Angelos Charisteas Werders Grieche wechselt zu Ajax

Das Gerücht hielt sich hartnäckig, nun ist es Realität: Angelos Charisteas wird im neuen Jahr das Trikot von Ajax Amsterdam tragen. Werder Bremen spült der Wechsel des griechischen Nationalspielers Millionen in die Vereinskasse.


Angelos Charisteas bei seinem letzen Bundesligaspiel für Werder Bremen (gegen Kaiserslautern am 11. Dezember 2004): "Nie eine echte Chance"
DDP

Angelos Charisteas bei seinem letzen Bundesligaspiel für Werder Bremen (gegen Kaiserslautern am 11. Dezember 2004): "Nie eine echte Chance"

Bremen - Spekulationen zufolge einigten sich die beiden Mannschaften auf eine Ablösesumme von rund fünf Millionen Euro. Nachdem der Deutsche Meister zunächst sämtliche Kontakte zum niederländischen Rekordmeister dementiert hatte, ging der Wechsel nun in Windeseile über die Bühne. Damit kamen die Bremer dem Wunsch Charisteas nach, den Bundesligisten noch vor Weihnachten in Richtung Amsterdam verlassen zu dürfen.

Der niederländische Club hat am Abend bestätigt, mit Charisteas einen Vertrag für die nächsten dreieinhalb Jahre geschlossen zu haben. Zur Ablösesumme machte Ajax allerdings keine Angaben. Bereits am Mittwochabend hatten niederländische Medien den Transfer als perfekt gemeldet. Charisteas bezeichnete den Wechsel in einer Stellungnahme als einen Aufstieg in seiner Karriere. Er wolle in den nächsten dreieinhalb Jahren so viele Preise wie möglich holen, sagte der 24-Jährige.

Die Erwartungen an Charisteas sind hoch: Der Stürmer soll den zu Juventus Turin abgewanderten schwedischen Nationalstürmer Zlatan Ibrahimovic ersetzen. Ajax ist in der Champions-League bereits ausgeschieden und belegt in der niederländischen Ehrendivision nur den dritten Tabellenplatz.

Immer wieder hatte Charisteas in den vergangenen Wochen seine Unzufriedenheit kundgetan. "Ich habe bei Thomas Schaaf nie eine echte Chance bekommen und weiß nicht, warum ich nicht häufiger gespielt habe. Natürlich ist man da unzufrieden", klagte der Angreifer zuletzt. Nach seinen drei Toren bei der EM in Portugal, fühlte er sich in Bremen nicht genug gewürdigt, anerkannt und zuletzt auch gelobt. Hinter Miroslav Klose, Ivan Klasnic und Nelson Valdez war Charisteas stets nur Stürmer Nummer vier.

Beim Deutschen Meister stand der Europameister, der 2002 für knapp drei Millionen Euro vom griechischen Erstligisten Aris Saloniki an die Weser kam, in der laufenden Bundesligasaison lediglich zwei Mal in der Anfangsformation. Bei insgesamt elf Einsätzen erzielte Charisteas fünf Treffer. Sein Vertrag in Bremen lief noch bis 2006.



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