2. Bundesliga 0:5 im Volkspark - Regensburg schießt Hamburg ab

Als Tabellenführer lief der HSV ins heimische Stadion ein. Doch schon vor der Pause lagen desolate Hamburger 0:3 zurück. Für Gegner Regensburg war es der erste Auswärtssieg seit knapp sechs Monaten.

Aaron Hunt
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Aaron Hunt


Der Hamburger SV hat zu Hause 0:5 (0:3) gegen Jahn Regensburg verloren. Ein Hattrick von Sargis Adamyan (11., 21., 35. Minute) in der ersten Hälfte und Treffer von Marcel Correia (53.) und Jann George (75.) besiegelten den ersten Auswärtssieg der Gäste aus Regensburg seit April diesen Jahres. Dass Aaron Hunt einen Foulelfmeter nur in die Arme von Philipp Pentke vergab, passte ins Bild einer desolaten Hamburger Heimvorstellung.

35 Minuten waren gespielt, da lag der auf sechs Positionen veränderte HSV bereits 0:3 zurück - und das einzig durch Treffer von Adamyan. Der hatte nach einem Ballverlust von HSV-Torwart Julian Pollersbeck im eigenen Strafraum bereits nach elf Minuten ins leere Tor getroffen, zehn Minuten später saß auch sein zweiter Versuch, der abgefälscht von Léo Lacroix im Tor landete. Auch bei seinem dritten Abschluss konnte Adamyan nach einem Freistoß von Andreas Geipl völlig frei einschieben (35.).

Dass Hunt wenig später einen Elfmeter mittig in die Arme von Pentke kullern ließ (41.), war da nur folgerichtig. Pfiffe der nach einigen Tagen als Tabellenführer zuvor so gut gelaunten Fans begleiteten die Spieler in die Kabine. Besser wurde es für sie auch nach der Pause nicht. Im Gegenteil. In Hälfte zwei erhöhten Correia (53.) und George (75.) zum 0:5-Endstand.

"So können wir nicht verteidigen - auch in der zweiten Liga nicht."

"Der Elfer war schlecht, da muss man ehrlich sein. Aber auch fast jeder Schuss des Gegners war ein Treffer. So können wir nicht verteidigen - auch in der zweiten Liga nicht. Das müssen wir alle dringend abstellen, die Probleme sind ja nicht neu", sagte Hunt am Sky-Mikrofon.

In dieser Verfassung dürfte der Bundesliga-Absteiger auch im Stadtderby in genau einer Woche gegen den FC St. Pauli chancenlos sein.

Immerhin: Weil Köln es am Freitag mit einem 2:0 in Sandhausen besser gemacht hatte, Fürth aber nicht in Heidenheim punkten konnte, rutscht der HSV von der Tabellenspitze nur auf Rang zwei ab. Bereits am Donnerstag geht es für den HSV nach Fürth, bevor am Sonntag der FC St. Pauli zu Gast im Volkspark sein wird.

Hamburger SV - Jahn Regensburg 0:5 (0:3)
0:1 Adamyan (11.)
0:2 Adamyan (21.)
0:3 Adamyan (35.)
0:4 Correia (53.)
0:5 George (75.)
Hamburg: Pollersbeck - Sakai, Lacroix, van Drongelen, Santos - Steinmann (33. Narey), Hwang, Holtby (46. Lassoga), Mangala, Ito - Hunt (79. Janjicic)
Regensburg: Pentke - Saller (22. Lais; 81. Fein), Sörensen, Correia, Föhrenbach - Geipl, Stolze, George (89. Al Ghaddioui), Thalhammer - Grüttner, Adamyan
Schiedsrichter: Gräfe
Gelbe Karten: Lacroix / Sörensen, Saller
Zuschauer: 42.000
Besonderes Ereignis: Pentke hält Foulelfmeter von Hunt (41.)

Paderborns Ben Zolinski (r.) mit Steffen Schäfer aus Magdeburg
DPA

Paderborns Ben Zolinski (r.) mit Steffen Schäfer aus Magdeburg

Der SC Paderborn hat eine Woche nach dem 5:3-Sieg beim 1. FC Köln einen Dämpfer im Aufsteigerduell kassiert. Die Mannschaft kam gegen den 1. FC Magdeburg trotz klarer Führung nicht über ein 4:4 (2:1) hinaus. Babacar Gueye (3.) und Bernard Tekpetey (7.) gelang ein früher Doppelschlag, Sebastian Vasiliadis (62.) und Tobias Schwede (77.) trafen zudem in der zweiten Halbzeit. Doch Marcel Costly (26.), Christian Beck (63.), Felix Lohkemper (82.) und Philip Türpitz (90+1., Foulelfmeter) sicherten den Magdeburgern noch das Remis.

SC Paderborn - 1. FC Magdeburg 4:4 (2:1)
1:0 Müller (2.)
2:0 Tekpetey (7.)
2:1 Costly (26.)
3:1 Vasiliadis (62.)
3:2 Beck (63.)
4:2 Schwede (77.)
4:3 Lohkemper (82.)
4:4 Türpitz (90.+1 Elfmeter)
Paderborn: Zingerle - Dräger, Hünemeier, Strohdiek, Collins - Gjasula (57. Vasiliadis), Klement - Tekpetey, Antwi-Adjej (60. Schwede) - Zolinski (89. Düker), Gueye
Magdeburg: Brunst - Müller, Bregerie, Schäfer - Butzen, Ignjovski (68. Erdmann), Weil (76. Lohkemper), Niemeyer - Bülter (65. Türpitz), Beck, Costly
Schiedsrichter: Dietz
Zuschauer: 11.525
Gelbe Karten: Gjasula, Strohdiek / Ignjovski, Beck, Türpitz, Müller, Butzen

Weitere Ergebnisse:
Heidenheim - Fürth 2:0 (0:0)
Duisburg - Aue 1:2 (1:0)

sak/sid/dpa



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Seite 1
M. Vikings 23.09.2018
1. Ein Mißverständnis.
Der Gegner kommt zwar aus Bayern, der ist aber nicht der FC Bayern. Das hätte den Spielern vorher unbedingt jemand erklären müssen.
braindead0815 23.09.2018
2. hehe
bin immer noch am lachen. den teuersten 2.liga kader aller zeiten. transfers am anfang der runde in millionenhöhe. 1. spieltag auf platz eins und dann gibts ne 0-5 watschn für den HSV das war doch arbeitsverweigerung pur. oder haben die etwa schon gedacht sie wären aufgestiegen und 2.liga meister geworden ? pures kino in hamburg. liga 3 sollte es eigentlich gleich sein -der DFB lizens für den profibereich komplett entziehen. hehe. ein tag so wunderschön wie heute........
gammoncrack 23.09.2018
3. Vermutlich hatten die HSV-Spieler kurzfristig ihr Gedächnis verloren
und waren der Meinung, sie spielen noch in der 1. Bundesliga. Das sollte das Ergebnis eben adäquat ausfallen....
dr.joe.66 23.09.2018
4. ob das was wird ??
Ob das wohl was wird mit dem Wiederaufstieg? Naja, immerhin ist der HSV auf dem zweiten Platz, mit vier Siegen aus sechs Spielen. Andererseits haben sieben Teams weniger oft verloren, und Hamburg hat gerade mal drei Punkte Vorsprung vor St. Pauli auf dem 11. Platz. Und nur vier Mannschaften haben mehr Gegentore kassiert als der HSV. Was sagt uns das? Nichts, außer dass es wohl bis zum letzten Spieltag spannend bleiben wird in Liga 2. Ich wünsche, die 1. Liga wäre auch so spannend...
sibbi78 23.09.2018
5. Die Leistungsdichte
in der 2. Bundesliga ist bekannt. Alle Erstligaabsteiger mussten sich schmerzlich daran gewöhnen, dass Siege im Unterhaus nicht selbstverständlich, sondern harte Arbeit sind. Der 1.FC Köln musste dies erst letzte Woche bei der 3:5 Niederlage gegen den SC Paderborn erfahren. Nun hat es den HSV zuhause erwischt - gleich ein 0:5 gegen zuvor auswärts lange sieglose Regensburger! Dennoch, ich bin fest davon überzeugt, dass beide Absteiger direkt wieder aufsteigen....wenn sie ihre Hausaufgaben machen, sich der zweiten Liga anpassen und ihre Überheblichkeit ablegen. Ob das auf Dauer dem Hamburger Trainer Titz den Job rettet? Der Kölner Trainer scheint die Kurve zu kriegen. Aber die Saison ist ja noch jung...
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