2. Fußball-Bundesliga Paderborn steigt auf, Fürth spielt in der Relegation gegen HSV

Der SC Paderborn spielt ab der kommenden Saison erstklassig. Mit einem 2:1-Sieg gegen Aalen verteidigte der Club am letzten Zweitliga-Spieltag den zweiten Tabellenplatz. Greuther Fürth muss sich mit der Aufstiegs-Relegation begnügen. Dynamo Dresden ist abgestiegen.

DPA

Hamburg - Der SC Paderborn hat den Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt gemacht. Am letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga besiegte das Team von Trainer André Breitenreiter den VfR Aalen 2:1 (2:1) und verteidigte damit den zweiten Tabellenplatz. Für Paderborn ist der Aufstieg der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Der Klub wird in der kommenden Saison zum ersten Mal überhaupt in der ersten Bundesliga spielen.

Die Partie gegen Aalen startete dabei alles andere als optimal. Bereits nach neun Minuten kassierten die Gastgeber einen Dämpfer. Joel Pohjanpalo brachte den VfR in Führung. Die Antwort der Paderborner ließ aber nicht lange auf sich warten. Nur fünf Minuten später erzielte Marc Vucinovic den Ausgleich, bevor Mario Vrancic mit seinem Treffer zum 2:1 (21.) die Weichen noch vor der Pause auf Kurs Bundesliga stellte.

Nach dem Seitenwechsel drängte die Breitenreiter-Elf auf den dritten Treffer, ohne Erfolg. Aalen hielt weiter gut dagegen, konnte selbst aber kaum für Gefahr vor dem Tor des Gegners sorgen. Am Ende rettete der SC die knappe Führung über die Zeit.

Greuther Fürth - Sandhausen 2:0 (0:0)

Während in Paderborn der Aufstieg gefeiert wird, muss sich Greuther Fürth mit der Relegation begnügen. Zwar gewann Fürth gegen Sandhausen, weil aber auch Paderborn siegte, reichte der Erfolg der Spielvereinigung nicht zum direkten Aufstieg.

In einer über weite Strecken ereignisarmen Partie waren die Gastgeber zwar überlegen, konnten ihre Chancen aber zunächst nicht nutzen. Nach dem Seitenwechsel war es dann Fürths Torjäger Ilir Azemi, der mit seinem 14. Saisontor für die Führung sorgte (52.). In der Schlussphase legte Stieber den zweiten Treffer nach (83.). In der Relegation kommt es nun zum Duell mit dem Hamburger SV. Das Hinspiel findet am 15. Mai in Hamburg statt, das Rückspiel am 18. Mai in Fürth.

Dynamo Dresden - Arminia Bielefeld 2:3 (0:1)

Im Abstiegskampf hat sich Arminia Bielefeld auf den Relegationsrang gerettet. In einer packenden Partie gewannen die Bielefelder 3:2 in Dresden. Dynamo muss damit genau wie Cottbus den direkten Weg in die dritte Liga antreten. Dabei spielten die Gäste ab der 37. Minute nur noch zu zehnt. Thomas Hübener hatte nach einem Foul an Dresdens Stürmer Mickael Poté Gelb-Rot gesehen. Dynamo konnte die Überzahl aber nicht nutzen. Stattdessen kassierten die Gastgeber kurz vor der Pause das 0:1 (42.). Kacper Przybylko hatte einen langen Ball per Kopf auf Fabian Klos verlängert, der frei vor Dresden-Keeper Kirsten zum Abschluss kam.

Nach dem Seitenwechsel zückte Schiedsrichter Manuel Gräfe zum zweiten Mal Gelb-Rot. Diesmal musste mit Cheikh Gueye ein Dresdner den Platz verlassen (59.). Vier Minuten später der nächste Rückschlag für Dynamo: Klos erhöhte mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags auf 2:0 für die Gäste. Zum Unmut einiger unbelehrbarer Dresdner Anhänger. Feuerwerkskörper wurden abgebrannt und aufs Spielfeld geworfen. Referee Gräfe unterbrach die Partie daraufhin und schickte die Spieler in die Kabine.

Nach 15 Minuten wurde das Spiel fortgesetzt - und wie: Kurz nach Wiederanpfiff verkürzte Poté erst auf 1:2 (65.), bevor Koch zum Ausgleich traf (75.). Bei diesem Spielstand wäre Bielefeld direkt abgestiegen. Doch die Gäste antworteten nur eine Minute nach dem 2:2 durch den Siegtreffer von Przybylko (76.). Dresden versuchte zwar noch einmal alles nach vorne zu werfen, der erneute Ausgleich gelang aber nicht mehr.

Die weiteren Partien des 34. Spieltags:
Fortuna Düsseldorf - Kaiserslautern 4:2 (2:2)
FSV Frankfurt - 1. FC Köln 2:0 (0:0)
Union Berlin - 1860 München 1:1 (0:1)
St. Pauli - Aue 2:2 (2:1)
Ingolstadt - Cottbus 2:0 (1:0)
Bochum - Karlsruher SC 1:0 (0:0)

mib



insgesamt 64 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
LapOfGods 11.05.2014
1. Super
Glückwunsch Paderborn. Und Fürth vollendet jetzt hoffentlich das, was Nürnberg und Braunschweig nicht hinbekommen haben: Dem besonders großartigen HSV von seiner Wolke herunter zu helfen.
deus-Lo-vult 11.05.2014
2.
Gott sei Dank sind die Krawallasis aus Dresden weg. So einen Verein braucht kein Mensch.
neurobi 11.05.2014
3.
Zitat von sysopDPADer SC Paderborn spielt ab der kommenden Saison erstklassig. Mit einem 2:1-Sieg gegen Aalen verteidigte der Club am letzten Zweitliga-Spieltag den zweiten Tabellenplatz. Greuther Fürth muss sich mit der Aufstiegs-Relegation begnügen. Dynamo Dresden ist abgestiegen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/2-fussball-bundesliga-paderborn-steigt-in-die-bundesliga-auf-a-968789.html
Da kann ja auf zwei glatte Siege hoffen, als Hamburger! Alles andere wäre eine Senation.
joe75 11.05.2014
4. Herzlichen Glückwunsch!
Und dieser kommt aus dem schönen Münsterland ;)! Früher war dieser Klub Dauergast in der Oberliga-Westfalen. Waren ja auch häufiger in meiner Heimatstadt zu Gast. Ich war sogar mal dort noch im alten Stadion. Nun dieser Aufstieg in die höchste deutsche Liga! Was für eine tolle Story! Schön das auch mal ein echter Exot die Bundesliga bereichern kann ;).
Peter.Lublewski 11.05.2014
5. Vierte oder fünfte Liga
"Zum Unmut einiger unbelehrbarer Dresdner Anhänger." Als Fan eines anderen Zweitligavereins plädiere ich für den Verbleib Dynamo Dresdens in der dritten Liga. Es darf aber auch gerne die vierte oder fünfte Liga sein.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.