2. Fußball-Bundesliga: Schubert bleibt doch St. Pauli-Trainer

Überraschende Wende beim FC St. Pauli: Noch am Vormittag schien die Trennung von André Schubert nach übereinstimmenden Medienberichten beschlossene Sache. Nun soll der 40-Jährige doch weiter als Trainer des Zweitligisten arbeiten. Das gab der Club auf einer Pressekonferenz bekannt.

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DPA

St. Pauli Trainer Schubert: Weiter im Amt

Hamburg - André Schubert bleibt weiter Trainer von Zweitligist FC St. Pauli. Einen Tag nach dem Saisonfinale der 2. Fußball-Bundesliga war in mehreren Medien übereinstimmend berichtet worden, dass sich St. Pauli von dem 40-Jährigen getrennt habe. Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz gab Clubpräsident Stefan Orth nun aber bekannt, dass die Zusammenarbeit mit dem Trainer weitergehen werde. "Wir haben über mögliche Fehler, Differenzen und Probleme intensive Gespräche geführt und diese aus dem Weg geräumt", sagte Orth, der nun wieder "eine Basis für die Zukunft" sieht.

Noch am Morgen stand die Trennung nach nur zehn Monaten bevor. Selbst Schubert ging davon aus, am Mittag entlassen zu werden. Doch dann kam die Wende. "Ich weiß gar nicht, wie viele Leute sich schon von mir verabschiedet haben", sagte er und zeigte sich selbstkritisch. "Klar ist, dass ich in Zukunft einige Dinge anders machen werde, speziell in der Kommunikation", so Schubert, verbiegen werde er sich jedoch nicht: "Aber das heißt nicht, dass man sich nicht entwickeln kann."

Schubert war im Sommer 2011 von Paderborn ans Millerntor gewechselt. Sein Vertrag läuft noch bis 2013. Mit St. Pauli hatte der Coach am Wochenende trotz des klaren 5:0-Siegs gegen den SC Paderborn den Einzug in die Aufstiegsrelegation verpasst, weil Fortuna Düsseldorf einen Punkt gegen den MSV Duisburg holte.

Bereits nach dem Spiel hatte Schubert gegenüber Journalisten Fehler eingeräumt und erklärt, er müsse lernen, mit den Gremien eines Vereins besser zu kooperieren und mit Ratschlägen "sportlich gelassener umzugehen". "Vielleicht habe ich mich auch ein bisschen zu sehr unter Druck gesetzt", sagte der 40-Jährige.

Dem Coach waren in den vergangenen Wochen immer wieder Differenzen mit seinen Spielern vorgeworfen worden. Auch sein Umgangston mit der Clubführung sorgte für reichlich Kritik.

kem/mib/sid

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Tse, tse, tse...
Montanis 07.05.2012
Die PK läuft noch immer und Helmut Schulte ist weder anwesend noch hat er etwas gesagt. Bisher sprachen nur Orth und Schubert.
2. Posse?
Montanis 07.05.2012
Wieso eigentlich Posse? Die Posse hat sich doch wohl eher bei "mehreren Medien" abgespielt, die voreilig Trennungsmeldungen verbreitet haben.
3. übereinstimmende Berichte
gekreuzigt 07.05.2012
[QUOTE=sysop;10141082]Überraschende Wende beim FC St. Pauli: Noch am Vormittag schien die Trennung von André Schubert nach übereinstimmenden Medienberichten beschlossene Sache. Nun soll der 40-Jährige doch weiter als Trainer des Zweitligisten arbeiten. Das gab der Club auf einer Pressekonferenz bekannt. der deutschen Topmedien. Spon vorweg. Es schreibt mal wieder jeder von jedem ab.
4.
moin8smann 07.05.2012
Unglaublich! Wie kann sowas nur passieren? Vollkommen unverständlich! Da zieht die Realität nicht den Medienberichten nach... Ich weiss nicht, was ich schlimmer finden soll - die "verfrühte" Meldung über den Rausschmiss oder die Selbstherrlichkeit, mit der das eigene Versagen als "Posse" bei St. Pauli betitelt wird. Mein Gott... der Spiegel im 21. Jahrhundert - ein Trauerspiel.
5. Posse bei zweitklassigen Medien?
springfield 07.05.2012
Wenn die verfrühte Presse-Meldungen der vorzeitigen Demission von André Schubert nicht durch Präsidiumsinformationen begründet waren, liegt die Posse nicht beim Klub sondern bei den Medien. Entweder nennen sie jetzt Ross und Reiter (Informant) oder sie sollten sich selbst prügeln.
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