Drama in Marokko Schalke-Profi Harit in tödlichen Autounfall verwickelt

Er spielt für Schalke in der Bundesliga und nahm mit Marokko an der WM teil: Mittelfeldspieler Amine Harit war in seinem Heimatland an einem tödlichen Unfall beteiligt. Er wurde sogar kurzzeitig festgenommen.

Amine Harit
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Amine Harit


Schalke-Profi Amine Harit ist in seinem Heimatland Marokko nach Angaben der Polizei in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt gewesen. "Mit großer Bestürzung hat der FC Schalke am Samstag von einem schweren Verkehrsunfall mit einem Todesopfer Kenntnis bekommen, der sich in der vorherigen Nacht in Marrakesch (Marokko) ereignete und an dem Mittelfeldspieler Amine Harit beteiligt war", heißt es in der Mitteilung des Bundesligisten.

Der Verein gibt in dem Statement auf seiner Homepage Harits Schilderung der Ereignisse wieder. "Er habe als Fahrer des Unglückswagens keine Möglichkeit gehabt, den tragischen Unfall zu verhindern." Harit stehe demnach immer noch unter Schock.

Laut der Polizei hatte der 21-Jährige in der Nacht zum Samstag in Marrakesch bei schlechter Sicht einen 18-Jährigen überfahren, der eine stark befahrene Straße überquerte. Der Fußballer sei demnach festgenommen und nach Klärung des Sachverhalts wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Behörden haben angeordnet, dass der Pass von Harit eingezogen wird.

Harit ist Leistungsträger und Publikumsliebling bei Schalke

Zunächst kursierende Berichte, wonach Harits erst 14 Jahre alter Bruder während des Unfalls am Steuer gesessen haben soll, wies ein leitender Polizeioffizier, der nicht genannt werden wollte, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zurück.

Der gebürtige Franzose Harit wechselte im vergangenen Sommer für rund acht Millionen Euro vom französischen Erstligisten FC Nantes zum Revierklub. Dort unterschrieb der Mittelfeldspieler einen Vertrag bis 2021 und entwickelte sich schnell zum Leistungsträger und Publikumsliebling. Erst vor wenigen Wochen hatte die DFL ihn mit dem "Rookie Award" ausgezeichnet - dem Fan-Preis für den besten U23-Spieler.

Mit Frankreich hatte Harit 2016 noch die U19-Europameisterschaft in Deutschland gewonnen. Anschließend entschied er sich aber, in der A-Nationalmannschaft für Marokko aufzulaufen, das Heimatland seiner Eltern. Bei der WM kam der 21-Jährige für die Nordafrikaner zu seinem siebten Länderspieleinsatz, er stand bei der 0:1-Niederlage gegen den Iran in der Startelf. Marokko schied als Letzter der Gruppe B in der Vorrunde aus.

Zum Trainingsauftakt der Schalker am Sonntag war Harit nach seinem WM-Einsatz noch nicht vorgesehen. Er hat planmäßig Sonderurlaub.

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