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Dresden-Profis von Fans bedroht: "Ihr habt eine Stunde, unsere Stadt zu verlassen"

Anhänger von Dynamo Dresden haben ihrem Frust über den Abstieg Luft gemacht - und ein geschmackloses Banner entrollt. Nach der Niederlage gegen Bielefeld musste die Polizei Spieler des Zweitligisten aus dem Stadion eskortieren.

Nach Abstieg: Dynamo-Fans bedrohen Spieler Fotos
Getty Images

Hamburg - Aufgebrachte Fans haben die Spieler von Dynamo Dresden nach dem Abstieg aus der zweiten Fußball-Bundesliga bedroht. Die Anhänger entrollten nach der entscheidenden 2:3-Niederlage gegen Bielefeld ein Transparent mit der Aufschrift: "Ihr habt eine Stunde, um unsere Stadt zu verlassen."

Laut "Bild.de" wurde das Transparent rund eine Minute später wieder eingerollt, weil es innerhalb der Fan-Szene für Ärger und Chaos sorgte.

Die Klub-Verantwortlichen reagierten alarmiert auf die Aktion. "Solche Drohungen der Fans muss man immer ernst nehmen", sagte Sport-Geschäftsführer Ralf Minge.

Bereits während der Partie gegen Bielefeld war es zu Ausschreitungen gekommen. In der zweiten Halbzeit beim Spielstand von 0:2 hatten Dresdner Anhänger auf den Rängen Feuerwerkskörper abgebrannt und aufs Spielfeld geworfen. Schiedsrichter Manuel Gräfe unterbrach die Partie daraufhin und schickte die Spieler für 15 Minuten in die Kabine, bevor das Spiel fortgesetzt wurde.

Nach dem Schlusspfiff lagen die Dresdner Spieler auf dem Rasen und ließen ihren Tränen freien Lauf. Auf den Rängen detonierten erneut Böller. Der Bielefelder Mannschaftsbus verließ unter Polizeischutz das Gelände. Auch einige Dynamo-Profis mussten beim Verlassen des Stadions von der Polizei eskortiert werden. Andere konnten wiederum problemlos mit dem eigenen Auto vom Gelände fahren. Ein Großaufgebot der Bereitschaftspolizei sorgte für Ordnung rund um das Dresdner Stadion.

Es ist nicht das erste Mal, dass Dresdens Anhänger negativ auffallen. Zuletzt hatte Randale rund um das Hinrundenspiel in Bielefeld im Dezember für Schlagzeilen gesorgt. Marcus Uhlig, Geschäftsführer von Arminia Bielefeld, hatte damals sogar gefordert, Dynamo vom Ligabetrieb auszuschließen.

mib/dpa

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