Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

2. Fußball-Bundesliga: Gunesch wirft einzelnen Löwen-Fans Rassismus vor

Zweitligaprofi Gunesch: "Rassismus ist ein Verbrechen" Zur Großansicht
Bongarts/Getty Images

Zweitligaprofi Gunesch: "Rassismus ist ein Verbrechen"

Ungewöhnliche Maßnahme eines Fußballprofis: Zweitliga-Kicker Ralph Gunesch hat auf seiner Facebook-Seite rassistische Rufe von einzelnen Fans des TSV 1860 München beklagt. Löwen-Anhänger sollen einen Teamkollegen Guneschs vom FC Ingolstadt mehrfach heftig beleidigt haben.

Hamburg - Der Fußballprofi Ralph Gunesch gehört zu den Vertretern seiner Branche, deren Welt sich nicht nur um fußballerische Dinge dreht. Der Spieler von Zweitligist FC Ingolstadt hat das am Sonntag wieder einmal deutlich gemacht. Im Anschluss an die Partie bei 1860 München (1:0) warf er einzelnen Fans der Sechziger vor, den Ingolstädter Spieler Danny da Costa mehrfach rassistisch beleidigt zu haben.

Anhänger der Löwen haben nach Guneschs Angaben da Costa mit Affenlauten bedacht und ihn mehrfach wegen seiner Hautfarbe heftig beleidigt. "Schließt euch zu Hause ein und labert mit dem rassistischen Müll euren Wandteppich voll, aber verschont uns alle mit dem Gedankengut", schrieb der ehemalige Erstligaspieler des FC St. Pauli auf seiner Facebook-Seite und erntete dabei viel Zustimmung von Lesern. Auch Löwen-Fans solidarisierten sich mit Guneschs Kritik. Als es Da Costa zu viel wurde, hatte er auch Schiedsrichter Florian Meyer auf die Rufe aufmerksam gemacht.

Gunesch schließt seinen Eintrag mit dem Satz: "Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen." Fast 500 Facebook-Leser hatten seinen Eintrag schon nach einer Stunde mit dem "Gefällt-mir-Button" bedacht. Von 1860 München ist bisher keine Reaktion bekannt.

aha

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. keine echten Löwen
barti2000 18.08.2013
Man muss aber auch Gang klar sagen, dass man diese einzelnen Spinner nicht als Löwenfans bezeichnen kann. Der harte Kern lehnt jegliche Form von Rassismus ab .Soweit ich das mitbekommen habe kamen die "Gesänge" deshalb auch nicht aus dem wilden Norden sondern von der Südkurve.
2. Schamesröte - Und das als Blauer!
kestrel2 18.08.2013
Da kann man als Löwenfan da Costa und Ingolstadt nur inständig um Entschuldigung bitten! Solche Rufe von Vorvorgestern brauchen wir beim TSV nicht!!! Auch wenn man sich als Blauer für sowas in Grund und Boden schämen muss, ist die Aktion von Gunesch einfach nur richtig und verdient Respekt. Danke fürs Öffentlich machen!
3. .
max.betzenbichler 18.08.2013
Rassismus ist völlig inakzeptabel und wird bei 1860 auch nicht akzeptiert. Gerade im Stadion gibt es auch immer Transparente "1860 gegen rechts". Ich war auch im Stadion und habe nichts von den Rufen mit bekommen. Es sind im Übrigen nie irgendwelche rassistischen Töne zu hören. Wenn es denn welche gab, dann muss man sich natürlich entschuldigen. Keine Toleranz für Rassismus !!
4. aus dem Osten nichts neues
ofelas 19.08.2013
Zitat von sysopBongarts/Getty ImagesUngewöhnliche Maßnahme eines Fußballprofis: Zweitliga-Kicker Ralph Gunesch hat auf seiner Facebook-Seite rassistische Rufe von einzelnen Fans des TSV 1860 München beklagt. Löwen-Anhänger sollen einen Teamkollegen Guneschs vom FC Ingolstadt mehrfach heftig beleidigt haben. http://www.spiegel.de/sport/fussball/2-liga-rassistische-gesaenge-beim-spiel-1860-muenchen-gegen-ingolstadt-a-917228.html
...und wer hat gewoehnlich einen Wandteppich
5. Ägypten?! Rembrandt?!
Robert_Rostock 19.08.2013
Zitat von ofelas...und wer hat gewoehnlich einen Wandteppich
1860 München = Osten? Wovon reden Sie? Oder waren das nur die unbewussten Reflexe?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Themenseiten Fußball
Tabellen


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: