2. Fußball-Bundesliga: St. Pauli bezwingt Frankfurt im Spitzenspiel

Die Fans am Millerntor jubeln: Der FC St. Pauli geht mit einem Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt in die Winterpause. Die Gäste spielten überlegen, konnten ihre Chancen jedoch nicht nutzen - und vergaben damit auch den Sprung an die Tabellenspitze. Den Hamburgern droht jedoch ein Nachspiel.

St.-Pauli-Profi Kruse: Treffer zum 2:0-Endstand Zur Großansicht
dapd

St.-Pauli-Profi Kruse: Treffer zum 2:0-Endstand

Hamburg - Eine Niederlage im Duell der Bundesliga-Absteiger hat Eintracht Frankfurt den Sprung an die Spitze der Zweitliga-Tabelle gekostet. Das Team verlor beim FC St. Pauli unglücklich 0:2 (0:1) und bleibt Dritter. Herbstmeister ist damit Fortuna Düsseldorf (42 Punkte). St. Pauli (39) kletterte am SC Paderborn (39) vorbei und liegt nun punktgleich mit Frankfurt auf Rang vier.

Die Eintracht spielte zunächst gut. Vor 24.487 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion scheiterte Alexander Meier schon in der neunten Minute an St.-Pauli-Keeper Philipp Tschauner, der ein überragendes Spiel machte. Nur wenige Minuten später klärte der Schlussmann gegen Gordon Schildenfeld.

St. Pauli kam kaum zu Chancen - bis zur 32. Minute. Fabio Morena eroberte im Getümmel vor dem Frankfurter Tor den Ball, drückte ihn aus kurzer Distanz über die Linie und brachte so die Hausherren in Führung.

Die Hamburger starteten auch stark in die zweite Hälfte: Nach dem Wechsel verpassten kurz nacheinander Fin Bartels und Fabian Boll (48.) das 2:0. Doch Frankfurt fand zurück ins Spiel: Tschauner rettete in der 52. Minute ein weiteres Mal stark gegen Mohamadou Idrissou. St. Pauli konnte sich nur selten aus der Umklammerung lösen - führte aber in der 67. Minute nach einem starken Konter durch Max Kruses zehnten Saisontreffer die Entscheidung herbei.

Kassenrolle aus dem Publikum trifft Frankfurts Schwegler

Überschattet wurde die Partie von einem Zwischenfall in der 47. Minute, als Frankfurts Pirmin Schwegler von einer Kassenrolle am Kopf getroffen wurde, die aus der St.-Pauli-Kurve geworfen worden war. "So ein Fanverhalten ist echt traurig - vor allem, weil das Publikum auf Pauli eigentlich toll ist", sagte Schwegler.

"Ich werde langsam müde, immer wieder zu solchen Dingen Stellung nehmen zu müssen. Ich hoffe, dass irgendjemand was gesehen hat und wir den Täter dingfest machen können", sagte St. Paulis Manager Helmut Schulte. Weil das Hamburger Publikum nach dem Becherwurf im Spiel gegen Schalke aus der Vorsaison als Wiederholungstäter gilt, muss sich St. Pauli wohl auf eine Strafe durch den DFB einstellen.

usp/ham/dpa/sid

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1.
ChristianW. 20.12.2011
Was eine Überraschung, SpOn übernimmt wortgenau die Meldung von usp/dpa/sid in der, welch Überraschung, nicht erwähnt wird, dass in der 48. Spielminute Pirmin Schwegler von einen Kassenbonrolle am Kopf getroffen wird. Es ist ja auch erst das dritte Mal in diesem Jahr, dass sowas bei St. Pauli passiert. Von der Stadionstürmung in Rostock mal ganz zu schweigen. Aber so ist das eben, passiert es bei den achsotollen unangepassten politisch korrekt Superfans, dann wird es maximal nebenbei erwähnt. Aber wehe es wäre Dresden/Rostock/Frankfurt - dann würde der Medienmob toben und Geisterspiele sowie Ligaausschlüsse fordern.
2. Ich
zickezackehoihoihoi 20.12.2011
Zitat von ChristianW.Was eine Überraschung, SpOn übernimmt wortgenau die Meldung von usp/dpa/sid in der, welch Überraschung, nicht erwähnt wird, dass in der 48. Spielminute Pirmin Schwegler von einen Kassenbonrolle am Kopf getroffen wird. Es ist ja auch erst das dritte Mal in diesem Jahr, dass sowas bei St. Pauli passiert. Von der Stadionstürmung in Rostock mal ganz zu schweigen. Aber so ist das eben, passiert es bei den achsotollen unangepassten politisch korrekt Superfans, dann wird es maximal nebenbei erwähnt. Aber wehe es wäre Dresden/Rostock/Frankfurt - dann würde der Medienmob toben und Geisterspiele sowie Ligaausschlüsse fordern.
finde eigentlich auch, dass uns der Kiez-Club in der BL erspart bleiben sollte. Steigen eh gleich wieder ab. Ich würde Düsseldorf und Fürth gerne mal sehen, Frankfurt gehört eh in die erste Liga.
3. So nicht richtig...
wakefield 20.12.2011
Zitat von ChristianW.Was eine Überraschung, SpOn übernimmt wortgenau die Meldung von usp/dpa/sid in der, welch Überraschung, nicht erwähnt wird, dass in der 48. Spielminute Pirmin Schwegler von einen Kassenbonrolle am Kopf getroffen wird. Es ist ja auch erst das dritte Mal in diesem Jahr, dass sowas bei St. Pauli passiert. Von der Stadionstürmung in Rostock mal ganz zu schweigen. Aber so ist das eben, passiert es bei den achsotollen unangepassten politisch korrekt Superfans, dann wird es maximal nebenbei erwähnt. Aber wehe es wäre Dresden/Rostock/Frankfurt - dann würde der Medienmob toben und Geisterspiele sowie Ligaausschlüsse fordern.
Überschattet wurde die Partie von einem Zwischenfall in der 47. Minute, als Frankfurts Pirmin Schwegler von einer Kassenrolle am Kopf getroffen wurde, die aus der St.-Pauli-Kurve geworfen worden war. "So ein Fanverhalten ist echt traurig - vor allem, weil das Publikum auf Pauli eigentlich toll ist", sagte Schwegler
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