2. Fußball-Bundesliga Kaiserslautern stürmt auf einen Aufstiegsplatz

Absteiger auf Aufstiegskurs: Dank eines Heimsiegs gegen Erzgebirge Aue hat Kaiserslautern Platz zwei in der zweiten Liga erobert. Die Gäste machten den Schiedsrichter für die Pleite verantwortlich. Außerdem: Karsten Neitzel steigt beim VfL Bochum vom Interims- zum Cheftrainer auf.

FCK-Profis Zuck (l.), Zellner: Zweiter hinter Eintracht Braunschweig
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FCK-Profis Zuck (l.), Zellner: Zweiter hinter Eintracht Braunschweig


Hamburg - Der 1. FC Kaiserslautern hat zum ersten Mal in dieser Saison in der zweiten Liga den Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz geschafft. Der Bundesliga-Absteiger gewann am Montagabend zu Hause gegen Erzgebirge Aue 4:1 (2:1). Dadurch zog der FCK in der Tabelle an Hertha BSC vorbei auf Rang zwei und liegt mit 24 Punkten weiterhin sechs Zähler hinter Spitzenreiter Eintracht Braunschweig.

Vor 23.372 Zuschauern trafen Hendrick Zuck (7. Minute), zweimal Alexander Baumjohann (36./79.) und Mohamadou Idrissou (81.) für Lautern. Jan Hochscheidt (23.) hatte per Kopf das 1:1 für die Gäste erzielt, deren Spieler Jakub Sylvestr mit einer Roten Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung (80.) des Feldes verwiesen wurde.

"Das waren drei wichtige Punkte für uns", betonte FCK-Trainer Franco Foda, "wir waren von Anfang an im Spiel und haben vor allem in der ersten Halbzeit tollen Fußball gespielt." Aues Coach Karsten Baumann hatte einen Schuldigen für die Pleite in Referee Robert Hartmann ausgemacht: "Der Schiedsrichter hat heute das Spiel entschieden."

Eine der Szenen, die Baumann erzürnte, ereignete sich kurz nach dem Anpfiff, als Hartmann nach einem vermeintlichen Foul an Sylvestr nicht auf Strafstoß entschied. "Das war für mich ein ganz klarer Elfer. Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter nicht den Arsch in der Hose hatte", schimpfte Baumann. Auf der Gegenseite traf dann Zuck nach einem schnellen Konter zum 1:0.

Aue spielte trotz dieses Rückschlags mutig nach vorn. Der Treffer von Hochscheidt war der verdiente Lohn. Auch in der Folgezeit war Aue den Gastgebern ebenbürtig, die Tore aber machte nur noch Kaiserslautern. Aue rutschte durch diese Niederlage auf Platz 13.

Noch einen Rang schlechter als der Club aus dem Erzgebirge ist der VfL Bochum, bei dem sich die Trainerfrage geklärt hat. Interimscoach Karsten Neitzel wird zur Dauerlösung. Das bestätigte VfL-Manager Jens Todt den "Ruhr Nachrichten". Vorstand und Aufsichtsrat der Bochumer haben sich in einer dreistündigen Sitzung am Montagabend auf diese Lösung verständigt. Der 44 Jahre alte Neitzel hatte den abstiegsbedrohten Club seit der Entlassung von Chefcoach Andreas Bergmann nach der 1:6-Pleite bei Erzgebirge Aue betreut.

Neitzel war zuvor Co-Trainer des glücklosen Bergmann. Mit dem 3:1-Sieg im DFB-Pokal beim TSV Havelse und dem 2:2 im Ligaspiel am Sonntag gegen Energie Cottbus nach einem 0:2-Rückstand gelang es Neitzel gemeinsam mit Ex-Profi Thomas Reis, eine Trendwende einzuleiten. "Die Mannschaft ist bei Karsten Neitzel und Thomas Reis in guten Händen", hatte Todt vor der Sitzung am Montagabend gesagt.

ham/dpa/sid

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