Modeste zum Transferstreit "Tianjin versucht zu verhindern, dass ich Fußball spielen kann"

Anthony Modeste hat sich erstmals zum Streit mit Tianjin Quanjian geäußert. Weil ihm weiterhin eine Spielberichtigung fehlt, kritisiert er seinen chinesischen Ex-Klub und droht mit rechtlichen Schritten.

Anthony Modeste
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Anthony Modeste


Seit Wochen wartet Anthony Modeste beim 1. FC Köln auf eine Spielberechtigung. Im November hatte er bei dem chinesischen Klub Tianjin Quanjian gekündigt. Die Fifa sah allerdings "keinen triftigen Grund" für diesen Schritt und so darf Modeste aktuell noch nicht wieder in der 2. Bundesliga auflaufen. Nun hat der Angreifer angekündigt, notfalls rechtliche Schritte einzulegen.

Wenn es bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar keine Einigung gebe, werde er vor den Internationalen Sportgerichtshof (Cas) ziehen. "Ich werde kämpfen und meine Rechte geltend machen", schrieb er auf Instagram.

Es ist Modestes erste Wortmeldung zu der Auseinandersetzung mit seinem chinesischen Ex-Klub. "Tianjin versucht zu verhindern, dass ich Fußball spielen kann", schrieb Modeste.

Im November war Modeste zum 1. FC Köln zurückgekehrt, wo er einen Vertrag bis 2023 unterschrieb. Der Weltverband Fifa erteilte dem Franzosen jedoch keine Spielberechtigung - die Kündigung des 30-Jährigen in Tianjin sei nicht gerechtfertigt gewesen. In der Fifa-Stellungnahme hieß es: "Dem Beschluss zufolge muss Tianjin Quanjian FC dem Spieler eine ausstehende Vergütung zahlen. Es wurde jedoch festgestellt, dass dieser das Arbeitsverhältnis mit Tianjin Quanjian FC ohne triftigen Grund gekündigt hat."

Der Stürmer beharrt darauf, seinen Vertrag in China "aus sehr klaren Gründen" gekündigt zu haben und den Klub über "einen wesentlichen Verstoß gegen die vertraglichen Verpflichtungen" informiert zu haben - noch vor seiner Kündigung. Weil aber Tianjin nicht reagiert habe, hätte er "keine andere Wahl" mehr gehabt.

Heute fordere der Klub "eine völlig unverhältnismäßige Entschädigung, die meine berufliche Situation absichtlich blockiert", schrieb Modeste weiter. Er sei Fußballspieler und der Fußball seine Leidenschaft. In den nächsten sechs Monaten nicht zu spielen, sei für ihn "unvorstellbar".

mrk/sid



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
kopi4 26.01.2019
1.
Mit etlichen FC- Fans diskutiert, nicht einer dabei der ernsthaft an einen Einsatz Modestes in dieser Saison glaubt. Die Chinesen haben im Sommer 2017 mehr als 30 Mios Ablöse gezahlt,mit dem Gehalt dürfte Modeste sie über 40 Millionen gekostet haben. Die Fantasie das sie nach 15 Monaten die Kündigung akzeptieren und den Spieler ohne finanzielle Gegenleistung wieder für Köln spielen lassen habe ich nicht.
halverhahn 26.01.2019
2. Verstehe das ganze Hin und Her nicht
Entweder hat Modeste zurecht gekündigt und muss bald mal die Spielberechtigung bekommen oder er hat eine Vertragsverletzung begangen und dann gehört er gesperrt oder sonstwie sanktioniert! Und das muss sich doch feststellen lassen! Verstehe das ganze Kasperle Theater null!
knødelø 26.01.2019
3. hätte man sich sparen können
Auf der Modeste-Position ist der FC diese Saison bestens besetzt. Das Theater um Modeste bringt nur Unruhe in den Verein und die Mission Aufstieg wird unnötig belastet.
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