Dresdner Vorbeck: Nicht zu stoppen
München - Ernüchterung bei 1860 München, Höhenflug bei Dynamo Dresden: Mit einem 2:1-Auswärtserfolg haben die Sachsen die Aufstiegsvorfreude bei den "Löwen" jäh beendet. Für Sechzig war es die erste Niederlage der Saison und im neuen Stadion.
Der 24-jährige Vorbeck, der im Sommer von Hansa Rostock ins nach Dresden gewechselt war, war vor allem in den ersten 45 Minuten nicht zu stoppen. Beim 1:0 in der 17. Minute dribbelte sich der Angreifer nacheinander an den Münchnern Daniel Baier, Thorben Hoffmann und Rodrigo Costa vorbei und krönte seinen Slalomlauf mit einem Schuss aus 16 Meter. Das zweite Tor erzielte Vorbeck per Kopf und liegt nun mit vier Treffern an der Spitze der Torjägerliste. Darüber hinaus traf er noch das Lattenkreuz.
Der Anschlusstreffer von Matthias Lehmann durch einen unberechtigten Foulelfmeter kam für München, das die erste Saisonniederlage hinnehmen musste, zu spät. Wegen Meckerns sah Dresdens Mariusz Kukielka noch die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Manuel Gräfe.
In der zweiten Hälfte versuchten die Münchner alles, Trainer Reiner Maurer nahm den gegen Vorbeck überforderten Abwehrspieler Hoffmann vom Platz, der in der 19. Minute nach einer Notbremse eigentlich Rot von Referee Gräfe hätte sehen müssen. Als Ersatz kam Lukas Szukala. Doch Dresden, das zwischen 1991 und 1995 in der Bundesliga spielte und danach bis in die Oberliga abstüzte, kontrollierte das Spiel souverän und überzeugte mit einer klugen Taktik, die auf Konterspiel ausgelegt war.
Bei den Gastgeber konnten noch Baier und Nemanja Vucicevic gefallen. Neben dem überragenden Vorbeck gefiel bei Dresden vor allem Innenverteidiger Volker Oppitz.
Aachen schießt sich an die Tabellenführung
Der 1. FC Saabrücken kommt dagegen nicht voran. Im ersten Spiel unter der Leitung des neuen Trainer Bommer verloren die Saarländer beim Aufstiegsaspiranten Alemannia Aachen mit 0:4 (0:1) Toren und warten damit nach dem vierten Spieltag bei 0:16 Toren immer noch auf den ersten Punkt. Die Aachener verbuchten dagegen den dritten Sieg in Serie und übernahmen zumindest bis Sonntag die Tabellenführung.
Vor 20.478 Zuschauern im Aachener Tivoli schossen Sascha Rösler (12.), der damit in jedem der vier Saisonspiele erfolgreich war, Abwehrspieler Thomas Stehle (48.), der überragende Jan Schlaudraff (56.) und Emil Noll (89.) den nie gefährdeten Erfolg der Gastgeber heraus.
Im ersten Durchgang präsentierten die Saarländer zumindest kämpferisch verbessert gegenüber den desolaten Auftritten beim 0:4 gegen Bochum, beim 0:5 in Paderborn sowie dem 0: 3 gegen Siegen. Das 0:2 kurz nach der Pause brach jedoch die Moral, und Aachen legte umgehend nach.
Neben Schlaudraff überzeugte bei der Alemannia vor allem Sergio Pinto, der die ersten beiden Treffer jeweils mit Freistößen einleitete. Auf Seiten der Gäste hinterließen Torhüter Marc Ziegler sowie der Franzose Aimen Demai noch den stärksten Eindruck.
Derweil konnte Wacker Burghausen seine "schwarze" Heimserie auch im Bayern-Derby gegen die SpVgg Unterhaching nicht beenden. Die Mannschaft von Trainer Markus Schupp kam gegen die Münchner Vorstädter nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und wartet damit seit mittlerweile sechs Spielen auf einen Erfolg in der Wacker-Arena.
Nach einem schweren Patzer von Burghausens Schlussmann Uwe Gospodarek, der einen Eckball von Thomas Sobotzik unbedrängt fallen ließ, brachte Stefan Buck die Gäste in der 41. Minute in Front. Nico Herzig gelang der Ausgleich in der 65. Minute.
Alemannia Aachen - 1. FC Saarbrücken 4:0 (1:0)
1:0 Rösler (12.)
2:0 Stehle (48.)
3:0 Schlaudraff (56.)
4:0 Noll (89.)
Aachen: Nicht - Heidrich, Stehle, Klitzpera, Noll - Plaßhenrich, Pinto (68. Sukalo) - Rösler - Reghecampf, Meijer (73. Ebbers), Schlaudraff (73. Bruns). - Trainer: Hecking
Saarbrücken: Ziegler - Nsaliwa (58. Laping), Haastrup, Adiele, Pelzer - Demai, Rozgonyi, Nehrbauer - Hagner, Hadji - Bencik (62. Örtülü). - Trainer: Bommer
Zuschauer: 20.478
Schiedsrichter: Anklam (Hamburg)
Gelbe Karte: Schlaudraff (2)
Wacker Burghausen - SpVgg Unterhaching 1:1 (0:1)
0:1 Buck (41.)
1:1 Nico Herzig (65.)
Burghausen: Gospodarek - Forkel, Nico Herzig, Jeknic - Wiesinger (60. Kneißl), Bonimeier, Oliver Fink, Oslislo (46. Schmidt) - Burkhardt - Krejci, Kazior (46. Bogavac). - Trainer: Schupp
Unterhaching: Heerwagen - Thomik, Aygün (76. Omodiagbe), Buck, Tavcar - Sträßer, Sobotzik, Stevic, Ghigani (58. Custos), N'Diaye (73. Maric) - Teinert. - Trainer: Deutinger
Zuschauer: 5300
Schiedsrichter: Stachowiak (Duisburg)
Gelbe Karten: Burkhardt (2), Jeknic - Ghigani (2), N'Diaye
1860 München - Dynamo Dresden 1:2 (0:2)
0:1 Vorbeck (17.)
0:2 Vorbeck (29.)
1:2 Lehmann (81., Foulelfmeter)
München: Ochs - Lamotte (61. Kolomaznik), Costa, Hoffmann (46.
Szukala), Schäfer - Vucicevic, Baier, Lehmann, Milchraum -
Reisinger, Krontiris. - Trainer: Maurer
Dresden: Kresic - Langen, Oppitz, Kukielka, Cagara - Brinkmann
(85. Stanic), Beuchel, Oswald, Fröhlich - Vorbeck (83. Wawrzyczek),
Kennedy. - Trainer: Franke
Zuschauer: 66.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Gelb-Rote Karte: Kukielka wegen Meckerns (82.)
Gelbe Karten: Costa (2), Hoffmann - Beuchel (2), Vorbeck
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