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Anschläge von Paris: Was bedeutet das für die Fußball-EM in Frankreich?

Fußballfans vor dem Stade de France: "Die Uefa ist tief schockiert und traurig" Zur Großansicht
AFP

Fußballfans vor dem Stade de France: "Die Uefa ist tief schockiert und traurig"

In Frankreich findet nächstes Jahr die EM statt, das Land freute sich auf ein Fußballfest. Doch nach den Anschlägen von Paris ist auch die Uefa erschüttert, die Sicherheit wird zur Schlüsselfrage.

Ein Fußballfest soll die Europameisterschaft 2016 in Frankreich werden, doch nach den Terroranschlägen von Paris mag sich niemand vorstellen, wie das funktionieren soll. Die Organisatoren der Uefa versuchten dennoch, dem EM-Gastgeber am Tag nach den gezielten Attacken im unmittelbaren Umfeld des wichtigsten Turnierstadions in Saint-Denis jede Hilfe zuzusagen.

"Die Uefa ist tief schockiert und traurig über die tragischen Ereignisse und möchte Frankreich und denjenigen, die von diesen schrecklichen Akten betroffen sind, ihre Unterstützung und Solidarität ausdrücken", teilte der Verband mit. Für alle anstehenden Länderspiele wurden eine Schweigeminute und Trauerflor für alle Spieler angeordnet.

Die Anschlagsserie vom Freitagabend mit mehr als 120 Toten trifft die EM-Macher nur vier Wochen vor der EM-Gruppenauslosung. "Es wurden viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen, aber wir müssen sehen, dass Terroristen jederzeit zuschlagen können. Wir hatten Sorge wegen der EM, jetzt ist die Sorge noch größer", sagte der Präsident des französischen Verbandes, Noël Le Graët, laut Medienberichten mit Blick auf das Turnier vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in neun französischen Städten von Lille bis Toulouse.

Keine unmittelbare Gefährdung für die EM sieht der deutsche EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD). "Frankreich ist auch in Syrien engagiert und deswegen auch verstärkt ein Ziel. Insgesamt muss man aber wenig Angst haben. Die Sicherheitslage ist ausreichend", sagte Schulz WDR 2. Doch bereits vor einigen Wochen hatte der Chef des französischen Organisationskomitees, Jacques Lambert, betont: "Von Beginn an wussten wir, dass die Sicherheitsfrage der Schlüssel für ein erfolgreiches Turnier sein wird." Schon in ihrer EM-Bewerbung hatten die Franzosen die Sicherheitslage als ein Risiko benannt.

Am 12. Dezember sollen im Le Palais de Congrès de Paris an der Porte de Maillot im Westen der Stadt die EM-Gruppen feierlich ausgelost werden. Die Fußball-Prominenz des ganzen Kontinents wird erwartet. Unter anderem DFB-Teammanager Oliver Bierhoff soll dann die Lose ziehen. Überlegungen, die Veranstaltungen abzusagen, gibt es kurz nach den Schockereignissen in Paris offenbar nicht.

Im Video: "Die Spieler waren sehr ängstlich"

Sky Sport News

chp/dpa

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Name Jahre Spiele
Lothar Matthäus 1980-2000 150
Miroslav Klose 2001-2014 137
Lukas Podolski seit 2004 126
Philipp Lahm 2004-2014 113
Bastian Schweinsteiger seit 2004 113
Jürgen Klinsmann 1987-1998 108
Jürgen Kohler 1986-1998 105
Hans-Jürgen Dörner 1969-1985 105
Joachim Streich 1969-1984 105
Per Mertesacker 2004-2014 104
Franz Beckenbauer 1965-1977 103
Jürgen Croy 1967-1981 102
Thomas Häßler 1988-2000 101
Ulf Kirsten 1985-2000 100
Quelle: DFB

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