Hamburg - Zur Halbzeitpause war die Stimmung bei den Spielern des FC St. Pauli noch wunderbar - zumindest bei denen auf der Ersatzbank. Vergnügt wie kleine Kinder lieferten sich die Profis eine Schneeballschlacht mit Fans auf der Tribüne. Doch fröhlich war bei den Hamburgern am Ende niemand mehr, weder Spieler noch Anhänger. 0:3 (0:0) unterlag St. Pauli im Heimspiel Erzgebirge Aue. Energie Cottbus und der FC Ingolstadt trennten sich ebenso 1:1 wie Jahn Regensburg und 1860 München.
Viel Kampf und wenig Spielkunst bekamen die 20.740 Zuschauer im ausverkauften Hamburger Millerntor-Stadion zu sehen. Auf matschigem Boden war St. Pauli das bessere Team und dominierte Aue, das auf Konter lauerte. In der 33. Minute scheiterte Christopher Buchtmann per Fernschuss an Erzgebirge-Torwart Martin Männel.
Kurz nach der Pause die überraschende Führung für die Gäste: Jan Hochscheidt erzielte in der 50. Minute mit einem Distanzschuss das 1:0. Daniel Ginczek (65. Minute) und Sebastian Schachten (69.) vergaben anschließend große Ausgleichschancen für die Gastgeber. Besser machte es Aue: Jakub Sylvestr erhöhte in der 76. Minute aus 18 Metern auf 2:0, Andreas Wiegel sorgte schließlich für den Endstand (89.). St. Pauli bleibt mit 21 Punkten Tabellenzwölfter, einen Punkt und einen Platz vor Aue.
Später 1860-Ausgleich im Derby gegen Regensburg
Der FC Energie ist im Schneegestöber von Cottbus nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den FC Ingolstadt hinausgekommen. Dabei sah es vor lediglich rund 6700 Zuschauern lange Zeit nach einem glücklichen Sieg der Platzherren aus, die durch Boubacar Sanogo in der 5. Minute in Führung gegangen waren. Die Ingolstädter kamen in der 78. Minute durch Andre Mijatovic zum verdienten Ausgleich. Energie hat als Vierter 29 Punkte und liegt drei Zähler hinter dem 1. FC Kaiserslautern, der den Relegationsplatz belegt. Ingolstadt (25 Punkte) ist Neunter.
Regensburg muss weiter auf den ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf warten. Jahn kam im bayerischen Derby gegen 1860 München nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und bleibt Tabellenletzter. Dabei sah der Club vor 12.500 Zuschauern lange wie der Sieger aus: Sebastian Hofmann hatte die Gastgeber per Foulelfmeter (57.) in Front gebracht. Moritz Stoppelkamp sorgte aber noch für den späten Ausgleich (85.) für 1860, das mit 26 Punkten Siebter ist.
ham/sid/dpa
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