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"50-plus-eins"-Regel im Fußball Kind will Kompromiss

Hannover-Präsident Kind: Entscheidung vertagtZur Großansicht
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Hannover-Präsident Kind: Entscheidung vertagt

Bleibt die umstrittene "50-plus-eins"-Regel erhalten? Es sieht danach aus. Allerdings mit einer gravierenden Änderung. Hannovers Präsident Martin Kind hat vor dem Lizenzliga-Schiedsgericht einen Antrag eingereicht, der die Sonderstellung der Konzernclubs Wolfsburg und Leverkusen beenden würde.

Hamburg - Im Streit um die "50-plus-eins"-Regel im deutschen Fußball ist noch keine Entscheidung gefallen. Das Lizenzliga-Schiedsgericht beriet am Montag in Frankfurt am Main unter dem Vorsitz des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo Steiner darüber, ob in Deutschland Bundesligisten durch einen Investor übernommen werden dürfen. Ligapräsident Reinhard Rauball rechnet mit einer Entscheidung in den kommenden Wochen, "das kann aber auch Monate dauern".

Hannovers Vorstandschef Martin Kind kämpft seit drei Jahren für die Abschaffung der Regel, die seines Erachtens gegen EU-Recht verstößt. Die "50-plus-eins"-Regel verhindert, dass Geldgeber - wie zum Beispiel in England - mehr als die Hälfte der Anteile an einem Club erwerben können. Die Liga hatte sich bis auf Hannover 96 zuletzt einstimmig gegen die Abschaffung der Investorenregel ausgesprochen.

Statt die Regel zu kippen, hat Kind nun einen Kompromissantrag eingereicht: Er will die Möglichkeit schaffen, dass Investoren die Mehrheit an einem Club halten können, wenn sie sich lange für den Verein engagiert haben. Investoren wird bislang nur dann eine mehrheitliche Beteiligung an den Bundesligisten zugestanden, wenn das Unternehmen vor dem 1. Januar 1999 bereits 20 Jahre im Club aktiv war. In der Bundesliga ist das bei den langjährigen Engagements der Bayer AG in Leverkusen und von Volkswagen beim VfL Wolfsburg der Fall.

"Jemand, der seit 20 Jahren Würste im Stadion verkauft, ist nicht gemeint"

Hannover hat nun die Abschaffung des Stichtags beantragt. Damit könnten in Zukunft alle Bundesligisten mit Investoren zusammenarbeiten, die seit mehr als 20 Jahren im Verein aktiv sind. "Jemand, der seit 20 Jahren die Würste im Stadion verkauft, ist damit aber nicht gemeint", sagte Rechtsanwalt Peter Duvinage.

Denn Kind und die von ihm akquirierten Unternehmen der Region Hannover sind erst seit 1997 im Verein aktiv, sie könnten damit frühestens in sechs Jahren eine Mehrheitsbeteiligung am Verein anstreben.

Sollte diesem Antrag stattgegeben werden, wird Kind nicht mehr weiter gegen die "50-plus-eins"-Regel prozessieren. "Wir sind mit dem Änderungsantrag auf einem guten Weg. Eine Entscheidung wird aber wohl erst in zwei Monaten fallen. Sollte dem Antrag nicht stattgegeben werden, dann sind wir aber natürlich weiter bereit, durch alle Instanzen zu gehen", so Kind, der sich damit zunächst einmal dem Solidargedanken der Liga beugte und für einen Kompromissvorschlag plädierte, der anscheinend auch beim Ständigen Schiedsgericht Anklang fand.

Mit großer Erleichterung nahm Liga-Boss Reinhard Rauball den von Kind eingeschlagenen Weg auf. "Die Abschaffung der '50-plus-eins'-Regel hätte eine Sprengkraft wie einst das Bosman-Urteil. Nun sind wir aber hoffnungsvoll, dass die '50-plus-eins'-Regel in ihrer Grundform erhalten bleibt", sagte Rauball, der massiv für den Erhalt der Investorenregel plädierte: "Solchen Zirkus wollen wir nicht, und wir wollen auch keine Profilneurotiker, die sich mit ihrem Geld in der Bundesliga ein Spielzeug zulegen."

jar/sid/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
affenkopp 04.07.2011
Der einfachste und beste Kompromiss: 96 löst sich auf und wir sind diesen überflüssigen Dorfverein los. Dann brauchts auch keine Änderung der 50+1 Regel.
Zitat von sysopBleibt die umstrittene "50-plus-eins"-Regel erhalten? Es sieht danach aus. Allerdings mit einer*gravierenden Änderung. Hannovers Präsident Martin Kind hat vor dem Lizenzliga-Schiedsgericht einen Antrag eingereicht, der die Sonderstellung der Konzernclubs Wolfsburg und*Leverkusen beenden würde. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,772263,00.html
Der einfachste und beste Kompromiss: 96 löst sich auf und wir sind diesen überflüssigen Dorfverein los. Dann brauchts auch keine Änderung der 50+1 Regel.
Caiman 04.07.2011
... irgendein Amüsement muss es ja selbst in Torfdorf am Matschsee geben, ein öffentlich pinkelnder und prügelnder Prinz gibt auf Dauer nicht so viel her...
Zitat von affenkoppDer einfachste und beste Kompromiss: 96 löst sich auf und wir sind diesen überflüssigen Dorfverein los. Dann brauchts auch keine Änderung der 50+1 Regel.
... irgendein Amüsement muss es ja selbst in Torfdorf am Matschsee geben, ein öffentlich pinkelnder und prügelnder Prinz gibt auf Dauer nicht so viel her...
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