Niederlage gegen Frankfurt Kölner Schiedsrichterfrust geht weiter

Fünftes Spiel, fünfte Pleite: Der FC Köln bleibt das Schlusslicht der Bundesliga. Bei der Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt gab es erneut Ärger mit dem Schiedsrichter.

Kölns Torwart Timo Horn und Schiedsrichter Martin Petersen diskutieren den Elfmeter
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Kölns Torwart Timo Horn und Schiedsrichter Martin Petersen diskutieren den Elfmeter


Köln und die neue Bundesligasaison - das passt auch am fünften Spieltag nicht zusammen. Der FC ist nach der 0:1 (0:1)-Niederlage im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter Ligaletzter. Das Tor des Tages erzielte Sébastian Haller durch einen fragwürdigen Elfmeter (21. Minute).

Nach dem Ärger über den Videobeweis im Spiel gegen Borussia Dortmund musste Köln die nächste bittere Entscheidung hinnehmen. In der 21. Minute gab Schiedsrichter Martin Petersen nach einem leichten Kontakt zwischen Torwart Timo Horn und Mijat Gacinovic einen Elfmeter. Es war ein umstrittener Pfiff des Bundesliga-Debütanten. Da aber keine eindeutige Fehlentscheidung vorlag, kam der Videoassistent nicht zum Einsatz. Den fälligen Strafstoß verwandelte Haller dann sicher.

Elf Minuten später: erneute Diskussionen, diesmal auf der anderen Seite. Köln forderte nach einem Stoß von Frankfurts Simon Falette gegen Leonardo Bittencourt Elfmeter - doch Referee Petersen ließ das Spiel weiterlaufen. Die Proteste der Kölner waren nachvollziehbar, blieben aber erfolglos, der Videoschiedsrichter korrigierte die Entscheidung nicht. Mit dem 0:1 ging es in die Pause.

Kölns Manager Jörg Schmatke und Trainer Peter Stöger protestierten gegen die Entscheidungen
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Kölns Manager Jörg Schmatke und Trainer Peter Stöger protestierten gegen die Entscheidungen

Abseits dieser Aufreger gab es nur wenige Höhepunkte. Simon Zoller vergab aus wenigen Metern Kölns beste Chance (27.) der ersten Hälfte. In den zweiten 45 Minuten wurde es nicht besser. Der FC entwickelte - bis auf eine Großchance von Yuya Osako, der freistehend über das Tor schoss (78.) - zu wenig Torgefahr und wirkte nervös. Jhon Córdoba, Nachfolger von Torjäger Anthony Modeste, muss weiter auf seinen ersten Ligatreffer für den Vorjahresfünften warten. Die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis bekommt der Stürmer am Sonntag gegen Hannover 96 (15.30 Uhr).

Mit einem besseren Gefühl reist Frankfurt zu seinem kommenden Gegner nach Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr, alle Partien im Liveticker von SPIEGEL ONLINE). Gegen Köln geriet der Klub nach seinem Führungstreffer kaum in Bedrängnis und verteidigte geschickt - gute Möglichkeiten erspielte sich aber auch die Mannschaft von Niko Kovac nicht. Am Ende blieb es beim knappen Frankfurter Auswärtssieg. Der Klub ist vor den Abendspielen des fünften Spieltags vorübergehend Neunter mit sieben Punkten.

FC Köln - Eintracht Frankfurt 0:1 (0:1)
0:1 Haller (21./Elfmeter)
Köln: Timo Horn - Sörensen (60. Klünter), Maroh, Heintz, Rausch - Höger (60. Jojic), Lehmann - Zoller (46. Risse), Osako, Bittencourt - Córdoba
Frankfurt: Hradecky - Abraham, Hasebe, Falette - Chandler, Fernandes, Tawatha - Gacinovic (90.+1 Russ), Rebic (67. de Guzman) - Kevin-Prince Boateng (74. Wolf), Haller
Schiedsrichter: Martin Petersen
Gelbe Karte: Lehmann, Rausch - Tawatha
Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)

jan



insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
tmhamacher1 20.09.2017
1. Absurder Schwachsinn!
Weil der Videoschiedsrichter in Dortmund falsch und oft eingriff und Köln sich dagegen beschwerte, griff er diesmal nicht ein - beide Male zum Nachteil des FC! So etwas kann einem schon gewaltig auf den Kittel gehen!
Zündkerze 20.09.2017
2. unberechtigte Elfer gibt es seit
es diese Fußballregel gibt. Ohne Videoassistent wäre genau so entschieden worden. Herr Schmatke und Herr Stöger sollten sich lieber fragen, wer beim FC Köln die restlichen Spiele noch technisch in der Lage ist, Tore zu schießen. Genug Zeit gab es ja noch, heute zumindest den Ausgleich zu erzielen. Der FC gehört in die 2te Liga, da gibt es keinen Zweifel. So wie in der 2ten Liga derzeit gespielt wird, würde selbst der FC Köln Probleme haben sich in der oberen Hälfte zu behaupten.
zieglerm 20.09.2017
3. Das muss man auch als Frankfurter zugeben
Die Entscheidungen hätten anders ausgehen können. Keine Chancen für die Eintracht stimmt allerdings nicht. Gacinovic kam frei vorm Tor an den Ball und vergab. Es gab mehrere gute Kopfballchancen, aber die Eintracht hat leider aktuell auch keinen Goalgetter.
kopi4 20.09.2017
4.
Videobeweis entwickelt sich nicht nur aus Kölner Sicht mehr und mehr zum Videobesch..... Heute werden die Schiris mit dem Argument kommen das nicht eingegriffen werden mußte weil es keine eindeutige Situation war, Sonntag war es noch weniger eine und der Schiedsrichter durfte eingreifen...
Knosa 20.09.2017
5. Viele Köche verderben den Brei
Solange keine konkret und eng definierten Eingriffsmöglichkeiten festgelegt werden, schiebt man mit dem Videobeweis die Fehlentscheidung nur auf eine weitere Ebene. Ein Fußballspiel bei dem jede Strafraumszene erst vom Videoschiedsrichter begutachtet werden muss bevor weitergespielt wird, kann ich mir aber auch nicht vorstellen. Von daher: auf den Videobeweise verzichten und mit den Fehlentscheidungen des Schiedsrichters vor Ort leben.
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