24.12.2012 – 11:34 Uhr

Fußball-Bundesliga: Wünsche der Bundesliga-Clubs zu Weihnachten

Wünsche der Bundesliga-Clubs zu Weihnachten

Frohe Weihnachten

Weihnachtszeit ist die Zeit der Wünsche - auch in der Fußball-Bundesliga. Borussia Dortmund möchte gerne eine Festung. In Nürnberg wünschen Sie sich nur noch Samstagsspiele. Und der HSV wäre mit einer neuen Uhr glücklich. Wer will was - und warum? SPIEGEL ONLINE hilft den Vereinen ein wenig und hat sich pro Club einen Wunsch überlegt.

VfB Stuttgart wünscht sich einen Fehlstart

Weihnachtswunsch Rückrunden-Fehlstart? Ja genau, zwei Pleiten zum Auftakt, das wär's für den VfB Stuttgart! So wie vor einem Jahr: Da wurde der Club direkt nach der Winterpause von Schalke (1:3) und Mönchengladbach (0:3) vermöbelt, rutschte Richtung Abstiegszone - und wachte anschließend auf. Am Ende wurde es Platz sechs, Europa League.

Hamburger SV wünscht sich einen Uhrmacher

Eine neue Uhr zum Fest: So einfach wäre der HSV glücklich zu machen. Die alte im Stadion zeigte an, wie viele Jahre, Tage, Stunden und Sekunden der Club schon ununterbrochen in der Bundesliga dabei ist. Irgendwann hat das Ding seinen Geist aufgegeben und ist laut Vereinsführung nicht zu reparieren. Mit einer neuen Uhr könnte sich der Club weiter seiner glorreichen Vergangenheit erinnern.

Fortuna Düsseldorf wünscht sich Vergessen

In Düsseldorf könnte man pünktlich zu Weihnachten eine Amnesie ganz gut gebrauchen. Der Freude über die super Hinrunde mit 21 Punkten und Platz 13 folgte das Pokal-Aus beim Drittligisten Offenbach, verbunden mit ganz viel schlechter Laune. Die wäre mit einer Gedächtnisstörung plötzlich weg.

Bayern München wünscht sich Stimmung

Was könnte den FC Bayern nach dieser überragenden Hinrunde noch glücklicher machen? Noch mehr Siege, noch weniger Gegentore und der Champions-League-Sieg 2013. Vor allem wünscht man sich in München viel öfter Stimmung im Stadion, die so überragend ist wie das Team auf dem Platz. 71.000 Zuschauer kommen im Schnitt in die Arena - doch die machen häufig nur Krach wie 7100.

Borussia Mönchengladbach wünscht sich einen Wecker

Die Borussia braucht dringend einen Wecker, um von Beginn an wach zu sein. Betrachtet man nur die erste Halbzeit, ist der Club nämlich 13. der Tabelle, nach der Pause dafür das sechstbeste Team.

Borussia Dortmund wünscht sich eine Festung

Früher sorgte das Stadion des BVB für Angst und Schrecken beim Gegner. Doch das ist offenbar vorbei. Vergangene Saison war Dortmund noch das beste Heimteam, in dieser Hinrunde langte es in der Kategorie gerade mal zu Platz acht. Die Borussia wünscht sich die einstige Festung zurück.

Schalke 04 wünscht sich eine Zeitreise

Eine Zeitmaschine, das wär's für Schalke. Dann könnte sich der Club zurück in den Oktober beamen, als er nach dem elften Spieltag Zweiter und damit Bayern-Verfolger Nummer eins war. Seitdem ging es für S04 bergab: Nach der Hinrunde ist Schalke Siebter und Trainer Huub Stevens ist arbeitslos.

VfL Wolfsburg wünscht sich ein anderes Stadion

Das Stadion des VfL braucht dringend eine neue Fassade – oder gleich eine neue Arena. Wolfsburg ist das zweitschlechteste Heimteam, dafür aber die fünftbeste Mannschaft in der Fremde. Bei keinem anderen Club gibt es eine solche Spanne in der Heim-Auswärts-Bilanz.

FSV Mainz 05 wünscht sich Ruhe

In Mainz herrscht seit Wochen Trubel, weil Schalke angeblich Trainer Thomas Tuchel abwerben will. Das ist zwar nur ein Gerücht, drängt aber das Sportliche bei den 05ern in den Hintergrund: die super Hinrunde mit Platz sechs. Der Wunsch, der daraus folgt, passt toll zu Weihnachten: Endlich Ruhe.

Eintracht Frankfurt wünscht sich eine Unterschrift

Der größte Wunsch der Eintracht-Fans besteht aus acht Buchstaben, aufgeteilt auf zwei Wörter: Armin Veh. Der Erfolgstrainer, unter dem der Club auf Platz vier überwintert, soll seinen Namen endlich unter einen neuen Vertrag setzen.

1899 Hoffenheim wünscht sich einen DVD-Player

41: Das ist nicht etwa die Anzahl der Weihnachtswünsche von 1899 Hoffenheim, sondern die Anzahl der Gegentore in der Hinrunde. Neu-Trainer Marco Kurz sollte sich einen großen Fernseher samt DVD-Player für die Kabine wünschen. Dann kann er seinen Spielern vorführen, wie er seine Gegner früher als Abwehrspieler abgeräumt hat.

Werder Bremen wünscht sich eine Serie

Konstanz ist so ein Wort, mit dem der Weihnachtsmann wenig anfangen kann. Dann also der konkrete Wunsch: Bremen möchte in der Rückrunde endlich zweimal in Folge gewinnen. Bislang folgte auf einen Sieg meist eine Niederlage, höchstens aber ein Unentschieden, nie ein zweiter Erfolg.

Hannover 96 wünscht sich Wolfgang Stark

Bitte nicht mehr Wolfgang Stark! Das war die Botschaft von Borussia Dortmund, weil der Schiedsrichter BVB-Verteidiger Marcel Schmelzer zu Unrecht mit Rot vom Platz geschickt hatte. Hannover formuliert seinen Weihnachtswunsch einfach andersrum: Bitte mehr Wolfgang Stark! Leitete der Bayer zuletzt die Spiele von 96, verlor der Club so gut wie nie, nur zwei von zehn Partien. Diese Saison war er bei Hannovers Auftritt in Wolfsburg im Einsatz, 96 gewann 4:0.

SC Freiburg wünscht sich das Saisonende

Wünsche müssen ja nicht immer realistisch sein, Spinnen ist unbedingt erlaubt. Darum: Der SC Freiburg möchte, dass die Saison vorbei ist. Jetzt, sofort. Dann nämlich würde der vermeintliche Abstiegskandidat als Fünfter in die Europa League einziehen.

1. FC Nürnberg wünscht sich Samstagsspiele

Bitte nur noch Samstagsspiele! Das ist der einzige Wunsch des 1. FC Nürnberg. Musste der Club freitags oder sonntags ran, hat er noch kein einziges Mal gewonnen. Der FCN hat seinen Wunschzettel aber offenbar zu spät bei der DFL abgegeben: Nürnbergs erste drei Spieltage in der Rückrunde – Sonntag, Freitag, Sonntag.

Greuther Fürth wünscht sich Stürmer

Tabellenletzter mit nur neun Punkten: Fürths Trainer Mike Büskens hat sicherlich viele Wünsche für das kommende Jahr. Ganz oben auf der Liste dürfte aber die Verpflichtung eines neuen Stürmers stehen. Oder gleich mehrerer. Die Angreifer des Aufsteigers erzielten in 17 Spielen nämlich nur ein einziges Tor.

Bayer Leverkusen wünscht sich Zuschauer

Tabellenzweiter hinter den Bayern, dazu mit Stefan Kießling den besten Torjäger: Leverkusen dürfte kaum Wünsche haben. Aber weit gefehlt. Bei dem tollen Fußball, den das Team in der Hinrunde gezeigt hat, hätte es viel mehr Zuschauer verdient. 30.210 passen in die Arena, im Schnitt kommen nur 27.616 – selbst Augsburg hat mehr.

FC Augsburg wünscht sich eine Lektüre

"Winning ugly" heißt ein Buch von Ex-Tennis-Star Brad Gilbert. Ob nun Wunsch oder nicht: Vielleicht sollte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl jedem seiner Kicker ein Exemplar von der Anleitung zum dreckigen Gewinnen schenken. Sein Team ist in der Fairplay-Tabelle Fünfter. Mit liebem Spiel hat aber noch kein Club den Klassenerhalt geschafft.

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