Marokko Staatsanwalt ermittelt gegen Schalkes Harit wegen fahrlässiger Tötung

Schalkes Mittelfeldspieler Amine Harit war in seinem Heimatland Marokko an einem tödlichen Unfall beteiligt. Nun hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Die Vorwürfe sind schwerwiegend.

Amine Harit
AP

Amine Harit


Die marokkanische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Bundesligaprofi Amine Harit von Schalke 04 aufgenommen, unter anderem wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung. Das gab die Behörde in der marokkanischen Stadt Marrakesch bekannt.

Dem Fußballer wird vorgeworfen, am Steuer eines Fahrzeugs die Geschwindigkeit nicht beachtet und einen Verkehrsunfall verursacht zu haben. Dies bestätigte der zuständige Staatsanwalt.

Beim Unfall, in den der 21-Jährige, der für Marokko bei der WM in Russland gespielt hatte, in der Nacht zum Samstag verwickelt war, wurde ein Mann getötet. Nach neuen Angaben der marokkanischen Behörden war das Opfer 28 Jahre alt, bisher war von einem 18-Jährigen die Rede gewesen.

In der kommenden Woche soll laut Staatsanwaltschaft die erste Anhörung stattfinden. Harit habe eine Kaution in Höhe von etwa 900 Euro gezahlt, nachdem er nach dem Unfall kurzzeitig von der Polizei festgehalten worden war.

Schalke 04 äußert sich zum Vorfall

Schalke 04 hatte bereits am Samstag auf seiner Homepage eine Mitteilung zu dem Vorfall veröffentlicht. Darin kommt Harit indirekt zu Wort. Berichtet wird von einem Gespräch zwischen dem Spieler und Sportvorstand Christian Heidel, in dem der Marokkaner bekundet, er "habe als Fahrer des Unglückswagens keine Möglichkeit gehabt, den tragischen Unfall zu verhindern".

Der gebürtige Franzose war im Sommer 2017 vom französischen Erstligisten FC Nantes nach Gelsenkirchen gewechselt. Erst vor wenigen Wochen wurde er von der DFL mit dem "Rookie Award" als einer der besten Spieler der Bundesliga unter 23 Jahren geehrt.

tip/dpa

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