Neue ARD-Experten Kuntz und Wolf analysieren WM-Spiele

Thomas Hitzlsperger wird Nachfolger von ARD-Experte Mehmet Scholl - das galt schon länger als sicher. Spannender ist die Besetzung hinter ihm: Die Trainer Stefan Kuntz und Hannes Wolf begleiten ebenfalls die WM.

Hannes Wolf
REUTERS

Hannes Wolf


Die ARD fährt mit einem neuen Experten-Trio zur Fußball-Weltmeisterschaft: In Russland werden Thomas Hitzlsperger, Stefan Kuntz und Hannes Wolf die Spiele der Endrunde ab dem 14. Juni für den öffentlich-rechtlichen Sender analysieren. Das teilte die ARD auf einer Pressekonferenz mit.

Auch Philipp Lahm wird für die ARD zum Einsatz kommen, er führt für den TV-Sender gemeinsam mit Moderatorin Jessy Wellmer durch das neue Format "Weltmeister im Gespräch".

Nach der Trennung von Mehmet Scholl im vergangenen Sommer - dieser hatte sich geweigert, über Doping im Fußball zu sprechen -, war der Sender länger auf der Suche nach einem Nachfolger und hatte mehrere Kandidaten ausprobiert. Darunter war auch Hitzlsperger, der schon länger als gesetzt im ARD-Expertenteam galt.

Die Nominierung von Kuntz und Wolf ist jedoch überraschend. Wolf, zuletzt beim VfB Stuttgart Trainer, soll bei vier bis sechs WM-Spielen zum Einsatz kommen. Vor wenigen Wochen wurde der 37-Jährige vom DFB als "Trainer des Jahres" gekürt. Kuntz ist aktuell Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft, im vergangenen Jahr gewann der 55-Jährige den EM-Titel mit den Junioren.

Die Spiele der Fußball-WM werden im Wechsel von ARD und ZDF übertragen. Deutschlands erstes Gruppenspiel gegen Mexiko am 17. Juni (17 Uhr) wird das ZDF zeigen. Dort wird dann Sebastian Kehl als Experte fehlen, der seine Zusammenarbeit mit dem Sender beendet hat. Der Grund hierfür ist sein neuer Job bei Borussia Dortmund. Oliver Kahn, Holger Stanislawski und Urs Meier als Ex-Schiedsrichter sind damit die verbliebenden ZDF-Experten.

Das zweite DFB-Vorrundenspiel gegen Schweden (23. Juni) überträgt die ARD. Das Finale der WM wird im ZDF ausgestrahlt.

jan



insgesamt 11 Beiträge
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aruba701 23.04.2018
1. Revolutionärer Vorschlag
Verzichtet ganz auf Experten. Zehn Minuten vor dem Anpfiff ins Stadion schalten, Reporter verkündet Mannschaftsaufstellungen und sonstige Infos zum Spiel, hält den Mund bei den Nationalhymnen, moderiert erste Halbzeit, schaltet zu den Nachrichten in der Halbzeitpause zurück, moderiert zweite Halbzeit, sagt ein paar abschließende Worte und schaltet ganz zurück. Was die Experten sagen, sieht jeder Zuschauer auch selbst, oder der Reporter kann es in ruhigen Spielphasen sagen, wenn er etwas taugt. Nur so eine Idee...
Nonvaio01 23.04.2018
2. Alles nach Netzer und Delling
war schlecht, ich sehe mit den neuen namen auch keine besserung. Das problem sind aber eh nicht die Moderatoren, sondern die Kommentatoren. Da sollte man sich ein beispiel bei der BBC nehmen, da sind bei jedem spiel 2 kommentatoren, ist viel besser, meist ist einer davon ein ehemaliger spieler. Da merkt man das fachwissen, welches bei den deutschen was taktik und spielsicht fehlt.
franz.v.trotta 23.04.2018
3.
Zitat von aruba701Verzichtet ganz auf Experten. Zehn Minuten vor dem Anpfiff ins Stadion schalten, Reporter verkündet Mannschaftsaufstellungen und sonstige Infos zum Spiel, hält den Mund bei den Nationalhymnen, moderiert erste Halbzeit, schaltet zu den Nachrichten in der Halbzeitpause zurück, moderiert zweite Halbzeit, sagt ein paar abschließende Worte und schaltet ganz zurück. Was die Experten sagen, sieht jeder Zuschauer auch selbst, oder der Reporter kann es in ruhigen Spielphasen sagen, wenn er etwas taugt. Nur so eine Idee...
Eine wunderbare Idee .. aber leider nicht realisierbar. Denn die TV-Gewaltigen wollen den Schmus vorher und nachher.
SK3112 23.04.2018
4. Letztes Aufgebot
Puh, gottlob haben sie doch noch wenigstens irgendeinen gefunden, der eilfertig die Textstanzen der Kommentatoren nachplappern mag. Ich hatte schon Sorge, dass am Ende jemand mit Charisma genommen würde.
sack_reis 23.04.2018
5. Das muss so
Man kennt das ja von einem nahmhaften Bezahl-Sender aus der Bundesliga: Da lassen sich gleich mehrere "Experten" (darunter ein ehemaliger 2.-Liga-Kicker) volle 1 1/2 Stunden lang (!) dazu aus, wie die Spiele wohl laufen werden, damit sie dann nach diesen eine Stunde lang erklären können, warum doch alles ganz anders gekommen ist.
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