2. Liga Nürnberg besiegt Fürth, Effenberg vor dem Aus

Sieg im Frankenderby: Der 1. FC Nürnberg hat Greuther Fürth knapp bezwungen. Für Stefan Effenberg wird es als Trainer beim SC Paderborn nach einer Niederlage gegen den Tabellenführer immer enger.

Fürther Stiepermann und Nürnbergs Sepsi: Umkämpftes Frankenderby
DPA

Fürther Stiepermann und Nürnbergs Sepsi: Umkämpftes Frankenderby


Der 1. FC Nürnberg hat sich dank eines 2:1 (1:1)-Erfolgs gegen Greuther Fürth im Kampf um den Relegationsplatz etwas Luft verschafft und ist nun sogar vorübergehend punktgleich mit dem SC Freiburg (Zweiter). Das Team von Trainer René Weiler erzielte den entscheidenden Treffer erst in der Schlussphase.

Bereits in der siebten Minute brachte Robert Zulj Greuther Fürth in Führung. Zuvor hatte sich Sebastian Heidinger auf der Außenbahn durchgesetzt und den Ball in die Mitte geflankt. Dort musste Zulj nur noch vollstrecken. Fürth spielt besser, musste allerdings in der 40. Minute den Ausgleich hinnehmen. Sebastian Kerk traf nach einer Vorarbeit von Hanno Behrens (40. Minute).

Im zweiten Abschnitt spielte keine der beiden Mannschaften auf Sieg, beide waren mit dem Punktgewinn offenbar zufrieden. Umso überraschender war es dann, dass Nürnberg kurz vor dem Ende doch noch den so wichtigen Siegtreffer erzielte. Der Ex-Fürther Niclas Füllkrug köpfte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Greuther Fürth verliert damit den Anschluss ans obere Tabellendrittel und steht nun auf Rang zwölf.

SC Paderborn - RB Leipzig 0:1 (0:0)

Es könnte der letzte Auftritt von Stefan Effenberg an der Seitenlinie des SC Paderborn gewesen sein. In einem ansehnlichen Spiel hatte sein Team in der Anfangsphase Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Ein Schuss von Dominik Kaiser landete nur am Pfosten (6.). Anschließend übernahm der Gastgeber überraschend die Kontrolle über das Spiel, ohne sich dafür zu belohnen. Die beste Chance zur Führung hatte Nicklas Helenius in der 35. Minute, sein Kopfball ging knapp am Tor vorbei.

In der zweiten Halbzeit passierte dann das, womit bereits vorher zu rechnen war: Der Gast und Favorit aus Leipzig ging durch Marvin Compper in Führung (64.). Der ehemalige Nationalspieler nach einer Standardsituation traf per Kopf.

Leipzig steht nach dem Erfolg mit neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz an der Tabellenspitze. Der Aufstieg in die Bundesliga wird damit immer wahrscheinlicher. Noch sind elf Partien zu spielen.

Union Berlin - Karlsruher SC 2:1 (1:1)

Im Spiel zweier Teams, die sich derzeit im gesicherten Mittelfeld der Liga befinden, sorgte Felix Kroos für das Highlight der ersten Hälfte. Der Bruder von Weltmeister Toni traf kurz vor dem Seitenwechsel mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel zum Ausgleich. Zuvor hatte Hiroki Yamada das 1:0 für den KSC erzielt (31.).

Im zweiten Abschnitt drehte Union die Partie dann: Bobby Wood traf in der 60. Minute zur Führung. Sein Schuss wurde vom Rücken des zuvor eingewechselten Sascha Traut abgefälscht. Es blieb beim 2:1-Erfolg. Durch den Sieg klettert der Hauptstadt-Klub vorübergehend auf den neunten Rang, kann allerdings noch von Heidenheim und Bielefeld verdrängt werden.

bam

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
saschapollmann 26.02.2016
1.
Mal ganz abgesehen davon, dass Stefan Effenberg in Paderborn mittlerweile eine Jobgarantie hat, hat der Berichterstatter das Spiel mit klar überlegenen Paderbornern und einem zu Unrecht aberkannten Tor überhaupt gesehen?
xvxxx 26.02.2016
2. Ich mag Effe nicht...
...Und halte ihn auch für keinen geeigneten Trainer im Abstiegskampf. Aber ihn wegen einem 0:1 gegen einen erklärten Aufstiegskandidaten zu Disposition zu stellen, das ist armselig. Da gibts ganz andere Gegner , gegen die man punkten muss.
eimsbusher 27.02.2016
3.
Ob eine 0-1 Niederlage gegen den unangefochtenen Tabellenführer nun der Anlass sein muss, den Trainer zu entlassen? Paderborn scheint so schlecht ja nicht gespielt zu haben.
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