14. Bundesliga-Spieltag Rekordmeister Bayern in Rekordzeit Herbstmeister

Der FC Bayern hat mit seinem Sieg beim SC Freiburg und der vorzeitigen Herbstmeisterschaft ein Ausrufezeichen vor dem Topduell mit Dortmund gesetzt. Besonders bitter für den BVB: Leverkusen rückte durch seinen Erfolg gegen Bremen vorbei auf Tabellenplatz zwei. Gladbach gewann gegen Wolfsburg.


Hamburg - Der FC Bayern hat sich mit einem 2:0 (1:0) gegen den SC Freiburg in Rekordzeit die Herbstmeisterschaft gesichert. Leverkusen siegte 4:1 (1:0) bei Werder Bremen, Stuttgart entschied das "Schwaben-Duell" mit dem FC Augsburg 2:1 (1:1) für sich. Borussia Mönchengladbach gewann gegen die Gäste aus Wolfsburg deutlich 2:0 (2:0). Hoffenheim verlor in Nürnberg 2:4 (1:2) Wie schon am Vortag blieben wegen des Stimmungsboykotts die Fans auf den Stadionrängen in den ersten zwölf Minuten nach Anpfiff still.

SC Freiburg - FC Bayern München 0:2 (0:1)

Nachdem die Bayern-Verfolger Dortmund, Schalke und Frankfurt einen Tag zuvor gepatzt hatten, wollten die Münchner ihre Chance auf den vorzeitigen Herbstmeister-Titel nutzen. Mit seinem Sieg beim SC Freiburg ist dem FC Bayern genau das gelungen, drei Spieltage vor der Winterpause führt er die Tabelle mit zehn Punkten Vorsprung (37 Punkte) auf Leverkusen an. Die zuletzt starken Freiburger begannen selbstbewusst. Doch durch einen von Thomas Müller verwandelten Handelfmeter (12. Minute) gingen die Münchner, die ohne den gelbbelasteten Bastian Schweinsteiger angereist waren, früh in Führung. Franck Ribéry vergab bei einem Konter in der 16. Minute die Möglichkeit zum 2:0, dann zog Schiedsrichter Florian Meyer nach einer Notbremse von Fallou Diagne an Xerdad Shaqiri die Rote Karte (18.).

Trotz Unterzahl präsentierte sich Freiburg lauffreudig und bot den Bayern nur wenig Räume. Die standen in der Defensive aber zu sicher, um einen Gegentreffer - etwa durch Daniel Caligiuri in der 63. Minute - zuzulassen. Anatolij Timoschtschuk verwandelte in der 79. Minute zudem einen Pass von Philipp Lahm zum 2:0-Endstand.

Werder Bremen - Bayer Leverkusen 1:4 (0:1)

Den Münchnern in die Karten hat auch Bayer Leverkusen gespielt. Durch den Erfolg in Bremen ist der Club an Dortmund vorbei auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt (27 Punkte). Bayer startete abgeklärt in die Partie, hatte zunächst deutlich mehr Ballbesitz und kontrollierte das Geschehen. Nationalspieler André Schürrle sorgte nach einem Fehlpass von Werder-Kapitän Aaron Hunt erstmals für Gefahr (8.). Die nächsten Chancen gingen durch Niclas Füllkrug und Kevin De Bruyne an Werder, den ersten Treffer erzielte dann aber Leverkusens Gonzalo Castro nach einer guten halben Stunde (31.). Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit startete Leverkusen nach Wiederanpfiff richtig durch. Erst traf Castro zum 2:0 (52.), nur zwei Minuten später gelang Nils Petersen der schnelle Anschlusstreffer. Die Partie nahm weiter an Fahrt auf - zugunsten der Gäste. Simon Rolfes erhöhte in der 74. Minute zum 3:1, bevor Jens Hegeler nach einem Ballverlust von Aaron Hunt das vorentscheidende Tor für Bayer schoss (79.).

Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg 2:0 (2:0)

Borussia Mönchengladbach ist nach zwei Heimspielen ohne Sieg der Befreiungsschlag gelungen. Rund 39.000 Zuschauer sahen zunächst eine dominierende Wolfsburger Mannschaft. Doch dann traf Juan Arango in der elften Minute mit einem Traumtor überraschend zur Führung. Danach spielten die Gastgeber etwas selbstbewusster, Tony Jantschke erhöhte kurz vor der Pause (44.). Auch in der zweiten Halbzeit blieb Gladbach effektiv: Trotz weniger Ballbesitz und nahezu ohne Offensivaktionen schaffte es das Team von Lucien Favre, den Vorsprung von zwei Toren über die Zeit zu retten.

VfB Stuttgart - FC Augsburg 2:1 (1:1)

Schlusslicht FC Augsburg hat es beim VfB Stuttgart verpasst, einen erlösenden Punkt einzufahren. In einer mittelmäßigen und verregneten Partie hatte der frühere Augsburger Ibrahima Traoré die erste Chance - und schoss sogleich das erste Tor der Spiels (11.). Ja-Cheol Koo glich in der 44. Minute für die Gäste aus. Die Stuttgarter dominierten das Geschehen zwar, wirkten aber antriebs- und ideenlos. Augsburg indes zeigte sich defensiv unsicher und fand in der Offensive kaum statt. Das Mittelfeld wurde auf beiden Seiten meist mit langen Pässen überbrückt, Tormöglichkeiten blieben so Mangelware. Erst in der 69. Minute gelang Verdad Ibisevic nach einem Freistoß von Traoré das Siegtor.

1. FC Nürnberg - TSG 1899 Hoffenheim 4:2 (2:1)

Die Lage für 1899 Hoffenheim und Trainer Markus Babbel wird immer prekärer. Der Club musste durch die Pleite beim 1. FC Nürnberg einen neuen Rückschlag im Abstiegskampf verkraften. Hiroshi Kiyotake (6./86.), Per Nilsson (43.) und Sebastian Polter (69.) machten den zweiten Heimsieg der Nürnberger perfekt. Sven Schipplock und Sejad Salihovic per Handelfmeter (81.) trafen für die Gäste. Denen gehörte zunächst die erste Szene: Nach einem schnellen Konter verzog Kevin Volland (5.). Doch schnell kam Nürnberg ins Spiel, Hoffenheim bewies hingegen einmal mehr die Anfälligkeit in der Defensive bei gegnerischen Standards.

psk



insgesamt 76 Beiträge
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Seite 1
Jones 28.11.2012
1. Titelkandidaten
Wahrscheinlich ist Leverkusen dieses Jahr der größte Bayern Verfolger! Aber das hängt vermutlich damit zusammen, dass die Dortmunder in Championsleague alles geben und die Liga vernachlässigen.
mezzman 28.11.2012
2. Herbstmeister!
Glückwunsch Bayern. Als Geschenk an die Fans gibt es am Samstag hoffentlich einen berauschenden Sieg.
rainman_2 28.11.2012
3.
Zitat von mezzmanGlückwunsch Bayern. Als Geschenk an die Fans gibt es am Samstag hoffentlich einen berauschenden Sieg.
Ein tolles Spiel mit offenem Ausgang wäre mir lieber.
rangifer 28.11.2012
4.
Zitat von JonesWahrscheinlich ist Leverkusen dieses Jahr der größte Bayern Verfolger! Aber das hängt vermutlich damit zusammen, dass die Dortmunder in Championsleague alles geben und die Liga vernachlässigen.
Vielleicht hat sich Klopps motivationsgelaber endlich abgenutzt?
gerhardjweb 28.11.2012
5. Zehn Freiburger besser als der FC Bayern
Seit fünf Jahrzehnten bin ich Bayern Fan aber heute haben mich meine Jungs wie schon gegen Nürnberg enttäuscht. Es fehlte Laufbereitschaft, Kreativität und Herz. Es war teilweise sehr arrogant. Bitte sowas nicht häufiger. Trotzdem ist die Herbstmeisterschaft mehr als verdient.
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