2. Bundesliga Leipzig zieht mit Spitzenreiter Freiburg gleich

RB Leipzig hat im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga wieder so viele Punkte wie Tabellenführer SC Freiburg. Das Team von Ralf Rangnick gewann verdient gegen Fortuna Düsseldorf.

Yussuf Poulsen
Bongarts/Getty Images

Yussuf Poulsen


RB Leipzig befindet sich weiter auf Aufstiegskurs Richtung Fußball-Bundesliga. Am Montag zog das Team von Trainer Ralf Rangnick durch den 3:1 (1:1)-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf nach Punkten mit Zweitliga-Tabellenführer SC Freiburg gleich. Zum Abschluss des 29. Spieltags konnte Leipzig somit den Vorsprung zum 1. FC Nürnberg und Relegationsplatz drei auf sechs Punkte ausbauen.

Vor 25.474 Zuschauern in Düsseldorf erzielten Yussuf Poulsen (45.+1/73. Minute) und Davie Selke (48.) die Tore zum neunten Auswärtssieg der Leipziger in dieser Saison. "Das war ein schweres Spiel für uns", sagte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick beim Pay-TV-Sender Sky. "Wir waren mit dem 1:1 vor der Halbzeit sehr gut bedient. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt wie wir uns das vorgestellt haben."

Die Fortuna verpasste die Gelegenheit, die Distanz zur Abstiegszone weiter zu vergrößern und bleibt auf dem 15. Tabellenplatz. Oliver Fink (15.) traf zunächst zur Düsseldorfer Führung. "Unsere Mannschaft hat heute mehr verdient als diese Niederlage", sagte Fortunas Sportdirektor Rachid Azzouzi.

RB-Keeper Gulacsi rettet vor Sararer

Die Leipziger, bei denen Massimo Bruno für den verletzten Rani Khedira in die Startaufstellung gerückt war, stellten die technisch bessere Mannschaft, waren lange aber in der Offensive zu harmlos und leisteten sich Abwehrfehler. Einen Schuss von Sercan Sararer (2.) konnte RB-Keeper Peter Gulacsi noch an die Latte lenken, doch eine Viertelstunde später verwertete Fink die Vorlage von Sararer zum 1:0.

Die Fortuna war auch danach gefährlich. Einen Kopfball von Fink (22.) konnte Gulacsi jedoch parieren. Leipzig ließ sich nicht beirren, fand zu seinem Rhythmus, erarbeitete sich Torchancen und kam unmittelbar vor der Pause durch Poulsens Lupfer zum Ausgleich.

In der zweiten Hälfte begann RB stark und drehte das Match endgültig. Der gerade eingewechselte Selke traf nach Flanke von Poulsen zum 2:1 für Leipzig. Poulsen traf dann noch zum Endstand.

sun/dpa



insgesamt 37 Beiträge
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hanswernerhausen 11.04.2016
1. Aufstieg berechtigt
Ich denke RB, Freiburg und auch Nürnberg haben es mit ihren Leistung verdient gemeinsam aufzusteigen. Bin gespannt wer in die Relegation muss.
Petyr Baelish 12.04.2016
2. Fußball im Osten
Ich finde es gut, dass Leibzig dabei ist, in die 1. Liga aufzusteigen. Der Fußball des Osten Deutschlands ist in der 1. Liga mehr als unterrepräsentiert. Das Gehabe um die "Traditionsclubs" kann ich dagegen nicht mehr hören. Die Traditionsclubs - was "meinen" HSV einschließt - haben größtenteils wirtschaftlich versagt und konnten sich trotzdem noch halbwegs in der 1. Liga halten, Leibzig bringt da neuen Wind und Druck hinein. Der Unterschied zwischen Leibzig und Hoffenheim (oder noch schlimmer: Hannover) ist, dass sie mit ihrem Sponsor jemanden haben, der den Sport mit einem Konzept angeht: Es wird ein klares Ziel gesteckt und verfolgt. Diese Zielstrebigkeit weisen die meisten Traditionsclubs der ersten Liga nur in der Theorie auf.
welanduz 12.04.2016
3. RB Hater Kommentar in 3...2...1...
Und nächstes Jahr spielt endlich wieder eine Ostmannschaft Erstklassig. Für Leipzig, die Menschen und die Gesamte Region eine wunderbare Sache :)
kascnik 12.04.2016
4. RedBull
Nun ist er also so gut wie amtlich. Der gekaufte Aufstieg des Konzerns RedBull in die Bundesliga. Nicht falsch verstehen, ich spreche natürlich nicht von bestochenen Schiedsrichtern oder geschmierten Gegnern. Gekauft steht als synonym für de facto unbegrenzte Mittel in der Regionalliga, 3.Liga und schließlich auch 2.Liga. Gekauft wurden für Zweitligaverhältnisse überdurschnittliche Spieler, gekauft worden sind sportlich Verantwortliche, die für Salär über Schnitt ihr Handwerk verstehen. Gekauft worden sind Medienprofis, die jegliche Kritik im Keim erstickt haben und jederzeit für das perfekte "Schein und Sein" gesorgt haben. Gekauft worden ist ein Jugendunterbau, der sämtliche Talente im Umkreis von 150 Kilometern an den Verein bindet. Gekauft worden sind Zuschauer durch Freikarten und der Eventisierung des Fußballs. RedBull Leipzig versteht es wie kein zweiter Verein, sich öffentlich als sportliches und moralisches NonPlusUltra darzustellen. Mal ist der Erfolg die gute eigene Arbeit, mal das traditionsVersagen der Gegner. RedBull überlässt nichts dem Zufall. Kritiker und Nachfrager werden als Romantiker oder Neider diskreditiert, eine Argumentation, die perfekt zu unserer Demokratie des Kapitals passt. Wer Geld hat bestimmt und erzählt die Wahrheit. Wenn es Nacht ist aber RedBull behauptet, die Sonne würde scheinen, so scheint auch die Sonne--Widerspruch zwecklos--RedBull hat Recht. 23Millionen Transferinvestition ohne den Zuzug der Geschäfte mit Partner RedBull Salzburg werden als gute Arbeit verkauft--übrig bleibt öffentlich von diesem Satz die "gute Arbeit". Was stutzig macht, ist der gesellschaftliche Konsens über die Tatsache, dass RedBull durch Investitionen, die mit gesundem Menschenverstand nicht zu rechtfertigen sind, den Aufstieg verdient hat. man überlege sich, der kleine FSV Frankfurt hätte 6Millionen einfach so in den Wind geschossen, so wie RedBull mit den Transfers Reyna und Damari. Der FSV wäre, ja genau, bankrott, bei RedBull wird von guter Arbeit fabuliert, weil man, um es salopp zu sagen, das Problem mit noch mehr Geld gelöst hat. Wie gesagt, gute Arbeit! Das Stadion, dies ist für Jahrzehnte in den Händen von RedBull, der Firma. Andere Vereine mussten für ihr Stadion schon selbst aufkommen, es in Raten begleichen oder Miete bezahlen, viele scheitern daran, siehe Lautern oder Aachen oder Offenbach. Ist es fair, in dem Zusammenhang von guter Arbeit zu sprechen, wo die einen einen Teil ihres Etats für das Stadion aufwenden muss und es RB Leipzig nicht scheren muss, dass Didi bezahlt. Nein. Nur interessiert es leider nicht. Wenn Großinvestionäre durch das finanzielle Leid anderer profitieren, bleibt öffentlich letztlich auch nur die Bewunderung für den SwimmingPool des Investors und die Verachtung für den Hartzer zurück, ganz gleich, ob der Investor schuld daran ist, dass der Hartzer seinen Job verloren hat.
soundwaves 12.04.2016
5. Schade...
... für Nürnberg. Halte ich momentan für die stärkste Mannschaft der drei Spitzenreiter, auch wenn mein SC gerade an der Spitze steht.
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