Hamburg - Louis van Gaal? Menschlich eine Katastrophe, aber fachlich top. Jürgen Klinsmann? Eindeutig ein Fehler! So scharf geht Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß mit den beiden Vorgängern des derzeitigen Trainers Jupp Heynckes ins Gericht.
"Mit Magath haben wir zwei Mal das Double geholt. Das war kein Missgriff. Mit van Gaal haben wir das Double geholt und standen im Champions-League-Finale. Dass der menschlich eine Katastrophe war, steht auf einem anderen Blatt. Fachlich war er top. Deswegen war er auch kein Fehler. Klinsmann schon. Und das kreiden wir uns alle an", bilanzierte Hoeneß im Interview mit dem "Donaukurier" die Trainer des Rekordmeisters in den vergangenen Jahren.
Besonders Klinsmanns Modernisierungsdrang ist Hoeneß in schlechter Erinnerung. Bei dem 47-jährigen heutigen US-Nationalcoach habe es Mannschaftssitzungen mit einer Powerpoint-Präsentation gegeben. "Da haben wir für zigtausend Euro Computer gekauft. Da hat er den Profis in epischer Breite gezeigt, wie wir spielen wollen. Wohlgemerkt wollen", so Hoeneß.
Derzeit sieht Hoeneß den FC Bayern "sehr gut aufgestellt, weil wir totale Ruhe im Verein haben. Wenn du keine Ruhe hast und den Gegner nicht vorne attackieren kannst, sondern intern ständig Ärger hast, dann kannst du keine Leistung bringen. Der FC Bayern ruht derzeit in sich selbst", sagte der frühere Manager.
Offen ließ Hoeneß das Thema Jürgen Klopp, nachdem er den Dortmunder Trainer zuletzt immer wieder als möglichen Kandidaten in München ins Gespräch gebracht hatte: "Er hat in Dortmund einen Vertrag bis 2014 und macht einen guten Job. In unserer heutigen Zeit geht alles so schnell. Vor drei Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, dass Jupp Heynckes noch einmal als Trainer arbeitet."
luk/sid
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Uli Hoeneß | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH