Zweite Liga Traumtor nach 25 Sekunden - Union gewinnt Spitzenspiel gegen Köln

Mit bekannten Namen hatte sich Köln verstärkt, um auch wirklich den Bundesliga-Aufstieg zu schaffen. Der Start ins neue Jahr misslang aber gründlich. In Berlin kassierte der FC eine Pleite - und ein Fallrückziehertor.

Unions Marcel Hartel
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Unions Marcel Hartel


Aufstiegs-Mitfavorit 1. FC Köln ist in seinem ersten Pflichtspiel des Jahres bei Union Berlin gestrauchelt. Das Team von Trainer Markus Anfang unterlag in der 2. Bundesliga 0:2 (0:2) und bleibt in der Tabelle als Zweiter (36 Punkte) vier Punkte hinter dem Hamburger SV zurück. Union rückte durch den siebten Heimsieg der Saison am punktgleichen FC St. Pauli (34) vorbei auf Rang drei, der am Saisonende die Aufstiegs-Relegation bringt.

"Wir sind schlecht reingekommen und kriegen mit der nächsten Aktion das zweite Tor", sagte FC-Trainer Markus Anfang bei Sky. Köln war mit zwei prominenten Zugängen gestartet: Der aus Bremen gekommene Florian Kainz begann auf dem linken Flügel, Johannes Geis, vom FC Schalke verpflichtet, spielte im Mittelfeldzentrum. Nicht dabei: Stürmer Anthony Modeste, für den keine Spielberechtigung vorliegt. Man rechne damit, den 30-Jährigen in zwei Wochen einsetzen zu können, sagte FC Geschäftsführer Alexander Wehrle bei Sky.

Nach den Eindrücken vom Abend könnte Köln Modeste gut gebrauchen. Nach Vorarbeit von Suleiman Abdullahi traf Unions Marcel Hartel per Fallrückzieher zum 1:0. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade erst 25 Sekunden gespielt. Im Training versuche er solche Kunstschüsse gerne, sagte Hartel nach der Partie: "Heute hat das perfekt geklappt." Der 23-Jährige hatte bis zum Sommer 2017 in Köln gespielt. Wohl deshalb verzichtete er nach seinem Treffer auf Jubelposen.

Unions Verteidiger Florian Hübner legte per Kopf nach Freistoß-Flanke von Kapitän Christopher Trimmel zum 2:0 nach (30. Minute). Zwischendurch dominierten die Gäste deutlich, konnten aus über 70 Prozent Ballbesitz aber keinen zählbaren Nutzen ziehen.

Gelegenheiten für Köln vergaben unter anderem Dominick Drexler (22./45.) und der Ex-Berliner Simon Terodde (41.). Nach Gelb-Rot für Unions Ken Reichel (66.) spielte der FC lange in Überzahl, doch an der Berliner Defensive kam er kaum noch vorbei.

mon/dpa/sid



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
gekreuzigt 01.02.2019
1.
Es wird für den Waldverein am Ende der Saison wieder nicht reichen. Aber baut mal trotzdem schön euer Stadion aus. Größenwahn kommt vor dem Fall.
kajoter 01.02.2019
2.
Ich hätte nie gedacht, dass der HSV jemals mit 4 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze stehen würde.. In der 1. Liga taten sie sich gerade gegen die schwächeren Gegner immer schwer, so dass ich ein Durchreichen zur 3. Liga nicht für ausgeschlossen hielt. Aber nun sieht die Angelegenheit ja schon ganz gut aus. Noch ....
Sal.Paradies 01.02.2019
3. Und was genau
Zitat von gekreuzigtEs wird für den Waldverein am Ende der Saison wieder nicht reichen. Aber baut mal trotzdem schön euer Stadion aus. Größenwahn kommt vor dem Fall.
ist hier Größenwahn? Klar ist die avisierte Kapazität von 37.000 ambitioniert. Aber sollte Union eines Tages in die 1.Liga aufsteigen, wäre diese Größenordnung angemessen, weil mit attraktiveren Gegner wie z.B. Bayern/BVB/Schalke/Hertha/Bremen/Hamburg/Köln die Alte Försterei wohl eher öfter ausverkauft wäre, weil für uns Berliner die Stimmung in der Alten Försterei einfach genial ist. Da weht noch der alte Hauch des Fussballs der 70/80èr Jahre durch`s Stadion, was das Olympiastadion in 1000 Jahren nicht hin bekommt, warum ja die Hertha ein reines Fussballstadion plant und baut. Gut finde ich, dass wieder die Fans der Eisernen eng mit in die Planung eingebunden werden und explizit zu Wort kommen sollen. Auch werden die Stehplätze deutlich mehr, Vorbild ist hier der BVB (nicht was die Größe der Süd angeht), damit der Charakter der Alten Försterei weitestgehend erhalten bleibt. Union ist die Demut in Person und ein Wort wie Größenwahn in Verbindung mit Union zu benutzen outet dich als Laien was die Eisernen angeht. Und wenn du schon Kritik übst, was legitim ist, dann benennen deine Kritik im Detail. Dieses oberflächige Größenwahn-Geschwurbel ist inhaltsleer und bringt niemanden weiter. Ich bin Berliner und tendiere die letzten Jahre immer mehr zu Union, weil die ganz viel richtig machen und eine echte Familie darstellen. Die machen hier in Berlin immer etwas sehr besonderes und nichts ohne ihre Fans. Da könnten sich viele andere Profivereine eine gehörigte Scheibe von abschneiden....;-)
tillydean 01.02.2019
4. @1
Frustriert gekreuzigt..?
immerfroh 01.02.2019
5.
Zitat von Sal.Paradiesist hier Größenwahn? Klar ist die avisierte Kapazität von 37.000 ambitioniert. Aber sollte Union eines Tages in die 1.Liga aufsteigen, wäre diese Größenordnung angemessen, weil mit attraktiveren Gegner wie z.B. Bayern/BVB/Schalke/Hertha/Bremen/Hamburg/Köln die Alte Försterei wohl eher öfter ausverkauft wäre, weil für uns Berliner die Stimmung in der Alten Försterei einfach genial ist. Da weht noch der alte Hauch des Fussballs der 70/80èr Jahre durch`s Stadion, was das Olympiastadion in 1000 Jahren nicht hin bekommt, warum ja die Hertha ein reines Fussballstadion plant und baut. Gut finde ich, dass wieder die Fans der Eisernen eng mit in die Planung eingebunden werden und explizit zu Wort kommen sollen. Auch werden die Stehplätze deutlich mehr, Vorbild ist hier der BVB (nicht was die Größe der Süd angeht), damit der Charakter der Alten Försterei weitestgehend erhalten bleibt. Union ist die Demut in Person und ein Wort wie Größenwahn in Verbindung mit Union zu benutzen outet dich als Laien was die Eisernen angeht. Und wenn du schon Kritik übst, was legitim ist, dann benennen deine Kritik im Detail. Dieses oberflächige Größenwahn-Geschwurbel ist inhaltsleer und bringt niemanden weiter. Ich bin Berliner und tendiere die letzten Jahre immer mehr zu Union, weil die ganz viel richtig machen und eine echte Familie darstellen. Die machen hier in Berlin immer etwas sehr besonderes und nichts ohne ihre Fans. Da könnten sich viele andere Profivereine eine gehörigte Scheibe von abschneiden....;-)
Mit einer 37000er Kapazität ist die Infrastruktur um das Stadion am Anschlag, wenn nicht überfordert. Parkplätze gibt es kaum und die Wohngebiete sind jetzt schon überlastet. Ob man den Ausbau auch durch Drehen an der Eintrittspreisschraube finanziert, wird sich zeigen. An der überwiegend mit Stehplätzen versehenen Alten Försterei sind die Eintrittspreise im Moment recht moderat. Was mich dann doch nervt, ist dieser inszenierte Ostkult. Vor 1989 waren ein Großteil der Unioner gleichzeitig glühende Herthafans.
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