Afrika-Cup: Chaos in Bata, Sieg für Äquatorialguinea

Tumulte zum Auftakt: Vor dem ersten Spiel des diesjährigen Afrika-Cups verschafften sich tausende Fans unerlaubt Zutritt ins Stadion in Bata, die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein. Auf dem Platz gewann Gastgeber Äquatorialguinea gegen Libyen.

Ansturm in Bata: Fans von Äquatorialguinea durchbrachen die Eingangstore zum Stadion Zur Großansicht
dapd

Ansturm in Bata: Fans von Äquatorialguinea durchbrachen die Eingangstore zum Stadion

Hamburg - Co-Gastgeber Äquatorialguinea hat das Auftaktspiel des Afrika-Cups 2012 1:0 (0:0) gegen Libyen gewonnen. Das späte Tor zum Sieg erzielte Javier Balboa nach Vorarbeit von Daniel Ekedo erst in der 87. Minute. Sambia setzte sich anschließend unerwartet gegen Senegal mit 2:1 (2:0) durch.

Emmanuel Mayuka (12. Minute) von den Young Boys Bern und Rainford Kalaba (20.) trafen für Sambia. Dame Ndoye vom dänischen Meister FC Kopenhagen gelang nur noch der Anschlusstreffer für den Mitfavoriten (74.). Bei Senegal wurde der gerade vom SC Freiburg zu Newcastle United gewechselte Angreifer Papiss Demba Cissé in der 67. Minute eingewechselt, konnte aber keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Der frühere Hoffenheimer Bundesliga-Profi Demba Ba stand in der Startelf und hatte einige gute Chancen, blieb jedoch ohne Tor.

Vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels zwischen Äquatorialguinea und Libyen war es zu turbulenten Szenen rings um das Stadion in Bata gekommen. Das Vorhaben, jeden Fan beim Einlass einzeln zu kontrollieren, scheiterte offenbar am großen Andrang. Sicherheitsberater aus Israel ordneten mehrfach an, die Tore zu öffnen, um für Entlastung zu sorgen. Fans strömten unkontrolliert aufs Stadiongelände. Die Polizei versuchte das Gedränge mit Tränengas aufzulösen.

Die Sicherheitsmaßnahmen rings um die 37.500 Plätze fassende Arena waren enorm. Die Polizei hatte alle Zufahrtswege mit Betonblöcken versperrt, Fahrzeuge mussten einen Metalldetektor passieren. Polizisten mit Ganzkörperschutz und Gewehren durchsuchten Fans. Während des Spiels war die Stimmung allerdings friedlich: Vuvuzelas und Fahnen bestimmten das Bild.

Bis zum 12. Februar kämpfen insgesamt 16 Teams bei der 28. Auflage des Afrika-Cups in Gabun und Äquatorialguinea um den Titel.

luk/dapd

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