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WM-Zweiter Argentinien: Trainer Sabella tritt zurück

Trainer Sabella (l.), Superstar Messi: Trauer nach verlorenem Finale Zur Großansicht
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Trainer Sabella (l.), Superstar Messi: Trauer nach verlorenem Finale

Er führte Argentinien ins WM-Finale, jetzt hört Trainer Alejandro Sabella laut Medienberichten auf. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Brasiliens ehemaliger Trainer Luiz Felipe Scolari hat einen neuen Arbeitgeber gefunden.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Alejandro Sabella wird nach argentinischen Medienberichten als Trainer des WM-Zweiten Argentinien zurücktreten. Der 59-Jährige hat seine Entscheidung bereits dem Präsidenten des argentinischen Fußballverbands AFA, Julio Grondona, mitgeteilt. Die Gründe, die Sabella für den Rücktritt angegeben habe, seien ein "Mangel an Energie und die Notwendigkeit einer Erholungspause". Die Entscheidung soll in den kommenden Tagen offiziell verkündet werden.

Schon vor dem WM-Finale gegen Deutschland, das die Argentinier in der Verlängerung 0:1 verloren verloren, hatte Sabellas Berater Eugenio López davon gesprochen, dass der Trainer nach der WM in Brasilien nicht weitermachen wolle. Als mögliche Nachfolger gelten Kolumbiens Trainer José Pekerman und Diego Simeone, der Coach vom diesjährigen Champions-League-Finalisten Atletico Madrid. Die "Albiceleste" bestreitet ihr nächstes Spiel am 3. September in Düsseldorf gegen Deutschland.

Ein anderer WM-Trainer hat hingegen einen neuen Job gefunden. Der ehemalige brasilianische Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari übernimmt den zweimaligen brasilianischen Meister Gremio Porto Alegre. Der 65-Jährige hatte den Traditionsverein bereits 1987 und zwischen 1993 und 1996 trainiert. Sein Vertrag als Nationaltrainer war nach dem vierten Platz bei der WM und dem bitteren 1:7 im Halbfinale gegen Deutschland nicht verlängert worden. Ursprünglich hatte sich Scolari eine Auszeit bis Ende des Jahres verordnet.

tis/dpa/sid

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1. Das finde ich nicht gut
Hulda 30.07.2014
Ein zweiter Platz bei einer Fussballweltmeisterschaft mit einer ausgeorgelten Mannschaft ist aller Ehren wert. Ein kleiner Kritikpunkt. Seine sehr starke Defensivtaktik hat die Fähigkeiten von Messi zum Strafraumwirbel nur ungenügend eingesetzt. Der war ja bei dieser Taktik völlig verschenkt. Freistösse und Ecken rausholen und dann wäre Messi genau richtig eingesetzt gewesen. Wenn man einen solchen ballsicheren Strafraum-Spieler hat, braucht man bei den Kontern 2 Spieler, die in einem automatisierten Ablauf in die Räume gehen, resp. die vorgesehenen Räume bedienen. Aus der Nichtberücksichtigung dieser Binsenweisheit hat Argentinien kein Tor geschossen. Die deutsche Mannschaft mit Götze hingegen in dem typischen deutschen Dussel eines. Das reichte dann. Mit der müden Mannschaft hätte Sabella nie in die Verlängerung gehen dürfen. Da nach der 1. Halbzeit die Null stand, hätte er zu Beginn der 2. Halbzeit mit 2 frischen Messi-Unterstützern loslegen und unbedingt e i n Tor schiessen müssen, um dann wieder zu mauern. Insoweit hat er die Meisterschaft versiebt.
2. Hinterher ist immer besser!
Andr.e 30.07.2014
Zitat von HuldaEin zweiter Platz bei einer Fussballweltmeisterschaft mit einer ausgeorgelten Mannschaft ist aller Ehren wert. Ein kleiner Kritikpunkt. Seine sehr starke Defensivtaktik hat die Fähigkeiten von Messi zum Strafraumwirbel nur ungenügend eingesetzt. Der war ja bei dieser Taktik völlig verschenkt. Freistösse und Ecken rausholen und dann wäre Messi genau richtig eingesetzt gewesen. Wenn man einen solchen ballsicheren Strafraum-Spieler hat, braucht man bei den Kontern 2 Spieler, die in einem automatisierten Ablauf in die Räume gehen, resp. die vorgesehenen Räume bedienen. Aus der Nichtberücksichtigung dieser Binsenweisheit hat Argentinien kein Tor geschossen. Die deutsche Mannschaft mit Götze hingegen in dem typischen deutschen Dussel eines. Das reichte dann. Mit der müden Mannschaft hätte Sabella nie in die Verlängerung gehen dürfen. Da nach der 1. Halbzeit die Null stand, hätte er zu Beginn der 2. Halbzeit mit 2 frischen Messi-Unterstützern loslegen und unbedingt e i n Tor schiessen müssen, um dann wieder zu mauern. Insoweit hat er die Meisterschaft versiebt.
Das er aufhört, stand schon vor dem Finale fest. Das hab ich auf die Schnelle gefunden: http://www.sky.de/web/cms/de/wm-2014-sabella-der-argentinische-berti-vogts.jsp Den taktischen Kram kann man nur so kommentieren: Sabella hat das sehr ordentlich gemacht und den Argentiniern das mitgegeben, was sie konnten. Fast hätte es ja auch gereicht, ich erinner zum Beispiel an das (zu Recht) nicht gegebene Tor in Halbzeit 1 und die vielen Chancen. Machen die Stürmer - trotz auch tätger Mithilfe des Gegners - das Tor nicht, hat man es als Trainer meist schwerer... Und abschließend wollte ich noch anmerken: Es stand auch ein Gegner auf dem Platz, der höchstwahrscheinlich auch gewinnen wollte...
3. Ein paar Zusatzinfos….
silversurfer1962 30.07.2014
Erstaunlicherweise galt Sabella als heißester Kandidat bei Grêmio, nachdem Grêmio-Präsi Fábio Koff seinen Coach Enderson Moreira nach dem 2:3 gegen Coritiba am Sonntag gefeuert hatte. Die Vereinbarung zwischen Koff und Scolari soll dann gestern in einem Restaurant in São Paulo auf einer Papierserviette getroffen worden sein. Koff war es auch, der bereits vor 17 Jahren Scolari zum Club holte. Für Scolari ist es damit die 18. Vereinsmannschaft, die er betreut. Er bringt seinen Assistenten Murtosa wieder mit, der ihm bislang überall hin gefolgt war. Scolari erhält einen 2,5-Jahresvetrag und soll sich mit seinem Trainerstab auch und insbesonders um die Jugendarbeit im Club kümmern. Neben dem Hauptaugenmerk auf die Jugend sind die Erwartungen für Scolari klar: erst einmal den Lokalrivalen Internacional Porto Alegre hinter sich lassen (der allerdings momentan an 4. Stelle der Tabelle liegt, Grêmio an 10.). Die Infrastruktur in Port Alegre ist für bras. Verhältnisse hervorragend. Bereits seit 1,5 Jahren spielt Grêmio in der neuen 62.000-Mann-„Grêmio-Arena“, die allerdings kein WM-Stadion war und dem neuen „Beira-Rio“ von Internacional den Vortritt lassen musste. Nach bras. Medienberichten wurden Scolari und Parreira der Rauswurf durch den bras. Verband CBF (offizieller Wortlaut: „Entlassung ohne Angabe von Gründen“) mit jeweils 1,3 Mio. Euro versüßt, während Murtosa € 250.000 erhielt. Diese Zahlen sollen auch das 14. Monatsgehalt umfassen, das der CBF allen Angestellten bezahlt. Unter Teixeira, dem Amtsvorgänger des jetzigen Verbandschefs Marin, gab es noch bis 2011 ganz paradiesische Zustände, von denen wir hier nur träumen können: jeder CBF-Mitarbeiter kam in den Genuss eines 16. (!!!) Monatsgehalts. Dem bras. Verband war das Engagement von Scolari und Parreira in den 1,5 Jahren seit Amtsantritt im November 2012 bis zum Beginn der WM insg. jeweils € 3,7 Mio. wert. Murtosa erhielt vergleichsweise bescheidene 540.000 in 1,5 Jahren.
4.
senta1958 30.07.2014
Zitat von HuldaEin zweiter Platz bei einer Fussballweltmeisterschaft mit einer ausgeorgelten Mannschaft ist aller Ehren wert. Ein kleiner Kritikpunkt. Seine sehr starke Defensivtaktik hat die Fähigkeiten von Messi zum Strafraumwirbel nur ungenügend eingesetzt. Der war ja bei dieser Taktik völlig verschenkt. Freistösse und Ecken rausholen und dann wäre Messi genau richtig eingesetzt gewesen. Wenn man einen solchen ballsicheren Strafraum-Spieler hat, braucht man bei den Kontern 2 Spieler, die in einem automatisierten Ablauf in die Räume gehen, resp. die vorgesehenen Räume bedienen. Aus der Nichtberücksichtigung dieser Binsenweisheit hat Argentinien kein Tor geschossen. Die deutsche Mannschaft mit Götze hingegen in dem typischen deutschen Dussel eines. Das reichte dann. Mit der müden Mannschaft hätte Sabella nie in die Verlängerung gehen dürfen. Da nach der 1. Halbzeit die Null stand, hätte er zu Beginn der 2. Halbzeit mit 2 frischen Messi-Unterstützern loslegen und unbedingt e i n Tor schiessen müssen, um dann wieder zu mauern. Insoweit hat er die Meisterschaft versiebt.
Sabella hatte leider nicht die Auswahl an Spielern, die Messi hätten besser einsetzen können. Das Problem hatte schon Maradona vier Jahre zuvor. Wobei ich hier nicht die Qualitäten eines Sabella mit dem unsäglichen Maradona vergleichen möchte. Nachdem di Maria nicht spielen konnte, waren die Möglichkeiten beschränkt. Sicher hat Argentinien darauf spekuliert, irgendwie ein Tor zu erzielen. Ausserdem machten sie ihr bestes Spiel während der WM. Dass es dann nicht genug war, hing wohl auch ein klein wenig mit dem Gegner zusammen.
5. Maradonna's Erbe
Andr.e 31.07.2014
Zitat von senta1958Sabella hatte leider nicht die Auswahl an Spielern, die Messi hätten besser einsetzen können. Das Problem hatte schon Maradona vier Jahre zuvor. Wobei ich hier nicht die Qualitäten eines Sabella mit dem unsäglichen Maradona vergleichen möchte. Nachdem di Maria nicht spielen konnte, waren die Möglichkeiten beschränkt. Sicher hat Argentinien darauf spekuliert, irgendwie ein Tor zu erzielen. Ausserdem machten sie ihr bestes Spiel während der WM. Dass es dann nicht genug war, hing wohl auch ein klein wenig mit dem Gegner zusammen.
Vergleichen nicht, aber einen Unterschied muss man herausstellen, der auch entscheidend für das gute Abschneiden Argentiniens war: Während Maradona wohl im Drogenrausch seine Aufstellung so Pi x Daumen hingefleddert hat, hat Sabella seinen "Superstar" genommen und gefragt: "Was brauchst Du?" Drum herum hat er dann seine Mannschaft aufgebaut. Zeigte sich auch im Turnier, wie ich finde - die bisher beste WM Messis... Wie ich gerade sehe hat Maradonna nun auch wieder den Vogel abgeschossen: http://www.kicker.de/news/fussball/wm/startseite.html Wer braucht noch "Feinde", wenn er solche "Idole" hat. Lachhaft dieser "Experte"...
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