Wegen umstrittener Geste West Bromwich entlässt Anelka

Sein umstrittener Torjubel im Dezember hat Nicolas Anelka den Job gekostet. West Bromwich Albion hat den Angreifer entlassen - nachdem dieser über Twitter selbst seinen Abschied angekündigt hatte.

Angreifer Anelka: Vertrag mit 14-tägiger Frist aufgelöst
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Angreifer Anelka: Vertrag mit 14-tägiger Frist aufgelöst


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der wegen des Quenelle-Grußes gesperrte französische Ex-Nationalspieler Nicolas Anelka ist von seinem Verein West Bromwich Albion entlassen worden. Der Vertrag des Stürmers wird nach Angaben des englischen Erstligisten mit 14-tägiger Frist aufgelöst.

Der Grund dafür ist einer Mitteilung des Vereins zufolge ein "krasser Vertragsbruch". Gemeint sind damit zwei Dinge: Anelkas Weigerung, sich für den Gruß zu entschuldigen, und eine angebliche Kündigung, die er selbst über Twitter ausgesprochen hatte.

"Nach Diskussionen zwischen mir und dem Club wurden mir Vorschläge gemacht, um unter bestimmten Bedingungen ins Team zurückzukehren", hatte Anelka bei Twitter geschrieben: "Das kann ich nicht akzeptieren."

Der Club, der seine eigene Untersuchung in dem Fall in der kommenden Woche abschließen wollte, hatte zunächst verärgert auf die Äußerungen Anelkas reagiert und angegeben, formell nicht über dessen Absichten informiert worden zu sein.

Nun teilte West Bromwich mit, dass Anelkas Kündigung über das soziale Netzwerk unwirksam sei. Vielmehr sei der Gruß, mit dem Anelka Ende Dezember ein Tor in einem Liga-Spiel gefeiert hatte, in Verbindung mit seiner angeblichen Kündigung ein schwerwiegender Vertragsbruch. Als Ergebnis habe ihm der Verein gekündigt.

Anelka war wegen des Grußes, der als antisemitisch gilt, vom englischen Verband für fünf Partien gesperrt worden. Den Verein war Anelkas Geste bereits teuer zu stehen gekommen. Ein Sponsor hatte erklärt, "im Zuge der Aktion" den auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Bislang soll der Deal dem Verein jährlich 3,6 Millionen Euro gebracht haben.

buc/sid/Reuters



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