2. Bundesliga: Aue gerettet, Dresden muss in die Relegation

Ein Sieg gegen Regensburg hat nichts genützt: Weil gleichzeitig auch Aue sein Spiel in Sandhausen gewonnen hat, muss Dynamo zwei Relegationsspiele gegen Osnabrück bestreiten. Eine entscheidende Rolle spielte Schiedsrichter Peter Sippel, der Aue einen umstrittenen Treffer zusprach.

Dresden-Trainer Pacult: Der Sieg hat nicht genügt Zur Großansicht
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Dresden-Trainer Pacult: Der Sieg hat nicht genügt

Hamburg - Dynamo Dresden hat das Spiel gegen Jahn Regensburg am 34. Spieltag 3:1 (0:0) gewonnen, und das trotz eines verschossenen Elfmeters und zwischenzeitlichem Rückstand. Pavel Fort hatte die Partie nach dem 0:1 durch Koke (47. Minute) mit zwei Treffern gedreht (50., 55.), Christian Fiél per Elfmeter auf 3:1 erhöht (83.).

Weil Aue 1:0 (0:0) in Sandhausen gewann, bleibt Dynamo auf Relegationsplatz 16, während der FC Erzgebirge den Klassenerhalt geschafft hat. Das Tor des Tages von Jan Hochscheidt (79.) hätte allerdings nicht zählen dürfen. Hochscheidt hatte den Ball ins Tor geköpft, nachdem Sandhausen-Torwart Michael Langer ihn bereits in den Händen gehalten hatte - Schiedsrichter Peter Sippel gab jedoch den Treffer, der Aue Platz 15 beschert. Dresden muss damit zwei Relegationsspiele gegen den VfL Osnabrück bestreiten.

1. FC Kaiserslautern - FC St. Pauli 1:2 (0:2)
Kaiserslautern hat seine Generalprobe für die Relegationsspiele gegen 1899 Hoffenheim verpatzt. Der Tabellendritte unterlag dem FC St. Pauli 1:2 (0:2). Dennis Daube (15.) und Daniel Ginczek (33.) schossen die Tore für die Hamburger. Trotz seines Anrennens in der zweiten Halbzeit kam der FCK durch Erwin Hoffer (71.) nur noch zum 1:2. Im Relegations-Hinspiel am Donnerstag beim Bundesliga-16. müssen sich die Roten Teufel deutlich steigern.

FC Ingolstadt - 1. FC Köln 0:3 (0:0)
Trainer Holger Stanislawski hat sich mit einem Sieg vom 1. FC Köln verabschiedet. Die "Geißböcke" gewannen beim FC Ingolstadt und beendeten die Spielzeit auf dem fünften Tabellenplatz. Daniel Royer (48.), Bruno Nascimento (76.) und Anthony Ujah (78./Foulelfmeter) trafen für die Rheinländer, die nun in der kommenden Saison einen weiteren Anlauf Richtung Bundesliga unternehmen wollen - dann allerdings mit neuem Coach. Am Samstagabend hatte Stanislawski überraschend seinen Abschied aus Köln verkündet, beim Gastspiel in Ingolstadt wurde der Trainer von den mitgereisten FC-Fans mit Applaus bedacht.

MSV Duisburg - SC Paderborn 3:2 (1:1)
Timo Perthel (12.), Branimir Bajic (60./Foulelfmeter) und Sören Brandy (77.) sorgten für einen verdienten Erfolg gegen Paderborn. Die Treffer für die Gäste erzielten Elias Kachunga (21.) und Mario Vrancic (70.). Der Duisburger Torschütze Bajic sah in der 70. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte.

VfL Bochum - Union Berlin 1:2 (0:0)
Der VfL Bochum hat sich mit einer Niederlage von seinen Fans verabschiedet. Die Tore für Union erzielten Baris Özbek (50.) und Steven Skrzybski (55.) Christoph Kramer markierte den Anschlusstreffer für die Gastgeber (80.).

1860 München - VfR Aalen 3:0 (1:0)
Für den zweiten Heimerfolg des Jahres sorgten Dominik Stahl per indirektem Freistoß (35. ), Bobby Wood (60.) und Benjamin Lauth (75.). Für Aalen war es die erste Niederlage nach zuletzt zwei Siegen.

Hertha BSC - Energie Cottbus 1:1 (0:1)
Zweitliga-Meister Hertha BSC kam durch ein spätes Tor von John Anthony Brooks (87.) zu einem Unentschieden gegen Cottbus. Zuvor hatte Nicolas Farina die Führung für den FC Energie erzielt (28.), der Herthaner Maik Franz hatte nach einer Notbremse Rot gesehen (45.)

Eintracht Braunschweig - FSV Frankfurt 2:2 (1:1)
Eine frühe Führung durch Dennis Kruppke (2.) konnte Frankfurts Andreas Görlitz ausgleichen (11.). Kurz nach Wiederanpfiff gelang Edmond Kapllani die Führung für die Gäste (50.), ehe wiederum Kruppke den Endstand herstellte (73.).

mon/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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1. sehr gut
tfghhhf 19.05.2013
aue bleibt oben:-)
2. Das Erzgebirge ist strukturschwach...
cafe_kehse 19.05.2013
...und die Leute dort wären ohne 2. Liga-Fußball nicht ruhig gestellt. Der Wismut-Abbau von dereinst ernährt niemanden mehr. Die Wut würde sich auf Fr. Merkel richten, schließlich sind im Herbst Wahlen. Da muss man Rücksicht nehmen, wenn man nicht will, dass die Leute im Erzgebirge in den Radikalismus abdriften. Wer kann das wollen? Niemand, auch der DFB nicht. Dresden wird sich aber trotzdem retten, weil dort die gleichen Gründe vorliegen. In Osnabrück, der Gegner von Dresden in der Relegation, war dereinst Wulff zu Hause. Für Wulff macht heute niemand mehr einen Finger krumm, auch die Schiedsrichter nicht. Gestern hat sich Hoffenheim via zweier Elfmeter gerettet zu Lasten von Düsseldorf. In Düsseldorf regiert die unpopuläre Frau Kraft mit ihren vielen Schulden. Da will man doch lieber den reichen Herrn Hopp weiter in der 1. Liga haben. Wer nicht erkennt, wie hier maßvoll und zu gleich verantwortungsvoll eingegriffen wird, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Ich bin beruhigt, dass im Fußball soviel politischer und strukturwirtschaftlicher Sachverstand vorhanden ist. Fußball ist nicht mehr und nicht weniger, was der Engländer unter "cheat as cheat can" versteht.
3. kompletter kehse
edelsachse 19.05.2013
den sie da schreiben....selten so gelacht! fortuna ist (leider) absolut zu recht abgestiegen. das tor von schmelzer (lewandowski) nicht zu geben - absolut und unstrittig die richtige entscheidung. das hochscheidt tor diskussionswuerdig aber kann man so der so entscheiden. aber das sie osnabrueck nun mit hannovers wulff in verbindung bringen - und das kommende schiedsrichter verhalten...das ist selbst fuer einen verschwoerungstheoretiker zuviel theorie. aber vielleicht kann man sich so dinge erklaeren, auf die man zum glueck keinen einfluss hat und das beruhigt evtl!!!!!!auf gehts sgd!!!!!
4.
cafe_kehse 19.05.2013
Zitat von edelsachseden sie da schreiben....selten so gelacht! fortuna ist (leider) absolut zu recht abgestiegen. das tor von schmelzer (lewandowski) nicht zu geben - absolut und unstrittig die richtige entscheidung. das hochscheidt tor diskussionswuerdig aber kann man so der so entscheiden. aber das sie osnabrueck nun mit hannovers wulff in verbindung bringen - und das kommende schiedsrichter verhalten...das ist selbst fuer einen verschwoerungstheoretiker zuviel theorie. aber vielleicht kann man sich so dinge erklaeren, auf die man zum glueck keinen einfluss hat und das beruhigt evtl!!!!!!auf gehts sgd!!!!!
Wulff war DER Osnabrücker (siehe WIKIDEDIA). Als er noch ein Vorzeigepolitiker war, hat die Stadt Osnabrück mit ihm geworben, dass es ihr heute wohl Leid tut, da er nun "persona-non-grata" ist. Sie sollten Fußball nicht nur als Sport betrachten. Die Politiker tun es z. B. im Sinne von "Brot und Spiele" auch nicht.
5. Na ja,
joe65 19.05.2013
vielleicht rettet der MSV Duisburg ja Dynamo vor der Relegation.
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