Afrika-Cup Marokko für zwei Turniere gesperrt

Marokko wollte den Afrika-Cup wegen der Ebola-Epidemie verschieben, daraufhin wurde dem Land die Gastgeberrolle entzogen. Jetzt gibt es weitere Konsequenzen.

CAF-Präsident Hayatou (links) und Lekjaa, Präsident des marokkanischen Fußballverbandes: Gespräche über den Afrika-Cup
AFP

CAF-Präsident Hayatou (links) und Lekjaa, Präsident des marokkanischen Fußballverbandes: Gespräche über den Afrika-Cup


Hamburg - Der afrikanische Verband greift durch: Nachdem Marokko vom Afrika-Cup verbannt worden war, gibt es nun weitere Konsequenzen für das Land. Bei den kommenden beiden Austragungen des Fußball-Kontinentalturniers darf Marokko nicht antreten. Darüber hinaus muss sich der nationale Fußballverband auf finanzielle Sanktionen in Höhe von rund 16 Millionen Euro einstellen.

"Wir werden das Reglement anwenden, das bedeutet einen Ausschluss von den beiden nächsten Auflagen", sagte der afrikanische Verbandspräsident Issa Hayatou der französischen Sportzeitung "L'Équipe". Dazu komme der finanzielle und moralische Schaden, betonte Hayatou.

Marokko hatte wegen der Ebola-Epidemie in einigen afrikanischen Ländern immer wieder darauf gedrängt, das Turnier um ein Jahr zu verschieben. Das kam für den afrikanischen Fußballverband nicht infrage. Bis zuletzt hatte der Dachverband CAF versucht, Marokko zum Einlenken zu bewegen. Doch es war vergebens. Aus diesem Grund hat der Verband Marokko am Dienstag die Gastgeberrolle für den Afrika-Cup 2015 entzogen. Neuer Gastgeber für den Wettbewerb vom 17. Januar bis 8. Februar ist Äquatorialguinea.

mrr/dpa/sid



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insgesamt 2 Beiträge
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Senf-Dazugeberin 15.11.2014
1. Anerkennung
Dafür haben sie wenigstens weltweite Anerkennung gewonnen.
Felix2012 11.12.2014
2.
Es ist ein Unding, dass der marokkanische Fußballverband derart hart für eine vernünftige Haltung abgestraft wird. Wir reden hier von einer Massenveranstaltung zu einer Zeit in der der Ebola-Virus in vielen teilnehmenden Ländern wütet und das Ausmaß der infizierten Menschen nicht zu ermessen ist. Nun können ebolainfizierte eben auch Fußballfans sein. Ganz richtig dass der marokkanische Verband als Gastgeberland das Risiko einer Viruserkrankung ins Land und eine Masseninfektion unter den Fans nicht eingehen möchte.
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