Randale in Rostock Dynamo Dresden erneut zu Geisterspiel verurteilt

Die Randale von Fans beim Auswärtsspiel in Rostock hat für Dynamo Dresden ein Nachspiel - wieder einmal. Der DFB verurteilte den Drittligisten zu einem Geisterspiel nach der Winterpause. Das Spiel hatte nach Krawallen unterbrochen werden müssen.

Dynamo-Fans beim Spiel in Rostock: 15 Minuten Unterbrechung
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Dynamo-Fans beim Spiel in Rostock: 15 Minuten Unterbrechung


Hamburg - Fußball-Drittligist Dynamo Dresden muss wegen der Ausschreitungen während des Spiels bei Hansa Rostock erneut ein Geisterspiel bestreiten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte den Verein dazu, das Punktspiel gegen Rot-Weiß Erfurt am 7. Februar 2015 vor leeren Rängen auszutragen.

Gleichzeitig wird die am 4. Juli gegen Dresden ausgesprochene Bewährungsstrafe widerrufen und die dadurch zu vollziehende Strafe (Teilausschluss der Zuschauer für ein Drittliga-Heimspiel) im neuen Strafmaß mit eingerechnet, teilte der DFB mit. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt.

Nach den Vorgaben des DFB müssen beim Spiel gegen Erfurt sämtliche Zuschauerbereiche geschlossen bleiben. Auf dem gesamten Stadion- und Vereinsgelände darf auch keine Übertragung der Begegnung im Rahmen eines Public Viewing stattfinden.

Schiedsrichter Daniel Siebert hatte das Dresdner Auswärtsspiel am 29. November in Rostock in der 57. Minute für knapp eine Viertelstunde unterbrechen müssen. Im Dresdner Zuschauerblock waren mehrere Bengalische Feuer und Raketen gezündet und gezielt über einen eingerichteten Pufferblock hinweg in Richtung des nebenan gelegenen Rostocker Fanblocks geworfen und geschossen worden. Auch auf dem Spielfeld landete Pyrotechnik.

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Hansa vs. Dynamo: Feuer, Krawalle und Verletzte

aha/dpa



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kascnik 15.12.2014
1. Im Grunde hat
Dresden eine wunderbare Fanszene, lautstark, euphorisch und leidenschaftlich. Nur nehmen wenige Idioten den ganzen Verein seit Jahren in Sippenhaft!
hans_uwe2@yahoo.de 15.12.2014
2. ...
Sehr ärgerlich, aber passt schon. Sagt ein Dynamo-Fan. Leider wird so eine Bestrafung allerdings nie solche Auswüchse verhindern können, weil's den paar dutzend Typen schlicht egal ist MfG Hans-Uwe
Horst Kirch 15.12.2014
3. Noch viel zu milde
Grundsätzlich geht das Urteil in die richtige Richtung aber es ist noch viel zu milde. Dieses ewige Gefasel, dass die Falschen bestraft werden geht an der Realität vorbei. Ich bin mir sicher, dass alle, wohlgemerkt alle Vereine 90% der potentiellen und tatsächlichen Gewalttäter namentlich kennen. Was passiert? Nichts. Lasche Sozialprojekte und viel zu viel Verständnis für die Chaoten, die sich auf so etwas ein Ei pellen. Eine interne Regulierung in der Fanszene kann man auch vergessen. Es gibt keine Selbstreinigungskräfte. Die die das versuchen werden eingeschüchtert und bedroht. Knallhartes durchgreifen, Polizeikosten für die Veranstalter (richtige Tendenz in Bremen) und Stadionverbote für diese Antifans. Wovor haben die Vereine eigentlich Angst? Ich denke jeder Club kann auf die 100 bis 500 Gewalttäter gut verzichten. Und wer behauptet ohne diese gibt es keine Stimmung der irrt aber das ist ein anderes Thema.
mauerfall 15.12.2014
4.
Wir hätten damals doch weiterklagen sollen wegen der verschuldensunabhängigen Haftung, statt vor dem DFB einzuknicken. Dass nach dem Deal alle Strafen gelöscht wurden und wir dennoch nach so kurzer Zeit schon wieder bei einem Geisterspiel als Bestrafung angekommen sind, ist ein schlechter Witz. Eine Bestrafung ist völlig ok, auch ein Teilausschluss hätte ich noch als akzeptabel empfunden angesichts der Ereignisse, aber ein Geisterspiel... Vor allem, was soll das? Glauben die alten Herren in FFM wirklich, dass sie mit dieser Art der Strafe irgendwas ändern?
kascnik 15.12.2014
5. Das Urteil ist
Zitat von Horst KirchGrundsätzlich geht das Urteil in die richtige Richtung aber es ist noch viel zu milde. Dieses ewige Gefasel, dass die Falschen bestraft werden geht an der Realität vorbei. Ich bin mir sicher, dass alle, wohlgemerkt alle Vereine 90% der potentiellen und tatsächlichen Gewalttäter namentlich kennen. Was passiert? Nichts. Lasche Sozialprojekte und viel zu viel Verständnis für die Chaoten, die sich auf so etwas ein Ei pellen. Eine interne Regulierung in der Fanszene kann man auch vergessen. Es gibt keine Selbstreinigungskräfte. Die die das versuchen werden eingeschüchtert und bedroht. Knallhartes durchgreifen, Polizeikosten für die Veranstalter (richtige Tendenz in Bremen) und Stadionverbote für diese Antifans. Wovor haben die Vereine eigentlich Angst? Ich denke jeder Club kann auf die 100 bis 500 Gewalttäter gut verzichten. Und wer behauptet ohne diese gibt es keine Stimmung der irrt aber das ist ein anderes Thema.
weder zu milde noch zu hart, es geht einfach am Sachverhalt vorbei, da letztlich diejenigen bestraft werden, die dafür nichts können! Im übrigen, Sie sind nicht informiert, sehr häufig sind die Täter eher "Fans" von ausserhalb, "befreundete" Ultras aus dem Ausland. Dazu kommt, dass Sie für derartige Forderungen wie in Bremen einfach auch mal die Rechtslage betrachten müssen. So einfach wie Sie das in dieser Stammtischmentalität vom "harten Durchgreifen" erwähnen, ist das nicht.
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