Hannover 96 Kind-Übernahme bleibt möglich

Martin Kind darf Hannover 96 weiter übernehmen. In einer Abstimmung verpasste es die Opposition, die nötige Zweidrittelmehrheit zur Erhaltung der 50+1-Regel zu bekommen. Aber es gab auch Widerstand.

Hannover-96-Präsident Martin Kind
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Hannover-96-Präsident Martin Kind


Die Vereinsopposition bei Hannover 96 ist mit ihrem Versuch gescheitert, die 50+1-Regelung aufrechtzuerhalten. Ein entsprechender Antrag auf Satzungsänderung wurde bei der Mitgliederversammlung abgelehnt. Die Befürworter der Regelung sind gegen die geplante Übernahme durch den Vereinsvorsitzenden Martin Kind. Zur Annahme des Antrages wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig gewesen, die nach einer hitzigen Versammlung aber verpasst wurde.

Allerdings wurde ein Antrag angenommen, der vorsieht, dass der Vorstand den Inhalt eines Übernahmeantrags bei der DFL zuvor offenlegen und später im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beraten, diskutieren und mehrheitlich beschließen muss.

Kind will die komplette Mehrheit bei der wichtigsten GmbH des Zweitligisten Hannover 96 übernehmen. Der Präsident des Stammvereins soll dazu bereits einen entsprechenden Antrag bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) gestellt haben. Dieser müsste allerdings nun von der Mitgliederversammlung abgesegnet werden. Der Unternehmer kämpft seit Jahren gegen die 50+1-Regelung.

Die Regelung besagt, dass der Stammverein die Mehrheit an einem Bundesligisten halten muss. Ausnahmen gibt es nur, wenn jemand den Verein mehr als 20 Jahre ununterbrochen und erheblich gefördert hat. Kind hatte das Präsidentenamt im September 1997 beim damaligen Drittligisten übernommen und sich seitdem auch mit seinem Privatvermögen am Klub beteiligt.

bam/jan/dpa



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