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Nach Stadionkatastrophe: Ägypten zieht Kandidatur für Afrika-Cup zurück

Trauer in Mahalla al-Kubra: 19 Tote bei Fan-Ausschreitungen Zur Großansicht
DPA

Trauer in Mahalla al-Kubra: 19 Tote bei Fan-Ausschreitungen

Vor zwei Wochen sind bei Fan-Ausschreitungen in Kairo 19 Menschen gestorben. Nun hat Ägypten seinen Verzicht auf eine Afrika-Cup-Austragung bekannt gegeben.

Hamburg - Die Ausschreitungen, die sich in Ägyptens Hauptstadt ereigneten und 19 Todesopfer zur Folge hatten, sollen dabei nicht ausschlaggebend gewesen sein. "Wir haben uns entschieden, unsere Kandidatur zurückzuziehen und die Bewerbung Algeriens zu unterstützen", sagte Sportminister Khaled Abdel Aziz.

Zunächst war Libyen als Ausrichter vorgesehen. Der nordafrikanische Staat musste die Austragung aufgrund des schweren Bürgerkriegs jedoch zurückziehen. Als Ersatz sind neben Algerien nun noch Gabun und Ghana im Rennen. Die Entscheidung wird im April fallen.

Vor knapp zwei Wochen kam es beim Erstligaspiel zwischen Zamalek SC und ENPPI Club zu gewalttätigen Ausschreitungen, nachdem zuvor Tausende Fans das Stadion ohne Ticket betreten wollten. Die Auseinandersetzungen im ägyptischen Fußball weckten Erinnerungen an die Katastrophe in Port Said vor drei Jahren. Damals kamen bei politisch motivierten Ausschreitungen am Rande des Spiels zwischen Al-Masry und Al-Ahly 74 Menschen ums Leben.

bam/sid

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