Hamburg - Ein Elfmetertor seines Torhüters Kennedy Mweene hat Titelverteidiger Sambia beim Afrika Cup die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale erhalten. Der Schlussmann traf in der 83. Minute vom Punkt zum 1:1-Ausgleich gegen Nigeria und bescherte seiner Mannschaft damit im zweiten Spiel der Vorrundengruppe C den zweiten Punkt. Zuvor hatte Mweene in der 25. Minute einen Strafstoß von Chelsea-Profi John Obi Mikel pariert.
Damit schrieb Mweene, der in der südafrikanischen Profiliga bei den Free Stars in Bloemfontein spielt, Afrika-Cup-Historie: Er ist der erste Torhüter in der Geschichte des Wettbewerbs, der während der regulären Spielzeit per Elfmeter traf.
Nigeria war zuvor im WM-Stadion von Mbombela durch Emmanuel Emenike (57.) in Führung gegangen. Emenike hatte bereits das Tor beim Auftakt-Unentschieden (1:1) gegen Burkina Faso erzielt. Sambia, das zum Auftakt 1:1 gegen Äthiopien gespielt hatte, und Nigeria haben nach zwei Vorrundenspielen jeweils zwei Punkte auf dem Konto.
Beim anschließenden 4:0-Sieg von Burkina Faso gegen Äthiopien war der zweifache Torschütze Alain Traore der überragende Mann. Damit übernahm der Profi vom französischen Erstligisten FC Lorient die Führung in der Torjägerliste, zumal er schon beim 1:1 gegen Nigeria getroffen hatte.
Die weiteren Treffer für Burkina Faso, das sich mit vier Punkten an die Tabellenspitze setzte und vor dem Sprung ins Viertelfinale steht, erzielten Djakaridja Kone und der ehemalige HSV-Profi Jonathan Pitroipa. Burkina Faso spielte ab der 60. Minute in Unterzahl, nachdem Torhüter Abdoulaye Soulama wegen Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte gesehen hatte.
leh/sid/dpa
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