Zweite Liga Bochum rettet Remis, St. Pauli unterliegt

Die Aufstiegskandidaten straucheln: Während der FC St. Pauli in Heidenheim verliert, rettet der VfL Bochum in der Nachspielzeit zumindest einen Punkt. Auch Tabellenschlusslicht Duisburg muss sich mit einem Remis zufriedengeben.

Simon Terrode (r.)
DPA

Simon Terrode (r.)


Der FC St. Pauli und der VfL Bochum können den Anschluss an die Spitzengruppe der zweiten Liga nicht halten. Die Hamburger unterlagen beim 1. FC Heidenheim 0:2 (0:0) und müssen damit den Rückstand auf den 1. FC Nürnberg, der aktuell Relegationsrang drei innehat, wieder auf fünf Punkte anwachsen lassen. Auch die hinter ihnen platzierten Bochumer spielten gegen Arminia Bielefeld überraschend nur 2:2 (1:0) und liegen jetzt einen Zähler hinter den Hamburgern auf Platz fünf. Der abgeschlagene Tabellenachtzehnte aus Duisburg kam in Braunschweig nicht über ein Remis hinaus.

FC Heidenheim - FC St. Pauli 2:0 (0:0)

Die Hamburger hatten in fünf Rückrundenspielen bisher vier Siege einfahren können. Der 1. FC Heidenheim machte es dem Team von Ewald Lienen jedoch lange schwer und hatte im ersten Durchgang mehr Spielanteile, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Auch in der zweiten Hälfte hatte Heidenheim mehr vom Spiel, sodass der FCH in der 71. Minute verdient durch Denis Thomalla in Führung ging. St.-Pauli-Schlussmann Robin Himmelmann konnte einen Schuss von Robert Leipertz nur unkontrolliert zur Seite klatschen lassen, Thomalla staubte ab. Zehn Minuten später sorgte Bard Finne dann für die Entscheidung: Nach einem mustergültigen Konter passte Marc Schnatterer im Strafraum quer und der Ex-Kölner Finne hatte keine Probleme, den Ball zum 2:0 ins leere Tor zu schieben (81. Minute).

VfL Bochum - Arminia Bielefeld 2:2 (1:0)

Auch der Fünftplatzierte aus Bochum konnte angesichts einer Serie von acht Spielen ohne Niederlage mit viel Selbstbewusstsein in seine Partie gehen, jedoch hielt Bielefeld das Spiel gegen Gertjan Verbeeks Mannschaft lange offen.

Erst nach einer halben Stunde schloss Simon Terodde eine der seltenen Kontersituationen der Hausherren erfolgreich ab. Zuvor hatte Onur Bulut den Ball bis vor den Arminen-Strafraum getrieben und auf den mitgelaufenen Marco Terrazzino abgelegt. Der passte direkt weiter auf Torjäger Terodde, der anschließend flach ins linke Eck traf und so seinen 14. Saisontreffer erzielte (31.). Bis zur Halbzeitpause stand Bochums Thomas Eisfeld zwei Mal kurz davor, aus der Distanz auf 2:0 zu erhöhen: Zwei Minuten nach Teroddes Führungstor strich ein Volleyschuss des ehemaligen Arsenal-Profis knapp über die Querlatte. In der 41. Minute verhinderte Gäste-Torwart Wolfgang Hesl mit einer Glanzparade den Einschlag eines Schlenzers von Eisfeld aus 30 Metern.

Drei Minuten nach Wiederbeginn schaffte die Arminia den Ausgleich: Bochums Janik Haberer spielte im eigenen Strafraum den Ball mit der Hand, den fälligen Strafstoß verwandelte David Ulm (48.). In der 79. Minute drehte Christian Nöthe sogar das Spiel für Bielefeld und grätschte den Ball aus sechs Metern ins Netz, nachdem Sturmkollege Fabian Klos ihn zuvor präzise von rechts in Szene gesetzt hatte.

In der Nachspielzeit sorgte eine umstrittene Elfmeterentscheidung dafür, dass Bochum sich zumindest noch einen Punkt sichern konnte. Terodde übernahm in der 96. Minute die Verantwortung. Seinen Strafstoß konnte der Österreicher Hesl zunächst sogar parieren, im Nachschuss markierte Terodde dann jedoch den glücklichen 2:2-Endstand.

Eintracht Braunschweig - MSV Duisburg 1:1 (0:0)

Nach der Niederlage gegen den FC St. Pauli am Donnerstag agierte der Bundesliga-Absteiger von 2014 in einer weitestgehend ereignislosen ersten Hälfte über weite Strecken sehr pomadig und konnte folgerichtig kaum ernsthafte Torgefahr entwickeln.

Im zweiten Durchgang nahm die Partie dann deutlich mehr Fahrt auf. Giorgi Chanturia zog in der 58. Minute nach einem Dribbling nach innen und überwand BTSV-Keeper Rafal Gikiewicz mit seinem Linksschuss. Doch die Führung des MSV hielt gerade einmal zwei Minuten, ehe Salim Khelifi zum Ausgleich für Braunschweig traf. Der eingewechselte Domi Kumbela hatte Khelifi den Ball klug per Kopf vorgelegt, stand jedoch zuvor bei der Flanke auf ihn knapp im Abseits (60.).

lst

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