Fußball-Zweitligist: 1860 verlängert mit Trainer Schmidt und Sportchef Hinterberger

Das wird Hasan Ismaik gar nicht gefallen: 1860 München hat mit Trainer Alexander Schmidt und Sportchef Florian Hinterberger verlängert. Dabei hatte sich der jordanische Investor zuletzt vehement gegen eine weitere Zusammenarbeit mit den beiden ausgesprochen. Nun kündigte er Konsequenzen an.

1860-Trainer Schmidt: Eine weitere Saison in München Zur Großansicht
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1860-Trainer Schmidt: Eine weitere Saison in München

Hamburg - Die Beziehung zwischen Geldgeber Hasan Ismaik und 1860 München wird vor eine weitere Belastungsprobe gestellt. Trotz wiederholter öffentlicher Kritik von Seiten des Investors möchte der Fußball-Zweitligist die kommende Saison mit Sportdirektor Florian Hinterberger und Trainer Alexander Schmidt angehen. "Mit dieser Entscheidung gehen wir unseren vernünftigen Weg konsequent weiter", wird "Löwen"-Geschäftsführer Robert Schäfer auf der Vereins-Homepage zitiert.

"Einmal Löwe, immer Löwe", sagte Florian Hinterberger: "Ich war hier Spieler, bin hier aufgestiegen und habe schon als Trainer gearbeitet. Sportchef bin ich jetzt seit über zwei Spielzeiten. Ich kenne den Verein von allen Seiten." Seit Mai 2011 ist der 54-Jährige für die sportliche Leitung der 1860-Profis verantwortlich, Schmidt ist seit November 2012 Cheftrainer des Lizenzkaders.

Mit den Vertragsverlängerungen setzt der Club demonstrativ auf einen Konfrontationskurs zum Jordanier Ismaik, der sich zuletzt deutlich für die Ablösung von Hinterberger ausgesprochen und einen Strategiewechsel gefordert hatte.

Der Jordanier ließ nach den Vertragsverlängerungen über seinen Anwalt Michael Scheele verlauten: "Er bittet nachhaltig zu verstehen und zu akzeptieren, dass die nun unweigerlich auf die Vereinsführung zukommenden Konsequenzen ausschließlich von der Vereinsführung zu verantworten sind." Er halte das Handeln des Vereins für eine "überflüssige Provokation", hieß es. "Es dürfte nicht weiter verwundern, wenn dies schwerwiegende Konsequenzen zum Nachteil des Vereins provoziert."

Ismaik hatte den Traditionsverein vor zwei Jahren mit seinem millionenschweren Einstieg vor einer Insolvenz bewahrt, seit einiger Zeit erhält die Verbindung jedoch immer mehr Risse. Nachdem der Zweitligist die im Rahmen eines Dreijahresplanes verabredeten Millionenbeträge einfordert hatte, schaltete der Jordanier eine Münchner Anwaltskanzlei ein.

psk/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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1. Wer mit dem Affen
bikersplace 16.04.2013
Zitat von sysopDas wird Hasan Ismaik gar nicht gefallen:
knutschen will, darf sich nicht wundern wenn er nach Banane schmeckt. Das hätte den Löwen von Anfang an klar sein müssen, dass der Jordanier nicht hilft wiel er ein "alter 60er" ist sondern der will langfristig Kohle sehen.... Und so wie sich die Löwen verhalten wird das wohl ein Verlustgeschäft....
2. Frechheit
traurigewelt 16.04.2013
Es ist eine absolute Frechheit, dass man aus trotz mit den beiden verlängert. Hinterberger hat in 4 Transferperioden 3 wirklich Gute Spieler in den Verein gebracht. Und dagegenstehend waren 3 Totale und x weitere Flops. Dazu hat er es in 2 Jahren nicht geschafft zu erkennen, dass dem Team ein kreativer 8er fehlt. Schmidt hat bisher mit der ersten mannschaft keine Topleistungen gezeigt(unentschieden gegen Regensburg und dresden, etc) Dazu ist seit er bei den Profis ist die zweite Mannschaft wesentlich besser geworden und an die Spitze der Regionallig gestürmt. Hoffentlich schafft Ismaik es, dass diese ganzen unfähigen Pflaumen sich schnell verabschieden müssen. Er ist der einzige, der Professionalität bei 1860 einführen will.
3. Unterste Schublade.
Delphianer 16.04.2013
Unterste Schublade. Der Verein taugt nur noch zum Fremdschämen. Ich nehme mal an, die Jungs in Giesing wollen für sich persönlich noch so viele Gehälter rausholen wie möglich, und das ist es. Ob der Verein am Ende untergeht interessiert da scheinbar keinen. Ismaik empfehle ich Geld abschreiben und den Verein verhungern lassen. Die Fans tun mir leid. Auch wenn ich ein Roter bin, habe ich immer auch ein positives Auge für den TSV 1860 gehabt. Nur, der letzte Respekt ist jetzt dahin. Meinetzwegen gibt’s bald wieder packende Nachbarschaftsduelle für die 60er – mit den Blausternen vom FC Wacker.
4. Aussteigen
Bee1976 16.04.2013
der freundliche Jordanier sollte sich einfach komplett aus 1860 zurückziehen. Den Mann der sie gerettet hat, jetzt vor den Koffer zu scheixxen zeugt nicht gerade von Weitsicht bei den 60ern. Was haben sie denn erwartet ? Das Ismaik den braven Gebe-August markiert und Millionen um Millionen in einen desolat geführten Verein pumpt ohne sich einzumischen wofür sein Geld verwendet wird ? Geld rausziehen und nen besseren Verein suchen, die 60er halten ohne Investor eh nicht lange durch und sind dann bald weg.
5. Da passt nix
Kalle Bond 16.04.2013
Die 60er sind wohl reichlich verblendet gewesen - superreicher Investor aus dem Mittleren Osten (Öl, Kohle ohne Ende). Stattdessen ein unleidiger Geselle, der nichts für sein Geld geboten bekommt. Außerdem nörgelt der nur rum und will den Trainer nicht. Erst schickt er Eriksson, dann den Ägyptischen Nationaltrainer als internen Aufpasser. Da passt nix zusammen. Wacht auf, wenn ihr noch einen Funken Verstand habt und sucht euch schleunigst einen seriösen Sponsor. Ach so, die laufen den 60ern nicht nach :( Tja, Hep, anfangen zu arbeiten.
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