Angriff auf Fan-Bus von Union Berlin Köln schließt neun Klubmitglieder aus

"Ansehen massiv beschädigt": Zweitligist 1. FC Köln wirft als Reaktion auf einen Bus-Angriff neun Personen aus dem Verein. Zwei Fans, die sich als Ordner ausgegeben hatten, sollen finanziell haften - es geht um 14.000 Euro

Kölner Fans im Spiel beim FC St. Pauli (02.09.18)
Getty Images

Kölner Fans im Spiel beim FC St. Pauli (02.09.18)


Fußball-Zweitligist 1. FC Köln hat neun Mitglieder, die an den Ausschreitungen nach dem Punktspiel am 13. August gegen Union Berlin beteiligt waren, aus dem Verein ausgeschlossen. "Aufgrund der Beteiligung an dem Angriff auf einen Fan-Bus von Union Berlin, der das Ansehen des FC und seiner Fans massiv beschädigt hat, sind diese Personen für den Verein nicht mehr tragbar", teilte der FC mit.

Bei den Betroffenen handelt es sich laut Vereinsangaben um Wiederholungstäter, "die in der Vergangenheit bereits im Zusammenhang mit Fußballspielen negativ in Erscheinung getreten sind". Dauerkarten von betroffenen Personen gekündigt.

Ein Polizeisprecher hatte erklärt, dass es im Nachgang der Ereignisse auch Angriffe auf Polizisten gegeben habe. Demnach seien Gewaltbereite mit unbeleuchteten Autos bei der Flucht auch auf Beamte zugefahren, zwei Polizisten mussten sich mit Sprüngen in Sicherheit bringen.

Weitere Vereinsmitglieder, die in der Nacht zum 14. August erstmals durch ein entsprechendes Fehlverhalten aufgefallen waren, erhielten ein ermahnendes Schreiben. Insgesamt waren bei dem Vorfall 28 Personen festgenommen worden. Gegen sie wurde bereits ein Stadionverbot verhängt.

Außerdem fordert der FC Regress in Höhe von insgesamt 14.000 Euro von zwei Personen, die sich beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach im Januar 2018 als Ordner ausgegeben und eine Zaunfahne vom Gästeblock entwendet hatten.

chh/sid



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