Nach Fan-Ausschreitungen: Köln muss zahlen und auf Zuschauer verzichten

Der 1. FC Köln hat das neuerliche Urteil des DFB-Sportgerichts nach den Fan-Ausschreitungen gegen Bayern München akzeptiert und muss nun 40.000 Euro Strafe zahlen. Zudem dürfen für die erste Saisonbegegnung mit dem SV Sandhausen nur 22.500 Karten an eigene Zuschauer verkauft werden.

Köln-Anhänger: Im Spiel gegen Bayern Rauchbomben gezündet Zur Großansicht
DPA

Köln-Anhänger: Im Spiel gegen Bayern Rauchbomben gezündet

Hamburg - Der 1. FC Köln darf für das erste Saison-Heimspiel gegen Aufsteiger SV Sandhausen am 10. August nur 22.500 Karten an eigene Anhänger und 5000 Tickets an Gästefans verkaufen. Außerdem muss der Zweitligist 40.000 Euro Geldstrafe zahlen und den gleichen Betrag für Sozialprojekte zur Gewaltprävention aufwenden. Dieses Urteil fällte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Mittwoch.

Kölner Fans hatten im letzten Bundesliga-Heimspiel gegen Bayern München am 5. Mai kurz vor dem Abpfiff Rauchpulver auf der Tribüne entzündet. Nach Abpfiff waren Kölner Anhänger zudem aufs Spielfeld gestürmt - für das DFB-Sportgericht ein klarer Fall von "unsportlichem Verhalten". Zudem befand es, dass die Sicherheitsmaßnahmen des Kölner Ordnungsdienstes nicht ausgereicht hätten.

Es ist bereits das zweite Urteil des Sportgerichts: Gegen die ursprüngliche Strafe von 50.000 Euro und einer Begrenzung auf 20.000 Zuschauer hatte der FC Köln Protest erhoben. Das neuerliche Urteil akzeptierte der Club jedoch.

"Mit dieser Entscheidung sind wir in der Lage, annähernd allen Dauerkarteninhabern einen Sitzplatz anzubieten", sagte Claus Horstmann, Vorsitzender der FC-Geschäftsführung. Die Karten müssen personalisiert und dürfen ausschließlich im Vorverkauf abgegeben werden. Darüber hinaus bleibt ein Stehplatzbereich komplett geschlossen.

Wenngleich der Club das Urteil diesmal hinnimmt, will Horstmann "auf politischer Ebene für neue Denkansätze in diesem Zusammenhang werben." Dass Vereine auch dann mit Strafen belegt würden, wenn ihnen ein funktionierendes Sicherheitskonzept attestiert wird, halte die Clubführung für problematisch, sagte der FC-Chef.

psk/dpa/sid

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Fussball als Spiegel der Gesellschaft
pewibe 11.07.2012
*lach die DFL passt sich Maßlos an die Europolitik Deutschlands an. Volksverdummung potenziert!!! Köln verkauft gegen Sandhausen vermutlich sowieso nur unwesentlich mehr Tickets unter "normalen" Bedingungen und Sandhausen??? Die haben selten mehr als 3,500 Zuschauer zu Hause... Noch Fragen? Diese Republik ist an Speichelleckertum einfach nicht mehr zu überbieten und wird noch das Ernten was sie verdient... Demnächst zahlen wir noch das Regierungsgehalt von Silvio Berlusconi in Italien, das ist besser als Comedy
2. optional
Otoshi 12.07.2012
Die sollten lieber den Verkauf von Alkohol fuer drei Spiele verbieten, dann haben diese Spinner sofort einen grossen Til der Fans gegen sich.
3. Regierungsgehalt von Berlusconi?
sack_reis 12.07.2012
Da ist wohl jemandem der Regierungswechsel vor einigen Monaten entgangen? Wahrscheinlich immer nur Fußball geschaut... :-)
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