Zweite Liga In Unterzahl - Darmstadt schlägt Spitzenreiter Düsseldorf

Platzverweis, zwei Aluminiumtreffer, Sieg des Außenseiters: Darmstadt hat Fortuna Düsseldorf in einem packenden Zweitligaspiel geschlagen. Der Erfolg des Vorletzten sorgt für eine dramatische Situation im Tabellenkeller.

Darmstadt-Profis freuen sich über ein Tor
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Darmstadt-Profis freuen sich über ein Tor


Der SV Darmstadt darf auf den Verbleib in der zweiten Liga hoffen. Der Tabellenvorletzte besiegte am 28. Spieltag Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf 1:0 (1:0). Damit hat der Klub 31 Punkte und steht nur noch drei Punkte hinter dem Relegationsplatz, den Heidenheim belegt.

Davor befinden sich zahlreiche Teams in Abstiegsgefahr, die durch Darmstadts Erfolg noch einmal gestiegen ist. Der Tabellenvierte aus Ingolstadt steht gerade einmal sechs Punkte vor Heidenheim auf dem Relegationsplatz und neun vor einem direkten Abstiegsrang. Sechs Spieltage vor Saisonende ist völlig offen, wer in die dritte Liga muss. Auch Kaiserslautern auf dem letzten Tabellenplatz (28 Punkte) hat noch die Chance auf den Ligaverbleib.

Ganz anders sieht es in Düsseldorf aus. Der Klub bleibt auch nach der unglücklichen Niederlage in Darmstadt klarer Tabellenführer (53 Punkte) und hat derzeit acht Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz von Holstein Kiel (45).

In einem hitzigen Duell am Böllenfalltor unterlag das Team durch einen Treffer von Tobias Kempe in der 38. Minute. Düsseldorf hatte gute Chancen, traf zweimal das Aluminium (Genki Haraguchi in der 46. und Marcel Sobottka in der 68. Minute) und spielte nach Gelb-Rot für Darmstadts Fabian Holland (43. Minute) über eine Hälfte in Überzahl. Der Ausgleich gelang aber nicht. Damit riss die Erfolgsserie von zuletzt drei Siegen.

SV Darmstadt - Fortuna Düsseldorf 1:0 (1:0)
1:0 Kempe (38.)
Darmstadt: Heuer Fernandes - Großkreutz (90.+3 Medojevic), Bregerie, Sulu, Holland - Kamavuaka, Stark - Kempe, Ji (90.+1 Sobiech), Jones - Boyd (86. Höhn)
Düsseldorf: Wolf - Schauerte (46. Zimmer), Ayhan, Bormuth, Schmitz - Sobottka, Neuhaus (57. Raman) - Usami (74. Kujovic), Fink, Haraguchi - Hennings
Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart)
Gelbe Karten: Sulu, Kamavuaka, Stark, Jones / Schauerte, Zimmer
Gelb-Rot: Holland (43.)
Zuschauer: 17.000

Die Ergebnisse am 28. Spieltag
Dynamo Dresden - 1. FC Nürnberg 1:1 (1:0)
1. FC Heidenheim - FC Ingolstadt 1:2 (0:0)
MSV Duisburg - 1. FC Kaiserslautern 1:4 (0:1)
FC St. Pauli - SV Sandhausen 1:1 (1:0)
SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Union Berlin 2:1 (1:0)
VfL Bochum - Eintracht Braunschweig 2:0 (1:0)
Arminia Bielefeld - Holstein Kiel 1:1 (1:1)
Jahn Regensburg - Erzgebirge Aue 1:3 (0:2)

jan



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ANTITHESIS 03.04.2018
1. Lilien
....blühen wieder!
treime 03.04.2018
2. Bitte nicht.
Darmstadt. Ein Verein, der nur bekannt ist für mauern, foulspielen und vor allem: Zeitspiel. Ja, die geben wirklich alles. Das muss man schon sagen, sollte man im Abstiegskampf auch erwarten. Und vermutlich schaffen sie auch den Klassenerhalt. Aber an der Spielweise wird sich nichts ändern. Eine langfristige Besserung ist da auch nicht in Sicht. Man ging ja schon in die 1. mit der Einsicht, das man wieder absteigen würde und hat es verpaßt, einen Schritt nach vorne zu machen. Zulu, Bregerie & Co. - das sind und werden immer maximal Zweitligaspieler sein. Wenn den Fans das alles, was nicht viel ist, reicht, um alle 2 Wochen im abbruchreifen Böllenfalltor rumzubrüllen, dann bitte sehr. Gestern 2. Halbzeit: jeder Einwurf dauert mind. 15 Sekunden (gemessen ab der Zeit, wo auf Einwurf entschieden wurde, ab Pfiff). Jeder Freistoss >45s bis zur Ausführung, jeder Abstoß >20s, Einwechslungen mindestens >55s. Letzte macht Schuster wohl auch ausschließlich zum Ende einer Partie hin, wenn man noch mehr Zeit schinden muss. Ja, Darmstadt hat berechtigt gewonnen, weil Fortuna auch viel Pech hatte mit ihren Chancen (3x Alu?, ein Fast-Eigentor, etc.) und die letzten 20 Minuten nicht mehr einfiel, wie man durch den Beton kommt. Selbst Braunschweig spielte nach seinem Abstieg aus Liga 1 einen einigermassen ansehnlichen Fussball. Aber vielerorts werden bei diesen Vereinen die Rumpelkicker viel zu lange mitgenommen, dann ist es kein Wunder, das sich so Spiele kaum einer anschaut... Geschweige denn, sich die Situation der Vereine verbessert.
noalk 03.04.2018
3. Bitte doch
Zitat von treimeDarmstadt. Ein Verein, der nur bekannt ist für mauern, foulspielen und vor allem: Zeitspiel. Ja, die geben wirklich alles. Das muss man schon sagen, sollte man im Abstiegskampf auch erwarten. Und vermutlich schaffen sie auch den Klassenerhalt. Aber an der Spielweise wird sich nichts ändern. Eine langfristige Besserung ist da auch nicht in Sicht. Man ging ja schon in die 1. mit der Einsicht, das man wieder absteigen würde und hat es verpaßt, einen Schritt nach vorne zu machen. Zulu, Bregerie & Co. - das sind und werden immer maximal Zweitligaspieler sein. Wenn den Fans das alles, was nicht viel ist, reicht, um alle 2 Wochen im abbruchreifen Böllenfalltor rumzubrüllen, dann bitte sehr. Gestern 2. Halbzeit: jeder Einwurf dauert mind. 15 Sekunden (gemessen ab der Zeit, wo auf Einwurf entschieden wurde, ab Pfiff). Jeder Freistoss >45s bis zur Ausführung, jeder Abstoß >20s, Einwechslungen mindestens >55s. Letzte macht Schuster wohl auch ausschließlich zum Ende einer Partie hin, wenn man noch mehr Zeit schinden muss. Ja, Darmstadt hat berechtigt gewonnen, weil Fortuna auch viel Pech hatte mit ihren Chancen (3x Alu?, ein Fast-Eigentor, etc.) und die letzten 20 Minuten nicht mehr einfiel, wie man durch den Beton kommt. Selbst Braunschweig spielte nach seinem Abstieg aus Liga 1 einen einigermassen ansehnlichen Fussball. Aber vielerorts werden bei diesen Vereinen die Rumpelkicker viel zu lange mitgenommen, dann ist es kein Wunder, das sich so Spiele kaum einer anschaut... Geschweige denn, sich die Situation der Vereine verbessert.
Schauen Sie sich mal die Historie des Lilien-Kaders an. Etliche Spieler, die mit den 98ern den BL-Aufstieg schafften, spielen jetzt bei anderen Vereinen der 1.BL. Allen voran Sandro Wagner - sogar NM. Das ist seit Jahrzehnten das Schicksal der Lilien: Gute Spieler werden ruck-zuck weggekauft. Die finanziellen Bedingungen sind dort nun mal nicht so, dass man da Weltklassespieler auf Dauer binden kann.
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