Zweite Liga Ingolstadt beendet Mini-Krise

Seit drei Spieltagen hatte Ingolstadt nicht gewonnen. Nun hat sich der Zweitliga-Tabellenführer wieder ein Erfolgserlebnis verschafft: In Aue kämpfte sich der Klub zum Sieg. Nürnberg unterlag Heidenheim, Bochum punktete in Düsseldorf.

Ingolstadt-Profi Hartmann (l.):  Erfolg in Aue
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Ingolstadt-Profi Hartmann (l.): Erfolg in Aue


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Hamburg - Der FC Ingolstadt hat nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Serie wieder gewonnen. Zum Auftakt des 24. Spieltags kamen die "Schanzer" zu einem 3:0 (0:0)-Erfolg bei Erzgebirge Aue. Stefan Lex (65. Minute), Alfredo Morales (77.) und Moritz Hartmann per Elfmeter (90+3.) festigten mit ihren Treffern die Tabellenführung des Zweitligisten.

Zuvor hatte sich der Favorit in Aue lange schwergetan. Gegen defensiv eingestellte Gastgeber erspielten sich die Ingolstädter kaum Chancen. Beim Führungstor profitierte Lex dann von einem Fehler von Erzgebirge-Verteidiger Vladimir Rankovic, der dem Torschützen den Ball auflegte. Nach einem Freistoß entschied Morales die Partie per Kopfball zugunsten der Gäste. Kurz vor Schluss stellte Hartmann per Strafstoß den Endstand her.

In Düsseldorf lieferten sich Gastgeber Fortuna und der VfL Bochum zumindest in der ersten Hälfte eine abwechslungsreiche Partie. Beim 2:2 (2:2) fielen alle Treffer in den ersten 45 Minuten. Stanislav Sestak brachte den VfL in Führung (9.), die sein Mitspieler Patrick Fabian mit einem katastrophalen Ballverlust zunichte machte, als er Fortuna-Stürmer Charlison Benschop im eigenen Strafraum den Ball überließ (12.).

27 Schüsse, kein Tor

Per verwandeltem Foulelfmeter traf Michael Liendl zum 2:1 für Düsseldorf, nachdem zuvor Bochums Torwart Michael Esser Benschop gefoult hatte (24.). Sestak gelang mit seinem zweiten Treffer der Ausgleich kurz vor der Pause (45.). Später verpasste der Stürmer ein weiteres Tor knapp: In der 55. Minute scheiterte der Slowake am Pfosten. Düsseldorf ist mit 36 Punkten Fünfter, Bochum (29 Punkte) steht auf Rang zwölf.

Der 1. FC Nürnberg hat es verpasst, den Rückstand auf die Aufstiegsränge zu verringern. Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim unterlag der Bundesliga-Absteiger 0:1 (0:1). Dabei waren die Nürnberger das deutlich offensivere Team, zeigten aber gravierende Schwächen im Abschluss. Von insgesamt 27 Schüssen brachten die Gastgeber nur einen auf das Heidenheimer Tor.

Auch die Gäste zielten nur einmal auf das Tor des FCN - und trafen. Verteidiger Mathias Wittek profitierte von einem Stellungsfehler des Nürnberg-Keepers Patrick Rakovsky (28.). Nürnberg ist mit 34 Punkten Siebter, Heidenheim hat als Neunter drei Punkte weniger.

mon



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zwaimweggla 06.03.2015
1. Torwart- und Sturmproblem
Es ist traurig über all die Jahre und Jahrzehnte immer wieder feststellen zu müssen: der Glubb is un bleibt a Depp! Auf jeden Fall dürfte spätestens nach dem heutigen Spieltag feststehen, dass der Verein von Heiner Stuhlfauth, Roland Wabra, Manni Müller und Andi Köpke ein gravierendes Torwartproblem hat, das alleine bis heute 4-6 Punkte gekostet hat. Natürlich kommt noch eine katastrophale Abschlussschwäche, eine unterirdische Transferpolitik samt unfähiger, dafür verantwortlicher sportlicher Leitung (Bader und Wolf) sowie daraus resultierend eine chaotische Saisonvorbereitung hinzu! Der Aufsichtsrat fällt nur durch interne Querelen auf und schläft ansonsten selig vor sich hin, aus dem Nachwuchsleistungszentrum kommt schon lange nichts mehr und wenn, dann spielen die Betreffenden bei jedem Verein nur nicht beim Club (mit Ausnahme von Stark), die Arbeit des Chefscouts ist eine einzige Lachplatte (u.a. 2-jährige "Beobachtung" des Grobmotorikers Bulthuis) und die Strukturen des Vereins sind für den modernen Profifußball.nicht geeignet! Kurz und gut, beim Club müßte so ziemlich alles umgekrempelt werden was man nur umkrempeln kann und dem langjährige Fan (seit mittlerweile über 4 Jahrzehnten) bleibt nur, dieses Trauerspiel ohnmächtig zu verfolgen! Ich schreibe dies auch deshalb so ausführlich, um die Fans anderer Traditionsvereine (Stuttgart, Hamburg, Hertha, Köln, Bremen, evtl. Frankfurt) davor zu warnen zu glauben, wenn Management und Strukturen schon in BL 1 nicht passen könnte man sich in der 2. BL "regenerieren". Bei der heutigen Wichtigkeit der Fernsehgelder und der Differenz zwischen 1. und 2. BL ist vielmehr die Wahrscheinlichkeit, dass das nackte Chaos ausbricht ungleich größer. PS: Wenn man sieht wo der FC Bayern und der 1. FC Nürnberg 1968 standen und wo beide Vereine heute stehen, kann einen nur die kalte Wut packen! MfG von einem mehr als nur leicht erzürntem Glubb-Fan
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