2. Fußball-Bundesliga: Hertha siegt gegen Ingolstadt, sechs Tore in Karlsruhe
Hertha BSC bleibt in der zweiten Liga ungeschlagen: Gegen Ingolstadt gewann der Aufstiegskandidat, überzeugte aber erst nach der Pause. Auch 1860 München siegte in einer torreichen Partie in Karlsruhe - Benjamin Lauth traf doppelt.
Hamburg - Hertha BSC hat seinen Siegeszug in der 2. Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Vier Tage nach dem 1:2 im Pokal beim Drittligisten TuS Koblenz gewann der Tabellenführer 3:1 (1:1) gegen den Vorletzten FC Ingolstadt.
Damit ist der Hauptstadtclub als einzige Mannschaft der zweiten Liga nach zehn Spieltagen noch ungeschlagen. Durch den Erfolg setzt sich die Hertha zudem auch wieder vom Überraschungsteam aus Aue ab, das am Freitag durch den Sieg in Fürth nach Punkten gleichgezogen war. Für den Aufsteiger aus Ingolstadt war es dagegen im fünften Auswärtsspiel die fünfte Pleite.
Vor 38.529 Zuschauern ging Hertha in der 17. Minute durch Raffael in Führung. Nur fünf Minuten später gelang den spielerisch überzeugenden Gästen durch Moritz Hartmann der Ausgleich. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff markierte Waleri Domowtschiski das 2:1 für Berlin.
Trotz des klaren Ergebnis tat sich Berlin lange schwer, erst nach dem 3:1 in der 69. Minute war der Widerstand der Ingolstädter gebrochen. Adrian Ramos gelang sein vierter Saisontreffer.
Erstes Hertha-Gegentor seit fünf Spielen
Hertha reichte eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, um den Erfolg zu sichern. Im Tor stand nur zwei Wochen nach seinem Kreuzbandanriss wieder Maikel Aerts. Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich bedeutete für die Berliner das erste Gegentor seit fünf Ligaspielen.
Trainer Markus Schupp muss beim Karlsruher SC weiter um seinen Job fürchten. Mit dem 2:4 (0:1) im Heimspiel gegen 1860 München kassierte sein Team trotz einer kämpferisch überzeugenden Vorstellung die fünfte Niederlage in den letzten sechs Begegnungen. Benjamin Lauth (40. und 60.), Kai Bülow (55.) und Dominik Stahl (80.) erzielten die Treffer für die "Löwen". Alexander Iaschwili (58.) und Stefan Müller (63.) verkürzten jeweils für den KSC, der mit nur acht Punkten im Tabellenkeller bleibt.
"Das ist eine ernste Situation. Wir werden uns morgen zusammensetzen müssen und die Situation analysieren. Da gehört alles dazu", sagte KSC-Not-Präsident Ingo Wellenreuther nach dem Abpfiff und kündigte eine Krisensitzung für Sonntag an. "Man hat zwar gesehen, dass sich die Mannschaft bemüht hat. Aber insgesamt war das zu wenig."
jok/sid
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