32-Millionen-Transfer Schürrle-Wechsel nach Wolfsburg perfekt

Lange ist verhandelt worden, nun ist es fix: Weltmeister André Schürrle wechselt vom FC Chelsea zum VfL Wolfsburg. Der Deal ist einer der teuersten in der Geschichte der Fußballbundesliga.

Nationalspieler Schürrle: Zurück in der Bundesliga
AP/dpa

Nationalspieler Schürrle: Zurück in der Bundesliga


Hamburg - Fußballweltmeister André Schürrle kehrt in die Bundesliga zurück. Der VfL Wolfsburg einigte sich mit dem FC Chelsea nach tagelangem Poker, wie der Verein kurz nach dem Ende der Wechselfrist am Montagabend bestätigte. Schürrle erhält einen Vertrag bis 2019 bei den Niedersachsen. In der Bundesligapartie der "Wölfe" am Dienstag bei Eintracht Frankfurt (20.00 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky) wird Schürrle aber noch nicht auflaufen.

Als Ablösesumme für den 24-Jährigen sind 32 Millionen Euro im Gespräch. Damit wäre der Wechsel der Viertteuerste in der Geschichte der Bundesliga. Nur die Transfers von Javi Martínez (von Athletic Bilbao zu Bayern München für 40 Millionen Euro), Mario Götze (von Borussia Dortmund zu Bayern München für 37 Millionen Euro) und Edin Dzeko (von Wolfsburg zu Manchester City für 37 Millionen Euro) waren teurer. Mit Ablöse, Gehalt - laut Medienberichten rund sechs Millionen Euro pro Jahr -, Handgeld, Bonuszahlungen und Beraterhonorar soll sich der Schürrle-Deal auf über 60 Millionen Euro belaufen.

Die hohe Ablösesumme war bereits vor dem Wechsel kritisiert worden. "Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. 32 Millionen für Schürrle - ja wo sind wir denn gelandet", hatte Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen gesagt.

Trainer Dieter Hecking hatte sich bereits vor Abschluss des Transfers auf seinen neuen Profi gefreut. "Er ist ein Spieler, der mit seiner Dynamik und Torgefahr gut zu uns passt", sagte Hecking.

In Wolfsburg hofft Schürrle auf bessere Zeiten. Nach seinem Wechsel von Bayer Leverkusen im Sommer 2013 wurde der Offensivspieler in London nie zur festen Größe. In der laufenden Saison kam er in 22 Ligaspielen fünfmal von Beginn an zum Einsatz. Zuletzt strich Chelsea-Trainer José Mourinho Schürrle, der im WM-Finale die Vorlage zum 1:0-Siegtor von Mario Götze gegeben hatte, sogar mehrmals aus dem Kader.

mon/cte/dpa/sid

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Feuerfuchs 02.02.2015
1. Der Ruf des Geldes
Bei dem teuren Spielzeug eines Oligarchen kann er sich nicht durchsetzen, aber für einen deutschen Konzernclub ist er immer noch gut genug. Seltsame Logik, allein geldgelenkt. Dafür wird den Bandarbeitern wahrscheinlich das Urlaubsgeld gestrichen. Naja, viel Glück in the middle of nowhere, André. Ich hätt's genauso gemacht, wenn's mir nicht mehr um Fußball, sondern nur noch ums Geld ginge.
schwaebischehausfrau 02.02.2015
2. Wahnsinn...
wenn die kolportierte Ablöse-Summe (32 Mio PLUS erfolgsabhängige Zuschläge) stimmen, dann muss man an der Solidität von Wolfsburg zweifeln. Weltmeister hin und her - aber das sind 10 Millionen über Wert. Leider fängt die Bundesliga gerade an, von ihrem seriösen Kurs zu geraten. Man kann ja sagen, dass das internationales Niveau ist, wenn man mit Spanien und England mithalten will. Aber für dieses Geld hätte man mit etwas Geduld und gutem Scouting mehr bewirken können - selbst Wolfsburg hat das doch trotz Magath-Kauforgien einige Male gut belegt: Dzeko damals für 4 Mio geholt , Ricardo Rodriguez für 8,5 Mio. ...
mongolord 02.02.2015
3. Nicht das Geld wert
Nix gegen Schürrle, er hat definitiv seine Qualitäten, aber 30-35 Mios ist der nicht wert. Hat sich auch bei Chelsea nicht durchgesetzt und das ist jetzt keine Übermannschaft, wo es unmöglich wäre entsprechende Spielzeit zu bekommen. In der Winterpause isses ja immer schwer an gute Spieler ranzukommen, aber ich glaube für die Kohle hätte man in nem halben Jahr wohl zwei gleichwertige weniger bekannte Spieler bekommen. Wette Wolfsburg zahlt auch den Weltmeisterbonus noch beim Gehalt drauf. Also alles in allem ich bin da etwas skeptisch, aber lass mich gerne überraschen falls Schürrle tatsächlich abgeht.
spitzaufknoof 02.02.2015
4. Allofs
Jetzt weiß auch der letzte warum Klaus Allofs aus Bremen geflüchtet ist. Ganz klar weil ihm bei Werder das Spielgeld ausgegangen war. Bei VW kann er wieder aus dem Vollen schöpfen. Na denn
optimus_prime 02.02.2015
5.
Zitat von spitzaufknoofJetzt weiß auch der letzte warum Klaus Allofs aus Bremen geflüchtet ist. Ganz klar weil ihm bei Werder das Spielgeld ausgegangen war. Bei VW kann er wieder aus dem Vollen schöpfen. Na denn
100% Zustimmung. Leider zählt eben nur noch das Geld. Es gab mal Zeiten da konnten 3-4 Clubs um die Meisterschaft mitspielen.Diese Zeiten sind vorbei und kommen auch nicht mehr zurück. Bayern München mache Ich noch nicht einmal einen Vorwurf.
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