Griechischer Fußball: Athener Spieler jubelt mit Hitlergruß

Eklat im griechischen Fußball: Ein 20-jähriger Spieler des Hauptstadtclubs AEK Athen bejubelte sein Siegtor mit einem Hitlergruß. Sein Trainer, Ex-Bundesliga-Coach Ewald Lienen, nimmt den jungen Profi in Schutz.

Hitlergruß-Eklat: Geschmacklose Geste in Athen
Fotos
REUTERS

Athen - Die Freude währte nur kurz: Mittelfeldspieler Giorgos Katidis vom griechischen Fußball-Erstligisten AEK Athen hat für einen Eklat gesorgt. Der 20-Jährige zeigte nach seinem späten 2:1-Siegtreffer gegen AE Veria den Zuschauern den Hitlergruß.

Anschließend entschuldigte sich Katidis via Twitter: "Ich bin kein Faschist. Ich hätte das nie getan, wenn ich die Bedeutung der Geste gekannt hätte." AEK-Trainer Ewald Lienen verteidigte seinen Spieler. Lienen, ehemals Trainer von Hannover 96 und Arminia Bielefeld, nannte Katidis nach der Begegnung einen "jungen Kerl ohne politische Ansichten. Er hat diesen Gruß vielleicht im Internet gesehen, ohne zu wissen, was er bedeutet".

Sein Verein AEK Athen verließ durch den Sieg über Veria die Abstiegsplätze der ersten griechischen Liga. In den kommenden Wochen wird die Mannschaft allerdings vermutlich auf ihren Torschützen verzichten müssen: Katidis muss nun mit einer Strafe sowohl durch den Verein als auch die Liga rechnen.

ade/sid

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insgesamt 23 Beiträge
Steinwald 17.03.2013
Dumm kickt gut.
Dumm kickt gut.
Offensichtlich hat man auch in Griechenland zu viel bei der Bildung gekürzt. Anders kann man "ich wusste nicht was die Geste bedeutet" nicht erklären.
Offensichtlich hat man auch in Griechenland zu viel bei der Bildung gekürzt. Anders kann man "ich wusste nicht was die Geste bedeutet" nicht erklären.
oliveras999 17.03.2013
Wie so viele Symbole und Gesten haben die Nazis den "Gruß" nur übernommen. Schon die Römer grüßten auf die diese Weise, um durch die offene Hand zu signalisieren, dass man ohne (griffbereite) Waffe ist. Als Grieche [...]
Wie so viele Symbole und Gesten haben die Nazis den "Gruß" nur übernommen. Schon die Römer grüßten auf die diese Weise, um durch die offene Hand zu signalisieren, dass man ohne (griffbereite) Waffe ist. Als Grieche dürfte der junge Mann nicht gewusst haben, dass diese Geste als Erbe des NS-Regimes tabu ist. Da die griechische Zivilbevölkerung zudem im 2.WK erheblich gelitten hat, sollte man es bei einer Verwarnung belassen; eine Absicht zur Verherrlichung dürfte völlig abwegig sein.
Axel H 17.03.2013
Und der Marine der in Afghanistan ein paar Zivilisten abledert bekommt einen Orden.
Und der Marine der in Afghanistan ein paar Zivilisten abledert bekommt einen Orden.
john_daniels 17.03.2013
*schlapplach..
*schlapplach..
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