Bundesliga Hoffenheim gewinnt in letzter Minute

Alles hatte schon mit einem torlosen Unentschieden gerechnet, dann gelang Hoffenheim doch noch der Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Das Team von Julian Nagelsmann springt damit auf Platz drei der Tabelle.

Pavel Kaderabek und Bastian Oczipka
DPA

Pavel Kaderabek und Bastian Oczipka


Eintracht Frankfurt gehört zu den Mannschaften, für die das Attribut "unangenehm zu bespielen" offenbar erfunden wurde. Am Dienstag musste dies erst Borussia Mönchengladbach erkennen, als sich die Mannschaft im Pokal-Halbfinale die Zähne an der Eintracht ausbiss. Und auch 1899 Hoffenheim schien gegen die Eintracht im Sonntagspiel der Bundesliga nicht über ein 0:0 hinauszukommen.

Kurz vor dem Ende der Partie war das Eintracht-Bollwerk dann aber geknackt. Benjamin Hübner köpfte die Sinsheimer in der 90. Minute nach einem Eckball zum 1:0-Erfolg.

Es war ein mühsames Spiel für alle Beteiligten in Sinsheim, Spieler und Zuschauer. Die Hoffenheimer rannten fast ununterbrochen an und sich genauso oft fest. Frankfurt verteidigte geschickt unter weitgehendem Verzicht auf Offensivaktionen. Und die Gastgeber, die schon die sechs zuvorigen Heimspiele allesamt gewonnen hatten, taten sich damit extrem schwer.

Die beste Torgelegenheit in der ersten Hälfte hatte noch Hoffenheims Nadiem Amiri, der nach einer halben Stunde eine Flanke an den Pfosten beförderte. Da hatten die Frankfurter, die ansonsten sehr sicher standen, einmal Glück. Sonst jedoch passierte herzlich wenig.

An diesem Bild änderte sich auch in der zweiten Halbzeit kaum etwas. Frankfurt wurde etwas mutiger und hätte sich fast mit einem Tor durch den Ex-Hoffenheimer David Abraham belohnt - Schiedsrichter Günther Perl erkannte allerdings eine Abseitsposition, der Treffer zählte zurecht nicht.

Auf der Gegenseite immer das gleiche Bild: Hoffenheim dominant bis zum Strafraum, weiter kamen Sandro Wagner und Co. nicht mehr. Als alle schon mit einem Remis gerechnet hatten, verwandelte Verteidiger Hübner doch noch einen Eckball zum glücklichen Sieg.

Mit dem 1:0 hat sich das Team eine gute Ausgangsposition für das wichtige Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund, dem direkten Konkurrenten um den Champions League-Platz drei, geschaffen. Beide Teams treffen in der kommenden Woche in Dortmund aufeinander.

1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)
Tore:
1:0 Hübner (90. Minute)
Hoffenheim: Baumann - Süle, Vogt, Hübner - Kaderabek, Demirbay, Rudy, Amiri (74. Rupp), Zuber - Wagner, Kramaric (62. Uth).
Frankfurt: Hradecky - Hector, Abraham, Russ - Chandler, Varela, Stendera (79. Blum), Oczipka - Fabian - Seferovic (82. Rebic), Barkok
Schiedsrichter: Perl
Zuschauer: 30.000



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
dieter 4711 01.05.2017
1. Arme Eintracht
Arme Eintracht, mir tut es entsetzlich leid, dass sie in der 90. Minute noch ein Tor kassierte. Sie hätte mehr stürmen müssen, ein Stürmer muß her.
sylkeheimlich 01.05.2017
2.
Ich hätte der SGE den einen Punkt gegönnt und hoffe, dass Dortmund gegen Hoffenheim gewinnt!
vinhoverde 01.05.2017
3. Endspiel um Platz 3 ?
Ich bin auch gespannt wer da am Ende die Nase vorne hat, gönnen würde ich es den Hoffenheimern, da ich die Chancen für die BVB AG in der CL-Quali höher bewerte.
bayernpeppi 01.05.2017
4. BVB muss?
Warum ? Ist doch logisch das alle Deutschen ausser natürlich den BvB fans ... Der TSG ganz ganz doll die Daumen drücken... das sie am Samstag im Ruhrpott gewinnen in der Bundesliga gönne ich dem von uns so gehassten BVB null Komma null ... Am liebsten Abstieg Aber international drücke ich selbst dem BvB die Daumen Der BvB hat 1. Internationale Erfahrung ..2.. Den besseren Kader ... Die Vereinsführung kennt sich bestens aus ... Und der BvB wäre in der Championslige gesetzt und würde einen wesentlich leichteren Gegner bekommen ( hat auch einen höheren Quotienten) als Hoffe
dreiimweckla 01.05.2017
5. @bayernpeppi
Zitat: " ... in der Bundesliga gönne ich dem von uns so gehassten BVB null Komma null...". Mal abgesehen davon, dass Hass nie ein guter Ratgeber und Lebensbegleiter ist, hat ihr Verein ja dafür zum wiederholten Male im DFB-Pokal schmerzhaft gönnen lernen müssen ... Herzlichen Dank dafür nochmals und Glückwunsch zur Meisterschaft! Wie war die Sause ? Man hört ja ganz erstaunliche Dinge aus Wolfsburg, da wurde doch anscheinend auf die Stelle ein ganzer Kasten Bier organisiert ... Mal abwarten, ob der BVB in einem Monat diesen Ausbund an Überschwang toppen kann. Wird 'ne harte Nuss ...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.