2. Fußball-Bundesliga: Paderborn und Duisburg siegen, Fromlowitz sorgt für Eklat

Der SC Paderborn hat sich in der zweiten Bundesliga auf den Relegationsplatz geschoben. Gegen den Karlsruher SC gelang dem Club ebenso ein Erfolg wie 1860 München gegen Ingolstadt. Duisburg bezwang Braunschweig deutlich, allerdings sorgte MSV-Keeper Florian Fromlowitz für einen Eklat.

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dapd

Paderborner Profis: Sprung auf den Relegationsplatz

Hamburg - Paderborn spielt weiter um die Spitzenplätze der zweiten Bundesliga. Der SC feierte mit einem 2:1 (1:1) gegen den Karlsruher SC den neunten Saisonsieg und belegt zum Auftakt des 15. Spieltages vorübergehend den Relegationsplatz. Damit misslang der Einstand des neuen KSC-Trainers Jörn Andersen ebenso wie der von Tomas Oral bei Schlusslicht Ingolstadt. Der FC unterlag 1860 München 0:1 (0:1). Immerhin durfte sich Duisburgs Oliver Reck über drei Punkte freuen: Unter dem vom Interims- zum Cheftrainer beförderten Ex-Torwart beendete der MSV seine wochenlange Negativserie dank eines 3:0 (2:0) gegen Eintracht Braunschweig.

Unterdessen hat Torwart Florian Fromlowitz vor dem Spiel für einen Eklat gesorgt. Wie Reck im Vorfeld der Partie mitteilte, habe sich der 25 Jahre alte Schlussmann geweigert, sich auf die Reservebank zu setzen. "Nachdem ich ihm am Nachmittag erklärt habe, dass er nicht im Tor stehen wird, sagte mir Fromlowitz, dass er mental nicht in der Lage sei, das Spiel auf der Bank zu verfolgen und in der Arena zu sein", sagte Reck.

Der Coach hatte gegen Braunschweig erstmals dem 21-jährigen Felix Wiedwald das Vertrauen geschenkt. Der zuletzt formschwache Fromlowitz war in den vorherigen 14 Saisonspielen Stammkeeper der Duisburger. "So ein Verhalten ist nicht zu akzeptieren, wir behalten uns Konsequenzen vor", sagte MSV-Sportdirektor Ivica Grlic.

Keeper Wiedwald überzeugt

Immerhin feierte Reck zehn Tage nach seiner Beförderung einen ungefährdeten Sieg gegen Braunschweig. Die Zebras, die zuvor vier Spiele nicht gewonnen hatten, kletterten mit 13 Punkten vom 16. auf den 13. Platz. Als Interimscoach hatte Reck nach der Trennung von Milan Sasic nur einen Punkt aus zwei Partien geholt.

Bedanken durfte sich Reck beim doppelten Torschützen Daniel Brosinski (11. und 32.) und Schlussmann Wiedwald. Der Torwart hielt vor 11.237 Zuschauern in der zweiten Halbzeit den ersten Duisburger Sieg seit dem 15. Oktober (3:1 gegen den FC Ingolstadt) fest. Er parierte zunächst einen Kopfball, dann einen Flachschuss von Dominick Kumbela (64. und 67.).

Brosinski hatte bei seinen beiden Toren ein wenig Glück: Beim 1:0 profitierte er von einem Querschläger in der Braunschweiger Abwehr, beim 2:0 patzte Torhüter Daniel Davari. Das dritte Tor steuerte Zvonko Pamic bei (85.). Die Gäste, die Benjamin Kessel wegen groben Foulspiels mit einer Roten Karte verloren, enttäuschten über weite Strecken.

Karlsruhe rutscht auf Platz 15 ab

In Karlsruhe verlief der Einstand von Coach Jörn Andersen unglücklich. Der Nachfolger von Rainer Scharinger unterlag beim SC Paderborn. Dabei erzielte Nick Proschwitz erst in der 88. Minute den von den Gastgebern umjubelten Siegtreffer. Paderborn ist nun bereits seit zehn Spielen ungeschlagen und kletterte mit 31 Punkten auf Tabellenplatz drei. Die Gäste aus Karlsruhe rutschten dagegen mit nur 12 Punkten auf Platz 15 ab.

Vor 8058 Zuschauern in Paderborn erwischten die Gastgeber den besseren Start. Allerdings setzten sie nach der Führung durch Sören Gonther (26.) nach einer Standardsituation nicht entscheidend nach. Prompt fiel der Ausgleich in der 39. Minute nach einem durch Alexander Iaschwili verwandelten Handelfmeter. Verursacht wurde dieser durch Thomas Bertels.

Iaschwili hatte in der zweiten Halbzeit, in der beide Mannschaften auf Augenhöhe spielten, die größte Chance mit einem erneuten Strafstoß, den er allerdings an die Latte setzte. Paderborns Torhüter Lukas Kruse hatte Klemen Lavric gefoult. Für die Entscheidung sorgte Proschwitz.

Auch der Einstand von Tomas Oral beim FC Ingolstadt misslang. Das Schlusslicht der Liga unterlag dem TSV 1860 München. Djordje Rakic (20.) traf vor knapp 15.000 Zuschauern für die "Löwen". Gefährlich wurde es für Ingolstadt meist nur vor dem eigenen Tor. Beim Münchner 1:0 spielte der Serbe Rakic die Abwehrspieler Matip und Pisot aus. Benjamin Lauth (34.) ließ kurz darauf die dicke Möglichkeit zum 2:0 liegen.

jar/sid/dpa

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