Hamburg - Einen Tag nach Borussia Mönchengladbach hat der nächste Traditionsverein aus der Bundesliga seine Trainersuche erfolgreich abgeschlossen. Michael Skibbe tritt bei Eintracht Frankfurt die Nachfolge von Friedhelm Funkel an. Das gab der Club am Donnerstagabend bekannt. Die offiziellen Präsentation des 43-Jährigen soll am Freitag stattfinden. Damit sind in der Ersten Bundesliga nur noch der Hamburger SV und der 1. FC Köln auf der Suche nach einem neuen Chefcoach.

Trainer Skibbe (Archiv): Zurück in der Bundesliga
Nach einem Engagement beim Deutschen Fußball-Bund, wo er bei der Nationalmannschaft Assistent von Teamchef Rudi Völler war, trainierte er von 2005 bis 2008 Bayer Leverkusen und erreichte zweimal den fünften Platz.
Bei Bayer wurde er, nachdem er mit dem Werksclub den Einzug in den Uefa-Cup verpasst hatte, im Sommer 2008 entlassen. Anschließend wechselte Skibbe in die Türkei zu Galatasaray Istanbul. Sein Engagement beim türkischen Meister dauerte allerdings nur 257 Tage. Am 23. Februar wurde er nach einem 2:5-Heimdebakel gegen den Tabellenvorletzten Kocaelispor gefeuert. "Ich habe es schon kommen sehen", hatte Skibbe seinerzeit die Entlassung kommentiert: "Ich bin selbst gekränkt, dass ich das gesteckte Ziel mit der Mannschaft nicht erreicht habe."
Sein Vorgänger Funkel hatte wenige Tage vor dem Saisonende erklärt, die Eintracht trotz eines noch ein Jahr laufenden Vertrages zu verlassen. Wegen der enttäuschend verlaufenen Spielzeit, in der die Hessen nie aus der unteren Tabellenhälfte herausgekommen waren und meist wenig attraktiven Fußball geboten hatten, war der Unmut bei den Fans und im Aufsichtsrat des Vereins immer größer geworden. Gegen Ende der Ära Funkel war auch Vorstandsboss Heribert Bruchhagen von dem Coach abgerückt, mit dem er insgesamt fast fünf Jahre erfolgreich zusammengearbeitet hatte.
Skibbe wird seinen Dienst in Frankfurt beim Trainingsstart am 29. Juni antreten.
fsc/sid/dpa
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