Zweite Liga Paderborn kann auch ohne Effenberg nicht gewinnen

Die Abstiegssorgen werden schlimmer: Unter seinem neuen Trainer René Müller kam der SC Paderborn nicht über ein Unentschieden hinaus. Es war das 13. sieglose Spiel in Serie. Union Berlin gewann ohne seinen Ex-Coach.

Paderborns Moritz Stoppelkamp (l) gegen Fürth-Profi Maurice Hirsch
DPA

Paderborns Moritz Stoppelkamp (l) gegen Fürth-Profi Maurice Hirsch


René Müller hat einen erfolgreichen Einstand beim SC Paderborn in der Schlussphase verpasst. Der Nachfolger von Stefan Effenberg trennte sich mit dem Bundesliga-Absteiger 1:1 (1:0) von Greuther Fürth. Unter Effenberg hatte der Klub zuvor zwölf Liga-Spiele in Serie nicht gewinnen können, der Verein ist bis auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Nach dem 0:0 beim Karlsruher SC am vergangenen Dienstag war der "Tiger" entlassen worden. Aktuell steht der SCP vier Punkte hinter dem Relegationsplatz.

Die erste interessante Maßnahme von Müller war die Begnadigung von Mahir Saglik. Vorgänger Effenberg hatte den Stürmer nach einer 0:4-Pleite im Dezember zusammen mit Srdjan Lakic und Daniel Brückner suspendiert. Saglik durfte nun zurückkehren und saß zunächst auf der Bank.

Paderborn dominierte das Geschehen zu Beginn und erspielte sich gute Chancen. Vor allem nach Kontern sorgte Süleyman Koc auf der rechten Außenbahn für Gefahr. So fiel dann auch die verdiente Führung: Eine Koc-Flanke von der Grundlinie versenkte Nicklas Helenius per Kopf (19. Minute). Kurz zuvor war Koc aus spitzem Winkel selbst noch gescheitert (18.). Eine weitere gute Möglichkeit hatte der 26-Jährige in der 82. Minute nach einem Solo-Lauf.

Die Fürther bekamen den Gegner lange nicht in den Griff. In der 33. Minute hatte der Klub Glück, dass Kevin Stöger aus zehn Metern freistehend über das Tor schoss und die Vorentscheidung verpasste. Erst mit der zweiten Hälfte gestaltete sich die Partie offener und Fürth kam zu Chancen. Robert Zulj vergab eine gute Möglichkeit auf den Ausgleich aus sieben Metern (76.). In der Schlussphase gelang dieser schließlich Ante Vukusic (83.).

Union Berlin - FSV Frankfurt 4:0 (3:0)

Für Union Berlin war es das erste Spiel seit dem Rücktritt von Ex-Trainer Sascha Lewandowski. Der 44-Jährige leidet am akuten Erschöpfungssyndrom ("Burn-out-Syndrom") und war bereits seit dem 22. Februar krankgeschrieben.

Auf die Leistung der Berliner hatte die Meldung keinen negativen Einfluss. Der Hauptstadtklub begann stürmisch und wurde belohnt. Damir Kreilach gelang in der 24. Minute das 1:0 mit einem Kopfball, Bobby Wood legte ein Elfmetertor und einen weiteren Treffer in der ersten Hälfte nach (29., 34.). In der 55. Minute vergab Fanol Perdedaj die Großchance auf den Ehrentreffer. Christopher Trimmel setzte den Schlusspunkt (90.+2).

Frankfurt präsentierte sich in der Defensive wie bereits beim 3:3 in Duisburg schwach. Nach dem dritten sieglosen Match in Folge gerät das Team zunehmend in Abstiegsgefahr. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist von zwischenzeitlich acht Punkten Vorsprung auf vier Punkte geschrumpft. Union steht als Achter im Liga-Mittelfeld.

jan



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markzwanzig 05.03.2016
1. Der
seriöse Herr Finke hat nix anderes berdient als völlige Bedeutungslosigkeit.
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