "Wir haben ein kleines Stück Geschichte von Manchester City geschrieben", sagte Mancini.
Den französischen Pokal holte sich der OSC Lille. Im Finale setzte sich der Club 1:0 (0:0) gegen Paris St. Germain durch. Ludovic Obraniak erzielte den Siegtreffer im mit 77.000 Zuschauen ausverkauften Stade de France in Paris erst in der 89. Minute. Paris' Torhüter Gregory Coupet wehrte in der Schlussminute noch einen Foul-Elfmeter von Mathieu Debuchy ab. Lille, das die Liga anführt, hat nun beste Chancen auf das Double.
bka/dpa
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