2. Fußball-Bundesliga: Union Berlin schockiert Duisburg

Dämpfer für Duisburg: Der Aufstiegsaspirant hat gegen Außenseiter Union Berlin eine Heimniederlage kassiert. Alemannia Aachen feierte einen ungefährdeten Sieg in Paderborn - und beklagte sich anschließend über einen massiven Polizeieinsatz im Block der eigenen Fans.

Union-Profi Ede (r.): Siegtreffer in Duisburg Zur Großansicht
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Union-Profi Ede (r.): Siegtreffer in Duisburg

Hamburg - Der MSV Duisburg verlor am 23. Spieltag zu Hause 0:1 (0:1) gegen Union Berlin. Vor etwa 12.500 Zuschauern war Chinedu Ede der Mann des Tages. Der Stürmer der Gäste erzielte in der 35. Minute den einzigen Treffer des Spiels. Der SC Paderborn verlor gegen Alemannia Aachen 1:3 (1:2).

Durch die unerwartete Niederlage verpasste es der MSV, an der Spitzengruppe der Liga dranzubleiben. Mit 39 Punkten liegt das Team von Trainer Milan Sasic auf Rang sechs. Union verbesserte sich mit nun 29 Punkten auf Platz zwölf.

Duisburg war in der Anfangsphase zwar die spielbestimmende Mannschaft, klare Torchancen gab es aber nicht. Die Gäste nutzten durch Edes Kopfball aus kurzer Distanz ihre erste Möglichkeit zur Führung.

Auch nach dem Wechsel fiel den Duisburgern wenig ein, um die Berliner Abwehr zu überwinden. Stefan Maierhofer vergab die beste Gelegenheit zum Ausgleich, als er in der 73. Minute aus sechs Metern an Gäste-Torwart Marcel Höttecke scheiterte.

SC Paderborn patzt gegen Aachen

In Paderborn gingen die Gäste vor etwa 6000 Zuschauern bereits in der siebten Minute durch Zoltan Stieber in Führung. Nach dem Ausgleich von David Jansen drei Minuten später brachte Aachens Torjäger Benjamin Auer mit seinem 15. Saisontreffer (29.) die Gäste erneut in Front. Shervin Radjabali-Fardi machte in der 62. Minute dann unter Mithilfe von Paderborns Torhüter Daniel Masuch alles klar.

Nach der Partie beklagte die Alemannia das Vorgehen der Polizei, die Ende der ersten Halbzeit in den Aachener Fanblock eingedrungen war. Anlass waren angeblich zwei Fahnen, die aus Sicht der Polizei an einer nicht zulässigen Stelle aufgehängt waren. Bei dem massiven Einsatz seien Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt worden. Mehrere Aachener Fans mussten wegen Augenreizungen im Krankenhaus behandelt werden.

Zu den Verletzten zählen laut Aachener Angaben auch Kinder und Jugendliche. "Die Aachener Fans hatten an Wellenbrechern Banner aufgehängt, dadurch war unsere Videoüberwachung erschwert. Wir haben mehrfach auf die Fans eingewirkt, die Banner einzurollen, auch über einen Fanbeauftragten. Das hat alles nicht gefruchtet", sagte Einsatzleiter Jürgen Siebel.

Nach den vergeblichen Aufforderungen sei die Polizei dann in den Fanblock eingedrungen und habe auch Pfefferspray eingesetzt. "13 Fans sind verletzt worden, vier mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dass sich darunter Kinder und Jugendliche befinden, kann ich nicht bestätigen", sagte Siebel, der angab, dass ein Aachener Fan nach einem Angriff auf einen Polizisten festgenommen worden sei. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet.

"Von Seiten des Vereins halte ich einen Einsatz mit solch drastischen Mitteln gegen unsere Fans für völlig unverständlich", sagte Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer, der Augenzeuge der Vorkommnisse war.

chp/dpa/sid

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