Aus für Trainer und Sportvorstand VfL Bochum trennt sich von Rasiejewski und Hochstätter 

Der VfL Bochum steckt in der Krise - und hat sich nun für einen Tausch auf dem Trainer- und Sportdirektorposten entschieden. Ex-Profi Sebastian Schindzielorz soll beim Neustart helfen.

Ex-Bochum-Trainer Jens Rasiejewski
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Ex-Bochum-Trainer Jens Rasiejewski


Der abstiegsbedrohte Zweitligist VfL Bochum hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Jens Rasiejewski und Sportvorstand Christian Hochstätter getrennt. Hochstätters Aufgaben wird der ehemalige VfL-Profi Sebastian Schindzielorz übernehmen, der bisherige Co-Trainer Heiko Butscher wird die Mannschaft beim Spiel gegen den Drittletzten Darmstadt 98 (Freitag, 18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) betreuen.

"Diesen Entschluss haben wir uns nicht leicht gemacht. Wir sind uns aber bewusst, dass wir im Kampf um den Klassenerhalt vor einem bedeutenden Spiel gegen Darmstadt stehen, für das wir alle Kräfte bündeln müssen", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Peter Villis.

Der ehemalige Bundesligist (23 Punkte) steht aktuell einen Punkt vor dem kommenden Gegner und nur drei Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz. Im Jahr 2018 hat der Klub bisher alle drei Zweitliga-Spiele verloren und dabei keinen Treffer erzielt. Im vergangenen Spieljahr wurde der Verein Neunter, in der Bundesliga spielte Bochum letztmals in der Saison 2009/2010.

Sportvorstand Hochstätter stand bereits länger in der Kritik. Zuletzt überwarf sich der 54-Jährige mit Kapitän Felix Bastians und suspendierte den Publikumsliebling zwischenzeitlich. Ende Januar wechselte Bastians zu Tianjin Teda in die chinesische Super-Liga. Der von der U19 beförderte Coach Rasiejewski, der nach acht Spielen als Interimscoach im Dezember als Cheftrainer bestätigt wurde, holte in 13 Partien nur 13 Punkte.

Schindzielorz (von 1997 bis 2003 beim VfL unter Vertrag) tritt eine schwere Nachfolge auf der Sportdirektorposition an. Auch, weil das Transferfenster seit Ende Januar geschlossen ist und keine Verbesserungen im Kader mehr möglich sind.

jan/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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goat777 08.02.2018
1. Aufgepasst HSV
Aufgepasst HSV. Hochstätter ist jetzt umsonst zu haben. Nach den Drittliga Managern Todt und Kreuzer ist jetzt ein erfolgloser Zweitliga Manager zu haben. Das wäre mal eine Verbesserung!
bedarogs 08.02.2018
2. Auweia VfL.
Bochum war mal der sympathische Underdog der Bundesliga, das ist lange her. Die Zeiten in denen ein Werner Altegoer oder eines Ottokar Wüst den Klub führten sind jedoch vorbei. Jetzt scheint Planlosigkeit gepaart mit überzogenen Erwartungen vor Saisonbeginn das Motto des Vereins zu sein. Schade.
menton 08.02.2018
3. nachvollziehbar...
auch wenn die Entlassung von Hochstetter - nach der Transferperiode - merkwürdig erscheinen mag: Eine Verbesserung der Situation mit ihm an der Spitze ist nicht mehr möglich gewesen. Schon die Entlassung Verbeeks aber auch alle folgenden Entscheidungen von ihm waren klare Fehlentscheidungen, die er auf seine Kappe nehmen muss. Die Gründe waren stets mindestens zu einem wesentlichen Teil persönlicher Art und haben zu der derzeitigen sportlichen Katastrophe geführt. Gut dass er weg ist. Erfahrungsgemäß fallen aber alle im Fußballgeschäft sehr weich, so dass man sich umihn auch keine Sorgen machen muss...
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